Knock Lock: Smartphone-Display per Doppel-Tap sperren

Oliver Janko 12

Das Smartphone per Doppel-Tap auf das deaktivierte Display aus dem Ruhezustand zu holen und wieder schlafen zu legen, ist spätestens seit dem LG G2 ein beliebtes Feature. Mit der App „Knock Lock“ kommt diese Funktion nun in Ansätzen auch auf andere Smartphones: Die App ermöglicht es, das Gerät mittels eines schnellen doppelten Taps auf eine bestimmte Stelle am Display in den Ruhezustand zu versetzen, das Aufwecken auf die gleiche Art und Weise ist allerdings noch nicht möglich. Wir haben uns das kleine Tool näher angesehen.

Das Entsperr-Feature für deaktivierte Displays gibt es schon länger: Als federführend gelten hier die Experten von Nokia, auch LG und Sony hatten bei der Entwicklung und Einführung der Technologie aber ihre Finger im Spiel. Vor allem das G2 von LG (Test) machte die Funktionalität erstmals einer breiteren Öffentlichkeit bekannt, „KnockOn“, wie die Funktion bei LG heißt, war eines der spektakulärsten Features des (noch) aktuellen Flaggschiffs der Südkoreaner.

Fehlendes Äquivalent

Wer gerne ab sofort sein Smartphone nicht mehr über den Power-Button sperren möchte, sollte sich die App „Knock Lock“ näher ansehen: Mit dem kleinen Tool ist es problemlos möglich, das Smartphone mittels eines Doppel-Taps auf eine vordefinierte Stelle am Display zu sperren. Um das Gerät auf die gleiche Weise dann wieder aus dem Ruhezustand zu holen, wird der Bruder der Anwendung benötigt: Die App mit dem – vorhersehbaren – Namen „Knock Unlock“ ist derzeit im Play Store allerdings nicht auffindbar, obwohl sie vom Entwickler sogar noch beworben wird. Wir sind aber guter Dinge, dass das Gegenstück zu Knock Lock schon bald wieder im virtuellen App-Laden auftaucht, wir liefern etwaige Infos natürlich gegebenenfalls nach.

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Simple Einrichtung

Wenden wir uns nun aber Knock Lock zu, diese App steht schließlich im Play Store bereit: Nach der Installation, die dank des nur 811 kB großen Tools in Windeseile vonstatten geht, will das Ding eingerichtet werden. Keine Angst, das ist keine große Kunst. Zu Beginn müssen der Anwendung Administratoren-Rechte zugestanden werden: Dazu navigiert man in den Einstellungen zum den Menüpunkt „Sicherheit“ und setzt im Feld „Geräteadministratoren“ das Häkchen bei „Knock Lock“. Achtung: Unser Beispiel bezieht sich auf ein Galaxy Note 3 von Samsung, bei anderen Geräten kann sich der Weg in die Administrator-Einstellungen geringfügig unterscheiden. Das sollte aber ohnehin kein großes Problem sein, die Anwendung selbst steht mit einem Hilfe-Menü tatkräftig zur Seite, beim ersten Start wird das Einstellungs-Menü zudem automatisch geöffnet.

Fenster-Einstellungen

Anschließend geht es dann an die Einrichtung der App. Zum Sperren des Displays steht bei Knock Lock nur ein vordefiniertes Fenster bereit, das heißt, die Taps zum Sperren des Bildschirms werden nicht überall als eben diese registriert, Taps außerhalb des Fensters ziehen keine Aktionen nach sich. Es gilt also, ein Fenster für die Sperr-Aktion festzulegen – wo sich dieses befindet, obliegt den persönlichen Präferenzen des Nutzers. Auch die Größe des Fensters kann verändert werden, maximal ist ein rund 1 x 1 Zentimeter großes Bedienfeld möglich. Wichtig ist, dass sich der Nutzer merkt, wo er das Fenster platziert – nach dem Abschluss des Einrichtens ist das Fenster nicht mehr sichtbar, aber wohlgemerkt aktiv. Außerdem sollte das Knock-Window nicht direkt über einem App-Icon platziert werden, im Test konnten diese in einigen Fällen nicht mehr betätigt werden.

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Das war es dann auch schon wieder an Einstellungsmöglichkeiten, wird der Editor geschlossen, ist die App startbereit, ab sofort arbeitet Knock Lock im Hintergrund. Will der Nutzer das Display nun in den Ruhezustand versetzen, reicht ein schneller Doppel-Tap in das vordefinierte Fenster.

Inwiefern sich die Anwendung auf die Akku-Laufzeit auswirkt, konnten wir im Test nicht genau feststellen, ein erheblicher Unterschied war nicht auszumachen. Der Hersteller verspricht, dass die Laufzeit um maximal 0,1 Prozent nach unten entwickelt – ein kaum merkbarer Unterschied also. Die App selbst funktionierte im Test tadellos, vorausgesetzt, man erwischt das Fenster recht genau.

Fazit

Eine praktische Sache: Das kleine Tool arbeitet wie es soll – ein Mehrwert ist auf jeden Fall gegeben. Die Einrichtung geht rasch vonstatten, die Akkulaufzeit wird nur minimal in Mitleidenschaft gezogen – eine rundum gelungene Angelegenheit also. Wer das Display also gerne ohne einen Druck auf den Power-Button entsperren möchte, ist mit Knock Lock wunderbar beraten. Schade ist derzeit nur, dass das Pendant zum Entsperren des Bildschirms nicht im Play Store bereitsteht – in Kombination wären die beiden Anwendungen noch sinnvoller. Da Knock Lock aber ohnehin kostenlos ist, spricht nichts gegen eine testweise Installation.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.

[via Cocas Blog]

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