Pelican Imaging: Erste Testbilder der Lichtfeldkamera für Smartphones und Tablets veröffentlicht

Tuan Le 7

Das Unternehmen Pelican Imaging arbeitet schon seit einer ganzen Weile an einer Kamera für Smartphones und Tablets, welche Tiefeninformationen aufnehmen kann. Ähnlich wie bei der Lytro-Kamera ist der Fotograf dadurch im Nachhinein dazu in der Lage, den Fokus auf ein beliebiges Objekt zu legen. Nun gibt es von Pelican Imaging die ersten von einer solchen Kamera geschossenen Fotos, die durchaus einen vielversprechenden Eindruck machen.

Pelican Imaging: Erste Testbilder der Lichtfeldkamera für Smartphones und Tablets veröffentlicht

Einen ersten Schritt in Richtung Lytro-Kamera für Smartphones hat sicherlich das HTC One (M8,Test) gemacht, doch leider war der Nutzer dort auf nur zwei verschiedene Tiefenebenen beschränkt. Die so genannte „Array-Kamera“ von Pelican Imaging schießt hingegen gleich 16 verschiedene Bilder mit jeweils einem separaten Bildsensor, welche dann mithilfe einer Software in ein einziges Bild in einem speziellen Format abgespeichert wird. Dieses ist dann dazu in der Lage auch Informationen über die Tiefenverhältnisse wiederzugeben.

Laut Pelican Imaging sollen mit einer derartigen Kamera nicht nur Farben und Intensität, sondern auch die Tiefenverhältnisse – also die Distanz zwischen der Kameralinse und den abzulichtenden Objekten – detailliert aufgezeichnet werden können. Das dient dann nicht nur dazu, den Fokus im Nachhinein auf jedes beliebige Objekt im Bild richten zu können, sondern des Weiteren zum Beispiel um 3D-Modelle von abgelichteten Objekten zu erstellen oder aber bei der Nachbearbeitung Objekte entfernen beziehungsweise problemlos einfügen zu können. Auf der Website des Unternehmens gibt es nun zahlreiche Testfotos, anhand derer man im Web-Browser die Nachbearbeitung mit dem Tiefeneffekt selbst durchführen kann.

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Die Ergebnisse sind noch nicht ganz so perfekt, wie man es bei Demonstrationen der Lytro-Kamera bereits gesehen hat, denn hier und da wirken die Übergänge zwischen fokussierten und nicht fokussierten Gegenstände doch sehr hart. Dafür besitzt die Kamera von Pelican Imaging den unschätzbaren Vorteil, dass sie auch in einem Smartphone- beziehungsweise Tablet-Gehäuse ohne Probleme Platz findet und auch Videoaufnahmen sollen anders als bei der Lytro-Kamera mit dem Sensor möglich sein. Zudem ist durch den Wegfall eines Autofokus im Vornherein die Geschwindigkeit der Aufnahmen stark erhöht. Ein Einführungstermin für das erste Smartphone, welches mit einer solchen Kamera ausgestattet sein wird, gibt es bislang noch nicht, doch sollte man gerade als enthusiastischer Smartphone-Fotograf einen Blick auf die Technologie behalten.

Was haltet ihr von der Kamera von Pelican Imaging? „The next big thing“ oder bislang nur eine Spielerei? Eure Meinung wie immer unten in die Kommentare.

Quelle: Pelican Imaging [via Golem]

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