Solar-Smartphones: Displayglas mit Solarzellen lädt Handy-Akkus dauerhaft nach

Sven Kloevekorn 20

Weil die Kunden es in den Augen der Hersteller so wünschen, werden Smartphone-Displays immer größer und lösen immer höher auf. Das steigert einerseits die Attraktivität der Geräte, geht andererseits aber zu Lasten der Akkulaufzeit, sodass die aktuelle Generation oft selbst bei gemäßigter Nutzung mindestens einmal am Tag nach der Steckdose schreit. Ein Ausweg aus diesem Dilemma könnte der Einsatz von Displayscheiben sein, die aus künstlichem und natürlichem Licht Strom erzeugen und so den Akku ganz nebenbei ständig nachladen.

Solar-Smartphones: Displayglas mit Solarzellen lädt Handy-Akkus dauerhaft nach

Smartphones haben in den letzten Jahren riesige Fortschritte in Sachen Leistungsfähigkeit, Displaygröße und Auflösung gemacht, mit denen die Entwicklung der Akkutechnologie leider nicht Schritt gehalten hat. Zwar könnte man größere Akkus verbauen, dem steht allerdings der teilweise etwas fehlgeleitet wirkende Trend entgegen, dass die Geräte immer flacher und leichter werden sollen. In der Folge muss man die Akkus gerade vieler aktueller Flaggschiff-Modelle schlicht als unterdimensioniert bezeichnen. So sind insbesondere Nutzer, die ihr Smartphone den ganzen Tag im Produktiveinsatz haben, zu ständigem Nachladen gezwungen.

Abhilfe könnte hier ein Joint-Venture der Firmen TCL Communication aus China, hierzulande bekannt als Lizenznehmer der Marke Alcatel und Hersteller von Geräten wie dem Alcatel One Touch Scribe HD, und der Firma SunPartner aus Frankreich schaffen. Das widmet sich der Entwicklung von Solarzellen, die sich in die Displayabdeckungen von Smartphones und Tablets integrieren lassen. Die dahinter stehende Wysips-Technologie (What You See is Photovoltaic Surface), die schon 2011 vorgestellt wurde, bisher aber nicht den Weg zum Endverbraucher gefunden hat, setzt zu diesem Zweck auf einen hauchdünne, transparente Schicht über dem Bildschirm. Diese kann sowohl künstliches als auch natürliches Licht in Strom verwandeln und so Smartphone-Akkus ohne weiteres Zutun des Nutzers unterwegs nachladen.

Man darf gespannt sein, ob diese Technologie etwa in den nächsten, bei uns allerdings nicht besonders präsenten Alcatel-Smartphones verbaut sein wird. Da noch größere Bildschirme mit noch höheren, für das Auge ohnehin keinen Mehrwert darstellenden Pixeldichten bald keinen Sinn mehr machen, wäre es jedenfalls hochwillkommen, wenn die Industrie sich nun endlich mal wieder verstärkt dem Thema Akkulaufzeit zuwenden würde.

Quelle: SunPartner [via Android Police]

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