Statistik: Erstmals mehr Smartphones als Featurephones verkauft

Lukas Funk 5

Was seit Jahren als Trend offensichtlich ist, spiegelt sich nun erstmals in einer messbaren Statistik wieder: Die Ausbreitung von Smartphones ist nicht mehr aufzuhalten und so überschritten die Verkaufszahlen der smarten Mobiltelefone im 2. Quartal dieses Jahres erstmals die ihrer weniger versatilen Vorgänger, der Featurephones.

Polarisierend könnte man diesen Artikel mit den Worten „Apple ist schuld!“ beginnen, denn mit der Veröffentlichung des ersten iPhones im Jahr 2007 begann das Smartphone seinen weltweiten Siegeszug. Doch immerhin fast 6 Jahre sollte es dauern, bis die inzwischen zu unverzichtbaren Begleitern im Alltag avancierten Smartphones ihre als Featurephones bekannten Vorgänger bezüglich der Verkaufszahlen überholen.

So geschehen im 2. Quartal dieses Jahres, in welchem nach Daten des Marktforschungsunternehmens Gartner weltweit 225,3 Millionen Smartphones verkauft wurden. Mit einem Wachstum um 46,5 Prozent zum Vorjahresquartal zeichneten sie so für 51,8 Prozent aller Mobiltelefonverkäufe verantwortlich. Featurephones dagegen mussten in diesem Zeitraum einen Verlust von 21 Prozent hinnehmen.

Am stärksten war die Zunahme an Smartphone-Verkäufen in Europa zu messen, wo überdurchschnittliche 74,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet wurden. Nach Samsung und Apple konnte sich LG als drittstärkster Verkäufer von Smartphones behaupten, bei den Betriebssystemen liegt erwartungsgemäß Android vor iOS und diversen Windows Mobile/Windows Phone-Versionen, Blackberry folgt an vierter Stelle.

Betrachtet man die Verkaufszahlen von 2012, so wird deutlich, dass insbesondere die zunehmende Verbreitung von Android für den flächendeckenden Erfolg der Smartphones verantwortlich ist. Besonders günstige Einsteigermodelle, die sich preislich — und leistungstechnisch — auf dem Niveau von Featurephones bewegen, dank des Android-Ökosystems aber Zugriff auf eine Vielzahl Apps bieten, verdrängen Featurephones zusehends.

Quellen: Gartner [via Statista auf Google+]

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