The Room: Atmosphärische Knobelei mit Spitzengrafik

Amir Tamannai 7

Spätestens seit Dan Browns überaus erfolgreichen Verschwörungsromanen wissen wir nicht nur, was die Fibonacci-Folge ist, sondern kennen auch das Prinzip der antiken Safes — kleine Holzkästchen, die mit versteckten Schaltern und Kombinationsschlössern wertvollen Inhalt vor unbefugten Blicken und Fingern schützen sollen. Diese zu knacken macht nicht nur in der Belletristik einen Heidenspaß, sondern auch auf dem Smartphone: Das vom iPad bekannte und nun für Android portierte Spiel The Room macht das Konzept zum überaus kurzweiligen Spielprinzip.

The Room: Atmosphärische Knobelei mit Spitzengrafik

Versteckter Schalter hier, eine lösbare Schraube da, Kombinationsschlösser inklusive versteckter Hinweise dort — The Room bietet alles, was ein guter Physik-Puzzler rund um das Knacken von Safes und antiken Kästchen so benötigt. Eine Hintergrundstory gibt es zwar, die handelt auch von irgendeinem Versuch, das Null-Element zu finden — spielt aber eigentlich weiter keine Rolle: Vielmehr wird der Spieler ob der feinen Grafik, dem guten Sound und der daraus resultierenden mystischen Atmosphäre ins Spielgeschehen gesaugt.

Gesteuert wird The Room mit Wischbewegungen, Pinch-to-Zoom-Gesten, Taps und zuweilen auch durch die Neigungssensoren — damit dreht der Spieler das zu bearbeitende Objekt, zoomt herein, schiebt Riegel hin und her, betätigt sichtbare und versteckte Schalter oder dreht an Wahlrädern. Erklärt wird die Steuerung zu Beginn in einem seht guten interaktiven Tutorial, bevor es dann selbstständig ans Öffnen der verschiedenen, leider über nur vier Kapitel verteilten, dafür aber kunstvoll und komplex gestalteten Boxen geht — immer mit dem Ziel nach dem Matrjoschka-Prinzip, ein weiteres Kästchen bis zum letzten, das ersehnte Null-Element beinhaltenden Rätsel, freizuschalten.

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Als Begleiter steht dem Spieler dabei ein besonderes Objektiv zur Seite, mit dem er zuweilen sonst unsichtbare Schriften, Fingerabdrücke und versteckte Hohlräume auf dem Screen erkennen kann — wer zwischenzeitlich nicht weiterkommt, sollte das zu bearbeitende Objekt also stets noch einmal mit diesem Monokel absuchen.

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Die Rätsel respektive zu knackenden Schatullen sind relativ anspruchsvoll, aber nie unfair oder unlösbar: Beim Durchspielen könnte ich auch an Stellen, an denen es zunächst nicht weiterging, nach ein paar Minuten Bedenkzeit stets dann doch noch die richtige Lösung finden. Und wer einmal doch nicht weiterkommt, der kann sich Hilfe in Form kleiner Hinweise über den an der oberen rechten Ecke eingeblendeten Fragezeichen-Button holen.

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Einziges Manko an The Room: Das Spiel ist recht kurz. Wer mit Inbrunst spielt — und das werden die meisten Spieler wohl, denn die App hat eine recht großen Suchtfaktor — hat nach zwei bis drei Stunden alles geknackt, was zu knacken ist. Bleibt die Hoffnung auf neue Level oder ein Sequel …

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Zuerst einmal sind die 1,79 Euro, die The Room kostet, aber gut investiert. Zumindest, sofern das Spiel auf eurem Gerät läuft; die Kompatibilitätsangaben im Play Store sind leider etwas erratisch und lassen auf den ersten Blick keine stringenten Voraussetzungen hinsichtlich Auflösung oder Chipsatz erkennen.

Download: The Room (1,79 Euro)

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