Nexus OTA-Updates flashen: Over-The-Air-Aktualisierungen manuell installieren – so geht's

Lukas Funk 31

Wird eine neue Android-Version vorgestellt, dann erhalten zunächst nur wenige Nexus-Geräte das Update Over-The-Air (OTA). Bis sich herausgestellt hat, dass die neue Version keine Komplikationen mit sich bringt und alle Nutzer in ihren Genuss kommen, vergeht meist einige Zeit. Wer nicht so lange warten will, findet die Update-Files schon vorher im Netz — wir zeigen, wie man diese ganz einfach manuell installiert.

Nexus OTA-Updates flashen: Over-The-Air-Aktualisierungen manuell installieren – so geht's

Zunächst die obligatorische Warnung:

  • Bitte die Anleitung zuerst komplett lesen und die Anweisungen anschließend so genau wie möglich befolgen.
  • Wer Bootloader entsperrt, sein Gerät rootet oder mit einem Custom ROM versieht, ändert sein Gerät auf Systemebene. Die Gefahr eines Schadens mag gering sein, es kann trotzdem immer etwas passieren. Deswegen in aller Deutlichkeit: Weder wir noch der Hersteller übernehmen Verantwortung für eventuelle Schäden, einzig ihr als Gerätebesitzer.
  • Wer Custom Firmwares und/oder ROMs flasht oder sein Gerät rootet, verwirkt schlimmstenfalls Garantie und Gewährleistung.

Vorbereitung

Um ein Nexus OTA-Update installieren zu können, ist zunächst das OTA-File selbst vonnöten. Dieses findet sich meist schon wenige Stunden nach dem ersten Rollout im Netz und kann von einschlägigen Seiten — natürlich auch bei uns — heruntergeladen werden. Um sicherzugehen, dass das Update korrekt signiert und nicht manipuliert wurde, sollte man darauf achten, dass der Download direkt von einem offiziellen Google-Server erfolgt. Die Download-URL sollte also mit http://android.clients.google.com/ beginnen.

Weiterhin ist natürlich ein Nexus-Gerät erforderlich, auf dem die letzte verfügbare Android-Version installiert ist. Wird das Nexus mit einem Custom ROM oder einer Custom Recovery betrieben, muss zunächst ein passendes Factory Image installiert werden (Anleitung). Zuletzt benötigt man das neueste Android-SDK (Software Development Kit). Windows-Nutzer können sich alternativ auch das deutlich kleinere Tool Minimal ADB + Fastboot installieren.

android-sdk-platform-tools

Hat man das SDK heruntergeladen, muss dieses entpackt und an eine leicht zugänglichen Stelle kopiert werden, beispielsweise den Desktop. Dann navigiert man zum Unterordner Tools und startet das Programm android(.exe). Im jetzt geöffneten SDK-Manager markiert man den Eintrag SDK Platform-Tools, stimmt den Lizenzbedingungen zu und installiert diese.

android-sdk-manager

Unter Windows kann die Installation von Gerätetreibern erforderlich sein. Dies sollte beim ersten Verbinden des Smartphones oder Tablets mit dem PC automatisch geschehen. Falls nicht: Universal ADB Driver installieren und PC neustarten. Auf dem Android-Gerät müssen zudem die Entwickleroptionen aktiviert werden. Dazu navigiert man ab Android 4.3 in den Einstellungen zum Eintrag Über das Telefon/Tablet und tappt mehrfach auf Build-Nummer. Ist ein entsprechender Hinweis erschienen, wählt man zurück in den Einstellungen die Entwickleroptionen aus und setzt ein Häkchen bei USB-Debugging.

adb-devices

Um zu testen, dass soweit alles seine Richtigkeit hat, verbindet man das Nexus mit dem Rechner und öffnet darauf den Terminal-Emulator respektive die Windows-Kommandozeile (Windows-Taste + R drücken ⇒ cmd eingeben ⇒ Enter). Dort wechselt man zum vorher erstellten SDK-Ordner, anschließend in das Unterverzeichnis Platform-Tools. Auf Linux und Mac OS X gibt man nun den Befehl ./adb devices ein, unter Windows adb.exe devices. Erscheint eine Gerätenummer, wurden alle Einstellungen korrekt vorgenommen. Abschließend kopiert man das OTA-File ebenfalls in den Ordner Platform-Tools.

nexus-5-unlock-developer-settings
nexus-5-developer-settings

Auf der nächsten Seite: Der eigentliche Flash-Vorgang

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