Mira Prism: Dieses 99 Dollar-Headset macht aus dem iPhone eine HoloLens

Stefan Bubeck

Unterhaltung, Spiele, Information: Das Start-Up Mira Labs bringt eine AR-Brille zum Schleuderpreis auf den Markt, die funktional an Microsofts HoloLens erinnert. Das eingeblendete Bild wird vom iPhone erzeugt, das auf Stirnhöhe eingesteckt wird. Hinter dem Projekt steckt ein bedeutender Rapper und Musikproduzent.

Introducing the Mira Prism (Herstellervideo).

Die Microsoft HoloLens Development Edition wechselt derzeit für knapp 3.300 Euro den Besitzer. Sie ist eines der Produkte, die sich noch am ehesten mit dem vergleichen lassen, was Mira Labs nun zu einem Preis von 99 US-Dollar verkauft. Das Konzept: Anders als bei Virtual-Reality-Brillen wie Oculus Rift, HTC Vive oder Google Cardboard ist der Träger nicht vollkommen von der Außenwelt abgeschottet. In der „Augmented Reality“ (AR) werden Inhalte passend zur wahrgenommenen Umgebung eingeblendet.

Mira Prism: „Alles was du brauchst, ist dein Smartphone“

Keine Kabel, kein Akku, kein Rechner: Die Mira Prism ist genau genommen nur eine Art Halterung fürs iPhone, das sich oberhalb der Augen des Trägers einstecken lässt. Das sieht dann so ähnlich aus wie bei einer hochgeklappten Schildmütze. Davor befindet sich eine Glasscheibe, in der sich der Bildschirminhalt des iPhone 6, 6S oder 7 spiegelt – so vermischen dann im Blickfeld des Trägers die Realität und der halbtransparente AR-Inhalt, welcher mit maximal 1334 × 750 Pixeln dargestellt wird.

Mira Labs wollen so eine preisgünstige Möglichkeit schaffen, um AR in den Alltag zu bringen. Das heißt dann konkret erst mal Unterhaltung, etwa in Form von Spielen. Aber auch lehrreiche Inhalte sind denkbar, so zeigt das erste Herstellervideo ein Pärchen beim Beobachten des Sternenhimmels oder ein Schulkind, das sich dreidimensional dargestellte chemische Elemente anschaut.

Im August soll das SDK für Entwickler erscheinen – wer sich dafür interessiert, Spiele oder andere Anwendung für Mira Prism zu programmieren, kann auf der Herstellerwebseite ab sofort Zugang zum Beta-Programm beantragen. Kaufinteressierte können ebenso auf der Webseite ihr Exemplar einer Mira Prism für 99 US-Dollar vorbestellen, ausgeliefert werden soll die Brille dann an Weihnachten.

Mira Prism: Die Promis im Hintergrund

Rund 1,5 Millionen US-Dollar konnte das Start-Up schon einsammeln, zu den Investoren gehört unter anderem der Rapper Will.i.am (The Black Eyed Peas).

Er ist aber nicht das einzige Schwergewicht aus der Entertainment-Branche, das zumindest indirekt mit Mira Labs zu tun hat. Auch Dr. Dre, seines Zeichens Platin-Hitproduzent und Gründer der Marke Beats by Dr. Dre gehört zum Umfeld der jungen Firma. Die kalifornischen Mira Labs sind eine Ausgründung der „USC Jimmy Iovine and Andre Young Academy“, die dem Unternehmen Räumlichkeiten und Tools zur Verfügung gestellt hat. Zumindest Hiphop-Fans sehen die Verbindung sofort im Namen der Akademie: „Andre Young“ – das ist der bürgerliche Name von Dr.Dre. Auch Jimmy Iovine ist eine Legende: Der U2-Produzent gilt als der ursprüngliche Entdecker von Eminem.

Quelle: Mira Labs

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