Snapdragon S4-Pro: Developer-Tablet sprengt Benchmark-Rekorde

Amir Tamannai 10

Wir hatten es ja geahnt, dass mit Qualcomms S4-SoC und NVIDIAs Tegra 3 das Ende der Leistungsspirale im mobilen Sektor noch lange nicht erreicht ist – zugegeben, zu dieser Ahnung gehört nicht viel seherisches Vermögen; dennoch sind wir etwas geplättet von den Benchmarkergebnissen, die Qualcomms Developer-Tablet mit einem Snapdragon S4 Pro APQ8064-Chip und der Adreno 320-GPU gerade hingelegt hat.

Die Chiphersteller bauen zuweilen ja auch ganze Tablets, vornehmlich, um ihre SoCs angemessen zu testen und zu präsentieren, aber auch, um neue Technologien für Entwickler in einem kompletten System zu Verfügung zu stellen – auf dem MWC hatten wir ein solches Gerät mit 3D-Display von Qualcomm und MasterImage 3D gesehen.

Nun haben die Amerikaner ihren neuesten S4 Pro-Chipsatz in ein Developer-Tablet verbaut und das Ergebnis bricht alle Benchmark-Rekorde. In dem mit 1.299 Dollar nicht gerade günstigen 10.1 Zoll-Gerät werkelt der ein APQ8064-SoC in Zusammenarbeit mit einer Adreno 320-GPU. Dieses Gespann sorgt dafür, das die Qualcomm-Flunder die Leistungswerte eines Tegra 3 zum Teil um über 100 Prozent übertrifft; selbst der rasant schnelle Exynos 4412 von Samsung, der seine Arbeit im Galaxy S3 verrichtet, sieht gegen den S4 Pro ziemlich alt aus (Ergebnisse via The Verge):

Kein Wunder also, dass man bei Qualcomm gehobenen Hauptes postuliert, den schnellsten Mobil-Chip am Markt zu haben – wenn auch aktuell nur in der etwa kostenintesiven Developer-Variante; der S4 Pro soll aber noch in diesem Jahr in Smartphones, Tablets und sogar Laptops verbaut werden.

Wer solange nicht warten kann und ernsthaft an dem Devloper-Gerät interessiert ist, darf das 10.1 Zoll-Tablet mit 2 GB RAM und 32 GB internem Speicher hier vorbestellen, der Versand soll in den nächsten zwei bis drei Wochen erfolgen. Für die genannten 1299 Euro erhält man dann ein zwar relativ schmuckloses Gerät – schließlich soll darauf entwickelt werden und das Ganze nicht zum Angeben dienen –, das aber über einen micro USB-Port, micro SD-Slot, Fingerabdruck-Leser und sogar über sieben(!) Mikrofone verfügt – laut Qualcomm soll damit die Aufnahme von Surround-Sound möglich sein.

Schlägt jemand von euch zu oder wartet ihr lieber, bis die Qualcomm-Technik auch in regulären Geräten verbaut wird? Meinungen in die Kommentare.

Bilder und Quelle: The Verge

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