Cliqz: Neuer Internet-Browser - Features in der Übersicht

Selim Baykara

Cliqz nennt sich ein neuer Internet-Browser, der etablierten Playern wie Firefox und Google Chrome das Fürchten lehren möchte. Als besonderes Feature bietet Cliqz eine eingebaute Suchmaschine, mit der sich die Suche per Google – und damit auch die Datensammel-Wut des Suchmaschinen-Riesen – umgehen lässt. Wir haben uns Cliqz einmal genauer angeschaut.

Cliqz: Neuer Browser als Konkurrenz zu Google und Co.

Der Markt für Internet-Browser wird schon seit geraumer Zeit von einigen großen Namen beherrscht. In Deutschland besonders beliebt sind Firefox, Google Chrome und Safari auf Apple-Geräten. Neben dem Microsoft-Browser Edge und Opera gibt es zudem einige kleinere Anbieter, die sich aber nicht wirklich durchsetzen konnten. Mit dem Browser Cliqz betritt jetzt ein neuer Mitspieler die Arena: Der Browser verfügt sowohl über eine eingebaute Suchfunktion, mit der sich die Google-Suche umgehen lässt, als auch über ein spezielles Anti-Tracking-Feature, das die Übertragung von Nutzerdaten verhindert.

 

Features von Cliqz im Überblick

Das hervorstechende Feature von Cliqz ist die eingebaute Suchfunktion, mit der man Suchbegriffe direkt in die Adresszeile eingibt – das kennt man zwar auch von anderen Browsern wie Firefox, allerdings führt die Suche dort direkt zu Google weiter. Nicht so bei Cliqz:

  • Der Browser zeigt die Suchergebnisse bereits beim Tippen unter den eingegebenen Buchstaben an, ohne die vorher geöffnete Website zu verlassen – anschließend wählt man die Ergebnisse direkt per Mausklick an.
  • Wem das nicht reicht, bestätigt mit Enter-Taste und wird anschließend zu einer der herkömmlichen Suchmaschinen weitergeleitet.
  • Per Shortcuts kann man zudem direkt auf Google, Bing und Co. suchen, z.B. indem man #go + Deine Suche oder #bi + Deine Suche eingibt.
  • Außerdem zeigt Cliqz Instant-Antworten auf Anfragen wie „Wetter Berlin“ oder „aktuelle Uhrzeit“ an.

Was man in Cliqz zu sehen bekommt, basiert auf dem sogenannten Human-Web-Ansatz, den die Entwickler des Browsers gewählt haben: Die Suchergebnisse werden so gefiltert, dass Ergebnisse, die von der Mehrzahl der Nutzer als besonders relevant bewertet werden, zuerst auftauchen. Im Lauf der Zeit sollen die Ergebnisse immer besser und genauer werden, da man dann mehr Daten von den Benutzern hat  – im Moment eignet sich Cliqz allerdings nur bedingt für Web-Suchen, die über einfache Suchanfragen (Wetter, Uhrzeit, Datum etc.) hinausgehen.

Bleibt die Frage: Sammelt Cliqz jetzt doch Daten über seine Nutzer? Die Antwort darauf lautet: Jein.

  • Cliqz verhindert das Tracking von Nutzer-Daten nicht vollständig, sondern nur die Übertragung jener Daten , die einem einzelnen Benutzer zugeordnet werden können.
  • Cliqz nennt das „unsichere Daten“, d.h. Daten, anhand derer einzelne Nutzer identifiziert und durchs Web verfolgt werden könnten.
  • Immer wenn man eine Website besucht, zeigt CLIQZ daher im Browser eine Auflistung von Trackern, die möglicherweise die Privatsphäre verletzen könnten.
  • Das Anti-Tracking-Feature von Cliqz unterbindet die Übertragung unsicherer Daten eigenen Angaben zufolge auch dann, wenn man den jeweiligen Betreibern die „Erlaubis“ dazu gegeben hat, z.B. durch Zustimmung in den AGBs.
  • Auf Wunsch könnt ihr das Anti-Tracking-Feature allerdings auch komplett oder auf einzelnen Webseiten abschalten.

Wer steckt hinter Cliqz?

Cliqz wird von der Cliqz GmbH aus München entwickelt, einer Tochter des Verlags Hubert Burda Media. Das Medienunternehmen streitet bereits seit einigen Jahren mit Google über das Leistungsschutzrecht, also um die Frage wann Google für das Verlinken von Verlagsinhalten eine Lizenzgebühr zahlen muss. Mit anderen Worten: Hubert Burda Media hat auch ganz konkrete Eigeninteressen eine Alternative zu Google anzubieten. Die Firma Cliqz ist übrigens schon ein wenig länger im Geschäft: Der Browser startete vor einigen Jahren als Addon, das die Suche erleichtern sollte.

Cliqz Banner

Cliqz: Systemvoraussetzungen und Download

Cliqz steht ab sofort zum kostenlosen Download für Windows-Rechner,  OSX, iOS und Android bereit. Cliqz basiert auf dem Firefox-Code und ähnelt dem Mozilla-Browser – außerdem bietet er ebenfalls einen optionalen Proxy-Modus. Als Hardware empfiehlt Cliqz:

  • Mac: Macintosh Computer mit Intel x86 Prozessor
  • Windows: Pentium 4 Prozessor oder neuer mit SSE2 Unterstützung
  • 512 MB RAM
  • 200 MB Speicherplatz

Eine Version für Linux gibt es derzeit noch nicht, allerdings besteht die Möglichkeit einen eigenen Build zu erstellen. Hier findet ihr die Anleitung dazu. Wenn ihr noch nach anderen Alternativen zu Google und Co. sucht, solltet ihr euch auch die Suchmaschine Startpage anschauen.

Bildquellen: Cliqz

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