Gratis belauscht werden? Ja, sagen Dreiviertel der Bundesbürger

Martin Zier

Sobald es um kostenlose Apps geht, sind 88% des deutsche Volkes zwischen 18 und 34 Jahren gerne bereit, persönliche Daten zu teilen. Dadurch entsteht ein Tauschhandel, bei dem man nicht mehr mit Geld eine App bezahlt, sondern mit seinen eigenen, intimen Informationen. Die aktuelle Studie belegt ebenfalls, dass 74% aller Teilnehmer kein Problem damit haben, wenn eine App für lau Daten mitlesen würde.

Gratis belauscht werden? Ja, sagen Dreiviertel der Bundesbürger

Die Zahlen sind erschreckend, denn die Studie des Edelman Berland Instituts belegt, dass 47% der Befragten nicht einmal wüssten, dass es Apps möglich ist, SMS zu versenden, wenn man auf eines der Werbebanner klickt. Als wäre das nicht genug, wissen 28% nicht, dass Apps überhaupt Daten sammeln und an die Server ihrer Wahl weiterleiten können. Das bedeutet, dass ein Viertel der befragten Bürger nicht mal wissen, dass Apps im Hintergrund allerlei Dinge anstellen können.

Trotzdem sind die deutschen Statistiken im internationalen Vergleich noch harmlos, denn 63% der Befragten lesen die App-Berechtigungen durch, bevor sie ein neues Programm installieren. Weltweit scheinen das nur 55% Smartphone-Nutzer zu tun. 70% der Smartphone-User in Deutschland gaben ebenfalls an, dass sie jederzeit bereit sind, eine App wieder zu löschen, wenn ihnen bekannt ist, dass diese App im Geheimen Daten sammelt. Auf dem gesamten Globus würden das nur 66%, im Fall der Fälle, tun.

Zwar machen sich 69% der Teilnehmer der Umfrage Sorgen um ihre Privatsphäre, trotzdem gibt es noch viel Aufklärungsarbeit mit dem Datenhandel im Internet zu leisten. Mit jedem aktivierten Smartphone wird die gesamte Bevölkerung ein bisschen transparenter und noch intimere Einblicke sind möglich.

Quelle: Caschys Blog

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