Was heißt R-Rating, PG-13 und andere Altersfreigaben bei Filmen und Serien?

Selim Baykara

Wer sich viel auf englischsprachigen Film-Webseiten herumtreibt, wird sicherlich schon mal Begriffe wie „R-Rating“, „PG Rated“ oder „NC-17“ gehört haben. Wir erklären, was sich hinter den Altersfreigaben verbirgt und was die deutsche Entsprechung ist.

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Die Altersfreigabe „R“ war zuletzt wieder beim Superhelden-Streifen der etwas anderen Art, „“, und dessen Fortsetzung ein Thema. Deadpool war in den USA einer der erfolgreichsten Filme mit R-Rating. Inzwischen versuchen daher auch andere Filmemacher zunehmend, Filme dieser Kategorie in die Kinos zu bringen. Das ist nicht immer ganz einfach, da es den Studios vor allem darum geht, die Zielgruppe so groß wie möglich zu halten.

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Was bedeutet R-Rating, PG-Rated und Co. bei Filmen? Einfach erklärt

Wie bei uns gibt es auch in Amerika für Filme verschiedene Alterskategorien, da nicht alle Zuschauer automatisch alle Filme sehen dürfen. Diese Altersfreigaben werden von der Motion Picture Association of America (MPAA) festgelegt, einem Zusammenschluss der 6 größten Filmstudios der USA. Die Altersempfehlungen werden ähnlich wie bei der deutschen Freiwilligen Selbstkontrolle (FSK) gehandhabt: Sie sind rechtlich nicht verbindlich, allerdings hat sich der Verband der amerikanischen Kinobetreiber dazu verpflichtet, die Empfehlungen zu akzeptieren.

Die bislang letzte Überarbeitung der Altersempfehlungen stammt aus dem Jahr 1996 – seitdem gibt es die folgenden fünf Einstufungen:

G – General Audiences (Allgemeines Publikum): Filme in dieser Kategorie sind für Zuschauer jeden Alters zugelassen. Hier gibt es keine Kraftausdrücke, keine Darstellung von Nacktheit oder Sex und keinen Drogengebrauch. Gewalt wird, wenn überhaupt, nur minimal dargestellt.

  • Beispiele: „König der Löwen“ und andere Zeichentrickfilme von Disney

PG – Parental Guidance Suggested (Elterliche Anleitung wird empfohlen): Einige Inhalte in diesen Filmen sind für sehr kleine Kinder eventuell nicht geeignet. Es kann einige Kraftausdrücke sowie Darstellungen von Gewalt geben sowie kurze Nacktheit. Drogengebrauch kommt nicht vor.

  • Beispiele: „Harry Potter und der Stein der Weisen“, „Star Wars Episode IV: Eine neue Hoffnung“

PG-13 – Parents Strongly Cautioned (Eltern eindringlich gewarnt): In diesen Filmen geht es schon etwas heftiger zu und einige Inhalte könnten für Kinder unter 13 Jahren nicht geeignet sein. Dazu zählen Drogengebrauch, Nacktheit (allerdings nicht in Verbindung mit sexuellen Handlungen) und die realistische oder extreme Darstellung von Gewalt (aber nicht beides zusammen). Kraftausdrücke, die sich sexuell herleiten, sind hier erlaubt. Dazu zählt vor allem das berühmt-berüchtigte „Fuck“, allerdings nicht in einem sexuellen Zusammenhang.

  • Beispiele: „Guardians of the Galaxy“, „Herr der Ringe: Die zwei Türme“

R – Restricted (Eingeschränkt): Nur aus inhaltlicher Sicht kann ein Film keine höhere Einstufung als PG-13 erhalten. Filme mit dem R-Rating zeichnen sich daher vor allem durch eine drastischere visuelle Darstellung aus. Einige Inhalte sind eindeutig nur für Erwachsene gedacht, beispielsweise: heftige, derbe Sprache, extreme und andauernde Gewalt, Nacktheit in Verbindung mit sexuellen Handlungen, Drogenmissbrauch. Personen unter 17 Jahren dürfen sich Filme mit dem R-Rating nur in Begleitung eines Elternteils oder eines erwachsenen Betreuers ansehen.

  • Beispiele: „Hangover“, „Terminator 2: Tag der Abrechnung“

NC-17 – No Children under 17 (Keine Kinder unter 17 Jahren): Diese Filme sind eindeutig für Erwachsene, deswegen sind Personen unter 17 Jahren überhaupt nicht zugelassen. Die Einstufung heißt nicht automatisch „obszön“ oder „pornografisch“, in den Filmen werden aber Gewalt, Sex, anormales Verhalten, Drogenkonsum und andere Inhalte gezeigt, die nicht für Kinder geeignet sind. Die großen US-Kinoketten zeigen in der Regel keine NC-17-Filme, in den Medien wird auch keine Werbung dafür gemacht.

  • Beispiele: „Tanz der Teufel“, „Bad Lieutenant“

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Was ist R-Rating, PG-13 und NC-17 in Deutschland?

In Deutschland legt die Freiwillige Kontrolle der Filmwirtschaft die Altersfreigaben für Filme fest. Auch bei uns gibt es fünf Einstufungen, die grob der amerikanischen Einordnung entsprechen.

  • FSK 0/ freigegeben ohne Altersbeschränkung. Entspricht G.
  • FSK ab 6 freigegeben. Entspricht PG.
  • FSK ab 12 freigegeben. Entspricht PG 13.
  • FSK ab 16 freigegeben. Entspricht R.
  • FSK ab 18/Keine Jugendfreigabe. Entspricht NC-17.

Ein Unterschied sind die Altersgrenzen. Während in Deutschland die Obergrenze bei 18 Jahren liegt, beträgt sie in den USA 17. Ähnliches gilt für die PG-13, was bei uns etwa der Altersfreigabe 12 Jahren entspricht. Auch hier gibt es also einen kleinen Unterschied von einem Jahr.

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