Diese App sagt dir, ob du Bauchspeicheldrüsenkrebs hast

Simon Stich 7

Das Smartphone als Doktor: Eine neue App der Universität Washington kann Bauchspeicheldrüsenkrebs sehr früh erkennen – mit einem einzigen Selfie. Aber kann das überhaupt funktionieren?

Diese App sagt dir, ob du Bauchspeicheldrüsenkrebs hast

Eine Krebserkrankung der Bauchspeicheldrüse wird leider oft nur sehr spät erkannt. Eine frühzeitige Erkennung kann bislang nur nach einer zielgerichteter Untersuchung im Krankenhaus stattfinden. Nur neun Prozent der Erkrankten überleben länger als fünf Jahre.

Gute Nachrichten gibt es nun aber von der Universität Washington. Forscher haben eine App entwickelt, die selbst ein sehr frühes Stadium der Erkrankung feststellen kann – also bereits dann, wenn die Patienten selbst noch keine Beschwerden verspüren. Die Erkennungsrate der App ist jetzt schon enorm.

Krebs per Selfie erkennen

Bei einer Erkrankung an Bauchspeicheldrüsenkrebs sind gelblich gefärbte Augen eines der sichtbarsten Symptome. Diese „Gelbsucht“ ist bei etwa 70 Prozent der Patienten zu erkennen. Die neue App namens BiliScreen kann eine Verfärbung aber schon sehr viel früher erkennen. Unter Umständen könnten so Leben gerettet werden. Hier gibt es einen ersten Einblick in die Funktionsweise:

BiliScreen: Diese App sagt dir, ob du Bauchspeicheldrüsenkrebs hast.

Noch benötigt die BiliScreen genannte App eine zusätzliche Brille, die bei der Analyse getragen werden muss. Diese Brille kalibriert das Farbspektrum und analysiert dann eine mögliche Verfärbung der Augen. In Zukunft möchten die Forscher aber ganz ohne Extra-Brille auskommen. In diesem Fall könnte jeder Smartphone-Nutzer die App einfach selbst nutzen. Ein einziges Selfie reicht bereits.

Ein erste klinische Studie mit BiliScreen lief verblüffend erfolgreich. Die Erfolgsquote in der Erkennung lag bei 90 Prozent. 70 Personen haben an der Studie teilgenommen. Bei der Tech-Konferenz Ubicomp 2017 möchten die Forscher die App einer breiten Öffentlichkeit präsentieren. Unklar ist derzeit noch, ob und wann es frei verfügbare Versionen für Android und iOS geben wird. Auch die benötigten Brillen sind noch nicht käuflich zu erwerben.

Quelle: Paul G. Allen School via engadget

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