Hier stellt Domino’s die erste Pizza per Drohne zu

Marco Di Lorenzo

Die Pizza-Kette Domino’s will das erste Unternehmen sein, das Zustellung per Drohne anbietet – noch vor Amazon und Co. Dass man technisch soweit ist, wurde zuletzt in Auckland in Neuseeland demonstriert. Bis Ende des Jahres sollen dort dann auch echte Kunden von Drohnen beliefert werden.

Domino's Drohne stellt Pizza zu.

Bei dem ersten Pizza-Zustellungsflug ist alles perfekt gelaufen: Die Drohne fliegt selbstständig zu ihrem Ziel und lässt dort den Karton mit zwei Pizzas an einem Seil herunter. Dort warten bereits der neuseeländische Verkehrsminister Simon Bridges sowie Vertreter der Luftfahrtbehörde Civil Aviation Authority.

Dass sich Domino’s ausgerechnet Neuseeland als Testrevier für die ersten Drohnenzustellungen ausgesucht hat, liegt an den dortigen Luftfahrgesetzen. Diese erlauben den kommerziellen Einsatz unbemannter Fluggeräte – allerdings müssen diese weiterhin die gesamte Zeit in Sichtweite des Betreibers bleiben, was den Regelbetrieb kaum praktikabel macht.

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Jeder will der erste Drohnenlieferant sein

Dominio’s bemüht sich jedoch gerade stark darum, eine dementsprechende Genehmigung der Luftfahrbehörde zu bekommen. Wenn das klappt, will man tatsächlich noch im Laufe dieses Jahres mit der Drohnenzustellung starten und wäre somit das erste Unternehmen, das so einen Service für Kunden anbieten würde.

Dominio’s kooperiert hierfür mit dem auf Drohnen-Zustellung spezialisiertem Unternehmen Flirtey. Deren Drohnen bestehen aus Kunststoff und Aluminium und werden zum Teil im 3D-Drucker hergestellt. Der Hexacopter fliegt etwa 30 km/h schnell und hat eine derzeitige Reichweite von 1,5 Kilometern. Um die Pizza zuzustellen, wird der Karton an einer Leine herabgelassen – dadurch soll verhindert werden, dass keine Menschen verletzt werden.

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Wo genau Domino’s mit der ersten Pizza-Drohnenzustellung beginnen will, wird noch geheim gehalten. Längerfristig will man den Service auch in Australien, Belgien, Frankreich, Holland, Japan und Deutschland ausprobieren. Die Fast-Food-Kette arbeitet parallel auch an anderen Liefermethoden, wie fahrende Roboter, da man mit klassischer Zustellung per Auto oder Moped kaum dem Bestellvolumen hinterherkäme.

„Wir haben immer gesagt, dass es keinen Sinn ergibt, eine Zwei-Kilo-Bestellung mit einer Zwei-Tonnen-Maschine zu befördern“, so Domino’s-CEO Don Meji.

Quelle: Fortune

Video: Domino’s Robotic Unit – Roboter stellt Pizza zu

Domino's DRU.

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