Neue Gesetze für Drohnen: Der Tod eines schönen Hobbys?

Thomas Lumesberger 1

Ab sofort gilt in Deutschland eine neue Drohnenverordnung, die ziemlich viele Auflagen beinhaltet und das Fliegen auf etlichen Plätzen untersagt. Man könnte sogar sagen, dass das Hobby durch die neue Verordnung getötet wurde.

Neue Gesetze für Drohnen: Der Tod eines schönen Hobbys?

Aufnahmen aus luftigen Höhen sind dank diverser Drohnen mittlerweile kein Problem mehr. Diese werden künftig seltener auf YouTube und Co zu sehen sein, denn in Deutschland ist ab sofort eine neue Verordnung in Kraft getreten, die genau besagt, wo Drohnen fliegen dürfen und welche Auflagen die Piloten erfüllen müssen.

Allgemeines Flugverbot

Auf Modellflugplätzen sind die Drohnen nach wie vor uneingeschränkt nutzbar, sofern sie mit einem Aufkleber mit Namen und Adressen des Eigentümers versehen sind. Ein generelles Flugverbot gilt allerdings in der Umgebung von Verfassungsorganen, Bundes- oder Landesbehörden, Kontrollzonen von Flugplätzen, Industrieanlagen, Naturschutzgebieten, Menschensammlungen und Einsatzorten der Polizei oder Rettung. Darüber hinaus sind Wohngrundstücke ab sofort ebenfalls für die Drohnenpiloten eine Tabuzone, sofern die Drohne schwerer als 250 Gramm ist oder optische, akustische oder Funksignale aufzeichnen oder übertragen kann. Sollte der Grundstückseigentümer allerdings ausdrücklich zustimmen, darf die Drohne fliegen. Darüber hinaus sieht die neue Verordnung vor, dass Drohnen oder Modellflugzeuge stets bemannten Luftfahrzeugen auszuweichen haben.

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Einschränkungen abhängig vom Gewicht und der Flughöhe

Neben den allgemeinen Flugverbotszonen gibt es noch weitere Auflagen, die ab sofort einzuhalten sind. Ab einem Gewicht von 0,25 Kilogramm müssen die Drohnen mit Name und Adresse des Eigentümers gekennzeichnet sein und dürfen nur in Sichtweite geflogen werden. Ab einem Gewicht von 2 Kilogramm müssen besondere Kenntnisse nachgewiesen werden in Form einer gültigen Pilotenlizenz oder Bescheinigung einer vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannten Stelle. Das gilt übrigens auch für sämtliche Drohnen, die über 100 Meter fliegen können. Bei Drohnen die schwerer als 5 Kilogramm sind, muss zusätzlich noch eine sogenannte Aufstiegserlaubnis der Landesluftfahrtbehörde eingeholt werden.

Die Vorschriften bezüglich der Kennzeichnung sowie Vorlage eines Kenntnisnachweises gelten ab dem 1. Oktober 2017.

DJI Phantom 4 Pro.

Verordnung ist notwendig

Bundesverkehrsminister Dobrindt sieht in den Drohnen sehr viel Potenzial und weiß, dass die Flugobjekte nicht nur für Privatpersonen interessant sind, sondern auch gewerblich genutzt werden. Um Unfälle, Kollisionen und Abstürze zu verhindern, müssen Regeln auf den Weg gebracht werden. Darüber hinaus wurde mit der Verordnung nicht nur die Sicherheit erhöht, sondern auch die Privatsphäre, so Dobrindt. Kritiker sehen die Anforderungen allerdings für zu hart beziehungsweise überspitzt an und sprechen sogar davon, dass das Hobby damit getötet wird. Wie seht ihr das Ganze? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare.

Quelle: BMVI via heise.de

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