Drohnen-Führerschein: Braucht man ihn und wo macht man ihn?

Maria Dschaak

Drohnen sind ein nettes Spielzeug und Zeitvertreib. Da sie allerdings auch Gefahren mit sich bringen, hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Jahr 2017 neue Regeln und Gesetze erlassen. Wir informieren in diesem Artikel über eben diese, klären Fragen zum Führerschein (und Plakette) für Drohnenbesitzer und wo man diesen machen kann.

Bereits 2015 gab es erste Wünsche nach konkreten Gesetzten für Hobbypiloten und ihr liebstes Objekt – die Drohne oder auch Quadrocopter. Für viele sind die unbemannten Luftfahrzeuge – Drohne ist nur ein umgangssprachliches Wort eben dafür – gefährlicher als sie wirken. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) beklagt, dass man Drohnen auf dem Radar nicht sieht, sodass Flugzeuge nicht vor diesen gewarnt werden können. 2016 wurden von Piloten unter anderem 64 bedrohliche Annäherungen von Drohnen gemeldet. Zudem stürzten Drohnen ab und gefährden so Menschenleben. Bei einer stetig steigenden Anzahl von Drohnen erscheint eine klare Gesetztesregelung als absolut notwendig. Und natürlich solltet ihr euch an die existierenden Flugverbotszonen halten, die ihr in einer Drohnen-App sehen könnt.

Archos PicoDrone im Hands-On: Mini-Drohne für Mini-Geld ausprobiert.

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Braucht man einen Führerschein für Drohnen?

Ja, für die Nutzung bestimmter Drohnen braucht es einen Führerschein – das hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in der neuen Drohnen-Verordnung beschlossen. Offiziell spricht man allerdings nicht von einem Führerschein, sondern von einem Kenntnisnachweis. Man muss also nachweisen, dass man die Drohne auch fliegen bzw. steuern kann.

Dieses Gesetz tritt allerdings nur in Kraft, wenn eure Drohne ein Abfluggewicht von mehr als 2 Kilogramm aufweist. Dieser Kenntnisnachweis ist ab dem 1. Oktober 2017 Pflicht. Zusätzlich muss jede Drohe mit einem Gewicht über 250 Gramm eine Plakette mit Namen und Adresse des Eigentümers aufweisen – also auch eure Drohne mit einem Gewicht über 2 Kilogramm.

  • Ausnahme: Solltet ihr eure Drohne nur auf Modellfluggeländern nutzten, braucht ihr keinen Kenntnisnachweis. Dort können Drohnen ohne den Drohnen-Führerschein geflogen werden.
  • Darüber hinaus: Sollte eure Drohne mehr als 5 Kilogramm wiegen, dann braucht ihr nicht nur eine Plakette, einen Kenntnisnachweis, sondern auch eine Aufstiegserlaubnis. Ein Beispiel für einen Antrag auf Aufstiegserlaubnis findet ihr hier.
  • Nicht vergessen: Eine entsprechende Haftpflichtversicherung ist in jedem Fall Pflicht. Weitere Informationen zur Drohnen-Versicherung findet ihr an anderer Stelle.

Lust auf ein Drohnen-Rennen?

Wer stellt den Führerschein aus?

Ausgestellt wird der Drohnen-Führerschein von einer vom Luftfahrtbundesamt befähigten Stelle – bei Modellflugzeugen auch von einem Luftsportverband. Solltet ihr also Online eine Schulung oder Kurs buchen, achtet darauf, dass das ausgestellte Zertifikat auch vom Luftfahrtbundesamt anerkannt werden kann. Die Kosten variieren je nachdem, was ihr gebucht habt.

Die Aufstiegserlaubnis bekommt ihr bei der jeweiligen Landesluftfahrtbehörde – jedes Bundesland hat ihre eigene. Der Antrag auf Aufstiegserlaubnis kann bis zu 200 Euro kosten und die Genehmigung bis zu 4 Wochen dauern. Alle wichtigen Informationen bekommt ihr bei der zuständigen Landesluftfahrtbehörde.

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