DVB-T: Ende für TV-Empfangsformat angekündigt - DVB-T2 als Nachfolger

Martin Maciej 6

Wer keine Satelliten-Schüssel sowie keinen Kabelanschluss zu Hause hat und auch nicht im Live-Stream Fernsehsender empfangen will, kann alternativ zur Empfangsquelle per DVB-T zurückgreifen. Doch wie das Bundeskabinett nun beschlossen hat, ist es bald vorbei mit DVB-T.

DVB-T: Ende für TV-Empfangsformat angekündigt - DVB-T2 als Nachfolger

Wer sein TV-Programm zu Hause mit einem DVB-T-Gerät empfängt, wird dieses für die Zukunft technisch aufrüsten müssen. Derzeit nutzen rund 7,4 Millionen Haushalte in Deutschland DVB-T für den TV-Empfang.

DVB-T: Nachfolger DVB-T2 kommt

Nach 2017 soll DVB-T demnach durch DVB-T2 ersetzt werden. Die bisher von DVB-T belegten Frequenzen (700 MHz) werden zukünftig für den Ausbau des mobilen Internets versteigert. Die Auktion für die besagten Frequenzen soll laut Infrastrukturminister Alexander Dobrindt (CSU) im zweiten Quartal 2015 stattfinden, der Gewinn wird zwischen Bund und Ländern aufgeteilt. Ein Milliardenbetrag wird erwartet. Ein Großteil des Erlöses soll für den Ausbau des Breitbandnetzes eingesetzt werden. Bis 2018 sollen flächendeckend in Deutschland Übertragungsmöglichkeiten von 50 MB/s gewährleistet werden. Derzeit stehen diese Übertragungsgeschwindigkeiten für rund 2/3 der deutschen Haushalte zur Verfügung.

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Nach der Umbelegung der Frequenzen müssen alte DVB-T gerüstet mit dem DVB-T2-Standard (470 - 690 MHz) nachgerüstet werden. Das neue Format für digitales Antennenfernsehen kann im Gegensatz zum Vorgänger auch Sendungen in HD-Auflösung ausstrahlen. Zudem sollen Sendungen durch DVB-T besser mobil zu empfangen sein und eine umfangreichere Programmvielfalt ermöglicht werden.

DVB-T am Ende - Frequenzen für mobiles Datennetz

Das neue Digitalfernsehen soll frühestens 2017 starten. Eine Übergangszeit ist geplant, allerdings nur für einen kurzen Zeitraum. Ein Nachrüsten ist über eine DVB-T2 Decoder möglich sein. Entsprechende DVB-T2-Empfänger sind bereits erhältlich. Durch die Umstellung auf DVB-T2 und die Freiräumung der Frequenzen auf mobile Datenverbindungen soll die „digitale Spaltung von Stadt und Land“ überwunden werden und schnelles Internet in ganz Deutschland ermöglicht werden. Wer nicht auf DVB-T2 umsteigen möchte, kann die erhöhte Geschwindigkeit der Datenübertragung z. B. dafür nutzen, um Fernsehen über Internet zu empfangen.

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Bildquelle: roundstripeund Hadria via Shutterstock

 

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