DVB-T2 HD Kosten und Frequenzen: Tipps zum Fernsehen mit freenet TV

Christin Richter 8

Der Nachfolgestandard von DVB-T ist gestartet: In der terrestrischen Übertragung rückt DVB-T2 HD in den Vordergrund. DVB-T2 HD mit dem HEVC-Standard (High Efficiency Video Coding) bringt per Antenne HD-Qualität auf die heimischen Bildschirme. Lest nachfolgend, welche Kosten DVB-T2 HD verursacht und auf welchen Frequenzen gesendet werden soll.

Inhaltsverzeichnis:

Im Video seht ihr direkt, was DVB-T2 HD ist und welche Vorteile der Sendestandard bietet:

Was ist DVB-T2?

Pünktlich zur Fußball EM 2016 ging DVB-T2 HD an den Start und soll mit bis zu 60 Kanälen eine Alternative zum Kabel-TV oder Satellitenempfang darstellen. Welche DVB-T2-Sender in HD-Qualität senden, haben wir euch an anderer Stelle erklärt. Was der neue Standard kostet und welche Frequenzen er belegt, lest ihr nachfolgend.

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DVB-T2-HD-Kosten im Überblick

Ein gestochen scharfes Bild mit HD-Sendern über Antennenfernsehen garantieren euch im nächsten Jahr nach der DVB-T-Abschaltung nur ein neuer  und ein . Welche Kosten für DVB-T2 auf euch zukommen, seht ihr in der folgenden Übersicht:

Öffentlich-Rechtliche Privatsender
bereits empfangbar
  • ARD HD
  • ZDF HD
  • Arte HD
  • 3sat HD
  • Phoenix HD
  • KIKA HD
  • ZDF Neo HD
  • ZDF Info HD
  • One HD
  • Tagesschau 24 HD
  • RTL HD
  • ProSieben HD
  • VOX HD
  • Sat.1 HD
  • kabel eins HD
  • RTL II HD
  • Super RTL HD
  • n-tv HD
  • Sixx HD
  • Pro7 Maxx HD
  • Sat.1 Gold HD
  • DMAX HD
  • RTL Nitro HD
  • Eurosport 1 HD
  • Tele 5 hD
  • Sport 1 HD
  • N24 HD
Voraussetzungen zum Empfang
  • DVB-T2-HD Fernseher oder Receiver
  • altes TV-Gerät nachrüsten mit Set-Top-Box (ca. 20 Euro)
  • Zimmer-, Dach-, oder Außenantenne (ab 10 / ab 30 Euro)
  • DVB-T2-HD Fernseher oder Receiver
  • altes TV-Gerät nachrüsten mit Set-Top-Box (ca. 20 Euro)
  • Zimmer-, Dach-, oder Außenantenne (ab 10 / ab 30 Euro)
  • im Abonnement bei
  • (ca. 80 Euro) oder alternativ Receiver mit eingebautem CI+ Modul ab ca. 70 Euro
DVB-T2-HD-Kosten für den Empfang
  • durch Rundfunkgebühren abgedeckt
  • 69 Euro pro Jahr oder 5,75 Euro monatlich

Alle Infos zu den verfügbaren Sendern von freenet TV und DVB-T2 erhaltet ihr im verlinkten Artikel.

Je nach Empfang und Signalstärke kann eine Antenne nützlich sein. Hierbei ist die Zimmerantenne die kostengünstigste Variante, sie ist ab 10 Euro zu haben. Da die privaten Sender seit Juli 2017 dechiffriert werden, braucht ihr das entsprechende Entschlüsselungsmodul. Dieses kann in geeignete Receiver und TV-Geräte eingesteckt werden, allerdings belaufen sich die Kosten für Modul und Smartcard auf circa 80 Euro.

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Ein Receiver, der das Entschlüsselungsmodul schon eingebaut hat, ist für rund 70 Euro erhältlich. Der hat Zugriff auf den neuen Antennen-Standard sowie verschiedene TV-Apps, Mediatheken und weitere Fernsehsender.

Ihr könnt aber auch zum greifen, das neben dem Full-HD-Receiver auch eine aktive Antenne enthält und den deutschen Standard HEVC/H.265 entschlüsseln kann.

DVB-T2-Kosten des terristrischen HD-Fernsehens bei freenet TV

Seit wann ihr DVB-T2 HD in Deutschland empfangen könnt, haben wir euch unter dem Link verraten. Durch DVB-T2 HD wird das Programm mit mehr Bildpunkten und einer höheren Bildwiederholrate übertragen. Aber ist die sogenannte zweite Generation des neuen Übertragungsstandards mit besserer Qualität kostenlos?

  • Die öffentlich-rechtlichen Sender gibt es auch per DVB-T2 auch in HD-Auflösung „kostenlos“. Das bedeutet, dass keine Zusatzkosten entstehen, denn der Beitrag für den Empfang der TV-Sender finanziert sich über die Haushaltsabgabe (ehemals GEZ genannt).
  • Der Dienstleister, der euch die Privatsender auf euren Fernseher überträgt, heißt in Deutschland . Nach einer kostenfreien Testphase ist der Empfang der Privatsender in HD-Qualität kostenpflichtig. Seit 1. Juli 2017 werden Sender wie ProSieben, RTL, Sat.1 oder Kabel Eins ausschließlich verschlüsselt übertragen und verursachen monatliche Gebühren ähnlich wie bei HD+ per Satellit. Wollt ihr dann die Sender der RTL- und ProSiebenSat.1-Gruppe sehen, müsst ihr 69 Euro im Jahr, also ca. 5,75 Euro im Monat zahlen.
  • Voraussetzung für den Empfang der Privatsender ist allerdings ein CI-Slot für das .

DVB-T2 HD mit dem Xoro-Receiver empfangen *

Bleibt noch die Frage, ob die freenet-TV-Kosten pro Gerät oder Haushalt anfallen. Hier müssen wir Sparfüchse leider enttäuschen:

Wollt ihr weiterhin mit der Antenne euer Fernsehprogramm inklusive Privatsender empfangen, fallen die freenet-TV-Kosten pro Gerät an.

Mit welchen Apps ihr gratis Fernsehen könnt, verrät euch unsere Galerie:

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TV-Apps für Android: Kostenlos mit Tablet & Smartphone fernsehen.

Fazit und Alternative zu den DVB-T2-HD-Kosten

Besitzt ihr mehrere Fernseher oder wollt auch Fernsehen über das Internet sehen, ein Umstieg zu IP TV und Streaming-Anbietern wie Zattoo oder Magine TV eine Überlegung wert. Dort können schon ab circa 5 Euro bis zu 5 Geräte das TV-Programm der HD-Sender streamen. Mehr zu den Paketen und Preisen erfahrt ihr in unserem Artikel Magine TV: Kosten und Zahlungsmethoden im Überblick. Entscheidet ihr euch nach der Einführung gegen das freenet TV-Abo, könnt ihr es mit einer Kündigungsfrist von zwei Kalenderwochen schriftlich zum Monatsende kündigen.

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Im Video seht ihr, wie einfach Fernsehen mit Magine TV funktioniert und welche Features euch geboten werden:

Magine TV.

Wir zeigen euch an anderer Stelle noch genauer, wie ihr weiterhin Antennenfernsehen nutzen könnt.

Auch die grüne Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner findet den Preis für DVB-T2 HD unangemessen:

„Sicherlich kostet diese Technologie die privaten Fernsehveranstalter Geld – bei werbefinanziertem Fernsehen erscheint der Jahrespreis von 69 Euro aber dann doch recht hoch. Hinzu kommen für die Zuschauerinnen und Zuschauer noch Kosten für Fernsehgerät, Entschlüsselungstechnik und Receiver.“

Und tatsächlich könnt ihr in der Regel nicht einfach den neuen Tuner in euren Smart-TV einbauen und euer alter DVB-T-Receiver kann den neuen Codec HEVC/H.265 nicht entschlüsseln. Lest bei uns, was ihr beim Kauf eines DVB-T2-Receivers beachten solltet.

DVB-T2-HD-Frequenzen

Seit dem 29. März 2017 empfangt ihr mehr Programme der ARD als bisher über das terrestrische Digitalfernsehen. Außerdem senden die ARD und alle ihrer Partnerprogramme erstmals in Full HD (1080p50):

  • Das Erste
  • ONE (das ehemalige Einsfestival)
  • tagesschau 24
  • 3sat
  • ARTE
  • KiKA
  • phoenix

Je nach Bundesland werden bis zu sieben weitere Programme angeboten. (Quelle: presseportal.de)

Mit der DVB-T-Abschaltung und der Versteigerung der Frequenzen des 700-MHz-Blocks unter den Mobilfunkbetreibern musste umgeplant werden. Der Rundfunk-Frequenzblock wurde in diesem Bereich neu vergeben und die Kanäle 49-60 wurden neu belegt. Schon im Jahr 2015 wurden die Frequenzen im mobilen Breitband nach 16 Auktionstagen zwischen der Vodafone GmbH, der Telekom Deutschland GmbH und der Telefónica Deutschland GmbH & Co. OHG aufgeteilt (Quelle: bundesnetzagentur.de). Für DVB-T2 sind die Frequenzbereiche von 470-690 MHz reserviert. Seit 2017 gibt es DVB-T LTE auf dem Frequenzbereich 700 MHz mit DVB-T2-HD-Antenne zu empfangen. Die aktuelle ARD-, ZDF- oder RTL-Frequenz seht ihr auf der Webseite von TechniSat.

Welche Möglichkeiten es gibt, Fernsehsender im Live-Stream anzuschauen, erfahrt ihr in dieser Galerie:

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TV-Sender im Live-Stream empfangen: Auf diesen Wegen geht es.

Angeblich könnt ihr vielleicht bald mit eurem Smartphone DVB-T2 HD empfangen. Die App des WDR und des Instituts für Rundfunktechnik wurde allerdings bereits auf der IFA 2016 vorgestellt. Sie sollte das hochaufgelöste Programm der TV-Sender auf euer Android-Gerät holen. Voraussetzung ist allerdings ein , der an euer Gerät angeschlossen wird. Läuft DVB-T2 HD nicht direkt, kann ein Update der Software notwendig sein, um den H.265-Standard zu unterstützen. Ob die App definitiv über den Play-Store erhältlich sein wird, steht allerdings noch nicht fest. (Quelle: irt.de)

Bildquellen: Jacomo via Shutterstock

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