Fernsehen auf iPad und iPhone: Die Optionen ab Ende März

Sebastian Trepesch 1

Mit der Umstellung von DVB-T auf DVB-T2 HD werden die bisherigen kleinen TV-Receiver für iPhone und iPad, ob WLAN-Produkt oder Lightning-Stick, funktionslos. Wir erklären, welche Alternativen es für den Fernsehempfang gibt.

Fernsehen auf iPad und iPhone: Die Optionen ab Ende März

Die Umstellung des Standards dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben – genaueres siehe in unserem Überblick zu DVB-T2 HD und freenet TV. Gerade auf dem iPad ist Videos anschauen, ob von YouTube, Facebook, Netflix oder eben Fernsehstationen, sehr beliebt. Auch ohne DVB-T gibt es zukünftig TV-Optionen, wenngleich sie teilweise teurer als bisher kommen.

DVB-T2 HD mit freenet TV für iPad und iPhone: noch nicht verfügbar

Der Nachfolgestandard DVB-T2 HD braucht wegen der höheren Auflösung und des Codecs H.265 deutlich leistungsfähigere Hardware. Aktuell gibt es noch keine Empfangssticks für iOS. Ein Receiver, der die öffentlich-rechtlichen Sender empfängt, soll in ein paar Wochen erscheinen. Die Privatsender, zukünftig unter dem Namen freenet TV vertrieben, werden wohl erst am Sommer 2017 mit einem entsprechenden Stick entschlüsselt werden können.

Vorteile:

  • Gute Bildqualität (bis zu 1080p50)
  • Geringe zeitliche Verzögerung
  • Keine Internetverbindung notwendig
  • Keine Belastung des Netzwerks

Nachteile:

  • DVB-T2 HD nicht überall verfügbar
  • Abogebühr für Privatsender
  • Hardware und Abo pro TV-Gerät notwendig

Kosten:

  • Kosten der Hardware: (aktuell noch keine Produkte verfügbar)
  • Kosten des Abos: 5,75 Euro pro Monat pro Gerät für freenet TV; öffentlich-rechtliche Sender kostenlos

Aufgrund der fehlenden Hardware ist DVB-T2 HD für iPhone und iPad aktuell noch keine Option.

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Was ist DVB-T2 HD?

Fernsehen auf iPhone und iPad mit Internetstreams

Das Streaming-Angebot ist in den letzten Jahren und Monaten stark gewachsen. Fast alle wichtigen Dienste und Sender bieten Apps für iPhone und iPad an. Qualität und Kosten sind stark vom jeweiligen Dienst, der App sowie dem TV-Sender abhängig.

Vorteile:

  • Gute Bildqualität (meist bis zu 1080p30, selten 1080p50 )
  • Teilweise kostenlos
  • Auf mehreren Geräten nutzbar
  • Kein DVB-T2-HD-Empfang notwendig
  • Keine zusätzliche Empfangshardware für iOS notwendig

Nachteile:

  • Bildqualität teilweise mäßig
  • Abogebühren
  • Gute Internetverbindung notwendig
  • Mobil viel Datenvolumen notwendig
  • Zeitliche Verzögerung des Signals meist 20 bis 45 Sekunden

Kosten:

  • Kosten der Hardware: –
  • Kosten des Abos: meist 5 - 10 Euro pro Monat; öffentlich-rechtliche Sender kostenlos

Zu den etablierten Anbietern mit einem Komplettpaket inklusive Privatsender zählen Zattoo und Magine TV. Günstiger kommt Live TV, das aber nur freie Streams anbietet. Wer gänzlich kostenlos Fernsehen auf iPad und iPhone nutzen möchte, installiert sich am besten die Apps der gewünschten Sender. Die Streams von Das Erste und ZDF sowie zugehörigen Sendern bieten eine gute Qualität. Bei Privatsendern wird teilweise eine Registrierung oder sogar Abo notwendig. Mehr zu TV-Apps folgt auf GIGA in Kürze.

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Weitere Alternativen zu DVB-T2 HD und freenet TV für iOS

Wer auf Live-TV verzichten kann, bekommt einerseits über die Mediatheken der Sender die meisten Sendungen im Nachgang. Aufnahmedienste wie YouTV und Save.TV ermöglichen es, (beliebige) ausgestrahlte Sendungen aufzunehmen und dann herunterzuladen oder zu streamen.

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Wer in erster Linie zu Hause auf iPhone und iPad fernsehen möchte, dem steht eine weitere Option für Live-TV offen. Notwendig ist hierfür entweder ein Satelliten- oder ein Kabelanschluss. Mit entsprechenden Receivern lässt sich das Signal in das Hausnetz einspeisen und über Medienplayer-Apps auf iPhone und iPad aufrufen.

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Fazit: DVB-T war eine gute „Biergarten-Lösung“ für das iPad, ein Fußballspiel konnte so auf der freien Wiese wunderbar angesehen werden. Das geht ab Ende März – zumindest vorübergehend – nur mit einem Mobilfunkvertrag mit viel Datenvolumen. Wer häufig TV auf den iOS-Geräten sieht, wird sich ein Abo von einem der oben genannten Dienste leisten (müssen).

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