E-Sport: In Russland wieder eine offizielle Sportart

Marco Schabel

In Deutschland beginnen seit einiger Zeit langsam die Diskussionen um eine staatliche Anerkennung des E-Sport. In Russland wurde das professionelle Videospielen bereits zum zweiten Mal offiziell zum Sport erklärt.

GIGA Glorious: Die Geschichte des E-Sports.

Sind E-Sportler tatsächlich Sportler? Diese Frage spaltet bereits seit einigen Jahren die Gemüter vor allem, wenn es um die Zulassung zu den Olympischen Spielen geht, die zuletzt vom Call of Duty-Studio Treyarch angestrebt wurde. National werden Videospieler bereits in 60 Ländern als Sportler betrachtet und zum Teil sogar staatlich gefördert, allerdings nicht in Deutschland. Hier wird derzeit im Landesparlament Berlin debattiert, allerdings mit einem noch ungewissen Ausgang, während Fußballverein Schalke 04 eine eigene E-Sport-Abteilung gegründet hat. Gewiss ist allerdings, dass Russland bereits einen Schritt weiter ist.

ELEAGUE: CS:GO E-Sport-Turnier im Live-Stream und auf ProSieben Maxx*

Dort wurde der E-Sport jetzt bereits zum zweiten Mal mit Wirkung zum 17. Juni zum offiziellen Sport ernannt. Das bedeutet, dass ihr zum Beispiel als deutsche Spieler die Möglichkeit habt, wie auch in den USA, ein Athletenvisum und somit eine Einreisegenehmigung zu Turnieren zu erhalten. Das russische Sportministerium hat damit eine Entscheidung aus dem Jahr 2006 gekippt. Damals wurde E-Sport nach gerade einmal 5 Jahren wieder aus dem Reigen der anerkannten Sportarten entfernt.

Neben Russland gilt in und um Europa der E-Sport auch in Frankreich, Schweden oder Bulgarien als anerkannter Sport, was neben den Visa auch steuerrechtliche Vorteile hat und die „Athleten“ für Fördergelder qualifiziert. Russland war 2001 eines der weltweit ersten Länder, das diesen Status an den E-Sport verliehen hat. Warum das professionelle Videospielen so populär ist, zeigte schon vor einem Jahr eine Studie zum Thema.

Hier könnt ihr den beliebten E-Sport-Titel League of Legends kaufen*

Hat dir dieser Artikel gefallen? Schreib es uns in die Kommentare oder teile den Artikel. Wir freuen uns auf deine Meinung - und natürlich darfst du uns gerne auf Facebook oder Twitter folgen.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung