Während Videospiele und E-Sport in Deutschland immer noch nicht in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind, wurde in China jetzt eine Offensive gestartet. Dort kannst Du bald „Kompetitive Videospiele“ an der Universität studieren.

 

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GIGA Glorious: Die Geschichte des E-Sports

Während in vielen Ländern noch darüber diskutiert wird, ob E-Sport als eine richtige Sportart angesehen werden soll, geht China bereits in die Offensive. Ab nächstes Jahr kannst Du dort an einer Universität einen Abschluss in „Kompetitiven Videospielen“ machen, mit anderen Worten: Du erhältst ein Diplom als E-Sportler.

Bereits im vergangenen Monat hat die chinesische Regierung E-Sport als eines von 13 neuen Hauptfächern zugelassen, die in den Universitäten des Landes unterrichtet werden dürfen. Als erste Hochschule hat sich jetzt das Hunan Sports Vocational College dem neuen Fach angenommen und eine Klasse für 40 Studenten ins Leben gerufen. Der Beginn des ersten Semesters ist für den Herbst 2017 geplant. Der Unterrichtsinhalt beschäftigt sich unter anderem mit Team-Management, Daten-Analyse, Taktik-Design, Coaching und Moderation. Dazu werden die Studenten Seminare über Recht, Computerwissenschaft, Englischunterricht und spezielle Kurse für Sportmanagement absolvieren müssen.

Ziel des neuen Studienfaches ist dabei nicht nur das Vermitteln von Wissen, sondern auch die Entstigmatisierung in der Gesellschaft. Trotz aller Anerkennungen gelten Videospiele und speziell E-Sport auch im Reich der Mitte weiterhin als Suchtgefahr. Es gibt sogar spezielle Camps für videospielsüchtige Chinesen, in welchen diese – trotz eines Verbots – mitunter mit Elektroschocks behandelt werden.

In Deutschland hat zuletzt der FC Schalke 04 für Aufsehen gesorgt, als er seine neue E-Sport-Abteilung vorstellte.

 Quelle: The Nanfang

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Marco Schabel
Marco Schabel, GIGA-Experte.

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