Olympia-Präsident will keine „Killerspiele“ als Sportdisziplin haben

Daniel Kirschey 11

Nach Thomas Bach, dem Chef des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), passen Killerspiele einfach nicht mit den olympischen Werten zusammen.

Da ist es wieder, dieses Wort „Killerspiele“, das meistens offenbart, wie wenig Ahnung jemand von Videospielen hat. In Deutschland lange von einigen Politikern im Munde herumgetragen, fällt es nun im Zusammenhang von E-Sport und den Olympischen Spielen. Der Chef des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) Thomas Bach benutzt es, um zu erklären, warum E-Sport seiner Meinung nach nicht olympisch ist.

Ist PUBG für Thomas Bach auch ein Killerspiel? Das hält zumindest der Schöpfer des Spiels von den deutsche Zockern:

PGI 2018: Brendan Greene über die deutschen PUBG-Fans.

Während der Asienspiele, sportliche Wettkämpfe asiatischer Staaten, interviewte The Associated Press den Chef des IOC. Im Gespräch gab Bach einige Gründe an, warum seiner Meinung E-Sport in den Olympischen Spielen noch nichts verloren habe:

„Wir können im olympischen Programm kein Spiel haben, dass Gewalt und Diskriminierung fördert. Sogenannte Killerspiele. Sie stehen im Gegensatz zu unseren olympischen Werten und können deshalb nicht akzeptiert werden. Natürlich hat jeder Kampfsport seine Wurzeln in realen Kämpfen zwischen Menschen. Aber Sport ist der zivilisierte Ausdruck davon. Wenn es in Videospielen darum geht, jemanden umzubringen, dann kann das nicht mit unseren olympischen Werten in Übereinstimmung gebracht werden.“

Damit ist zumindest für Spiele wie Counter-Strike: Global Offensive, League of Legends, Dota 2, Starcraft 2 und Overwatch der Einzug als olympischen Disziplin erst einmal unwahrscheinlich. Für nicht gewalttätigen Titel wie Hearthstone und Rocket League, sieht es damit wohl besser aus.

Damit schlägt Thomas Bach, der 1976 im Fechten mit dem Florett eine Goldmedaille gewann, die Tür für viele Spiele zu. Mit einem Florett, Säbel oder Degen auf den Gegner einzuhauen, Box-, Judo- und Ringkämpfe auszutragen, Schießen mit Pistole oder Bogen sind für Thomas Bach damit weniger gewalthaltig als einem Gegner mit einer virtuellen Waffe in den virtuellen Avatar zu schießen.

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Was hältst du von den Aussagen des Chefs des Internationalen Olympischen Komitees? Trifft Thomas Bach nach deiner Meinung einen Punkt oder verkennt er vollkommen, um was es in Videospielen eigentlich geht? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.

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