Cryptokitties züchten: Kann man wirklich damit Geld verdienen?

Selim Baykara

Cryptokitties sind der neueste Schrei unter Blockchain-Anhängern. In dem Online-Spiel kann man virtuelle Katzen mit Kryptowährung kaufen, neue Exemplare züchten und diese gewinnbringend weiterverkaufen. Wir erklären wie das funktioniert und verraten, ob man wirklich damit reich werden kann.

Kryptowährungen sind für viele Leute immer noch ein Buch mit sieben Siegeln. Wie könnte man die komplizierte Technik der breiten Masse zugänglich machen? Ganz einfach: Mit Katzen – schließlich mögen alle die pelzigen Begleiter. Aus dieser Idee heraus entstanden die Cryptokitties, inzwischen ist ein regelrechter Hype um die virtuellen Stubentiger ausgebrochen.

Cryptokitties: So funktionieren die virtuellen Haustiere

Cryptokitties ist ein Online-Spiel, bei dem ihr auf der Webseite virtuelle Katzen mit der Kryptowährung Ethereum kaufen könnt. Nach dem Kauf könnt ihr die Kätzchen miteinander paaren, wozu ihr ebenfalls Ether braucht. Durch die Kreuzung entstehen Nachkommen mit besonderen Eigenschaften.

Die Regeln des Spiels sind eigentlich recht einfach:

  1. Jede Kryptokatze ist einmalig und hat verschiedene Eigenschaften, die sie an ihre Nachkommen weitergibt.
  2. Je seltener die Eigenschaft, desto mehr wert ist die Katze.
  3. Ziel des Spiels ist es, durch Kreuzung Cryptokitties mit besonders seltenen Eigenschaften zu züchten. Diese kann man dann (zumindest theoretisch) mit hohem Gewinn verkaufen.
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Verrückte Kryptowährungen: Diese Coins gibt es wirklich.

Das braucht ihr um Cryptokitties zu kaufen

Wenn ihr in die Kryptokatzenzucht einsteigen wollt, braucht es nicht viel:

  • Computer mit Chrome oder Firefox-Browser
  • Digitales Wallet
  • Ethereum

Das Wallet wird dazu verwendet, eure Kryptowährung aufzubewahren. Im Prinzip funktioniert es ähnlich wie ein Bankkonto, mit dem ihr einzahlen und abheben könnt. In unseren Guides zeigen wir euch einige empfehlenswerte Software Wallets und erklären den Unterschied zwischen Cold und Hot Wallets.

Außerdem benötigt ihr natürlich virtuelle Währung, in diesem Fall Ethereum. Dazu nehmt ihr echtes Geld, sogenanntes Fiatgeld und konvertiert es auf einer der vielen Kryptotauschbörsen in Ethereum. Mit diesem Geld könnt ihr dann eure erste Kryptokatze kaufen.

Im ausführlichen FAQ von Kryptokitties wird der Vorgang im Detail erklärt.

Wie teuer sind Kryptokitties?

Die Preise der Kryptokatzen unterscheiden sich, je nachdem wie selten die Eigenschaften der Katze sind. Preiswerte Kryptokitties kosten nur wenige Euro. Wer etwas ausgefallenere Exemplare will, muss aber auch schon einmal mit 50 Euro und mehr rechnen. Die teuersten Katzen erzielen Preise jenseits der 100.000 Euro. Auch das Züchten neuer Katzen kostet Geld. Pro Paarung werden etwa 0,015 Ether fällig, das entspricht rund 5,70 Euro.

Mit der Kryptowährung Bitcoin könnt ihr auch eure Rechnungen bezahlen. Schaut euch das Video dazu an:

Lamium: Rechnungen in Bitcoins bezahlen - so funktioniert's.

Kann man mit dem Züchten von Cryptokitties reich werden?

Bleibt die Frage: Kann man mit dem Züchten und Verkaufen der virtuellen Schoßtiere wirklich Geld machen? Im Netz finden sich zwar Geschichten von Leuten, die tausende von Dollar mit Cryptokitties gemacht haben, allerdings handelt es sich dabei meist um Krypto-Profis, die schon etliche Erfahrung im Handel mit Kryptowährungen haben.

Dazu kommt, dass der ganz große Hype um Ethereum und Co. erst einmal abgeflaut ist. Die besten Preise erzielten die Katzen zum Jahresende 2017, als der Kryptohype seinen (vorläufigen) Höhepunkt erreichte. Seitdem sind die Preise deutlich gefallen, das schnelle Geld werdet ihr mit den virtuellen Samtpfoten derzeit also vermutlich nicht machen. Falls ihr sowieso eher eine Hundeperson seid, solltet ihr euch stattdessen mal Dogecoin anschauen.

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