Bislang kommen Handysünder hinter dem Lenkrad noch glimpflich davon. Geht es nach dem Willen prominenter Verkehrspolitiker, soll damit aber bald Schluss sein. Von einem Monat Fahrverbot und einem höheren Bußgeld ist die Rede. 

Jedes Jahr verlieren auf deutschen Straßen tausende Menschen ihr Leben. Nicht selten tragen Mobiltelefone die Schuld, die Autofahrer während der Fahrt ablenken und somit das Unfallrisiko enorm steigern. Wer mit dem Handy in der Hand am Steuer erwischt wird, zahlt bislang 60 Euro Bußgeld und handelt sich zudem einen Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei ein. Die milden Strafen könnten bald aber der Vergangenheit angehören, berichtet das Handelsblatt.

Verkehrspolitiker und die Polizeigewerkschaft fordern ein härteres Durchgreifen. „Die Nutzung von Handy oder Tablet am Steuer sollte meiner Meinung nach mit einem Monat Fahrverbot geahndet werden“, so der SPD-Verkehrsexperte Martin Bukert. Ein höheres Bußgeld verlangt hingegen Rainer Wendt von der deutschen Polizeigewerkschaft: „Wir sollten zum Punkteeintrag ein Bußgeld von mindestens 180 Euro und ein vierwöchiges Fahrverbot aussprechen, das ist die richtige Antwort auf diesen lebensgefährlichen Leichtsinn.“

Technologische Innovationen zur Unfallvermeidung

In die gleiche Kerbe schlägt auch Ulrich Lange, der verkehrspolitische Sprecher der Bundestagsfraktion der Union, fordert aber gleichzeitig auch technologische Anpassungen: „Zur Unfallvermeidung sollten zukünftig verstärkt innovative Technologien eingesetzt werden“, so der 47-jährige. „Lkws brauchen automatische Notbremssysteme für das Stauende oder Abbiegeassistenten gegen den toten Winkel.“

Ob die Strafen für Handy am Steuer tatsächlich angehoben werden, zeigt sich frühestens Anfang September. Erst dann kommt der Bundestag aus der Sommerpause.

Quelle: Handelsblatt 

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