Adobe Flash Professional CS5: Zehn Neuerungen im Detail

Thomas Konrad

Auch der Animations- und Grafik-Software Flash Professional, die sich in der neuen Creative Suite 5 befindet, haben die Adobe-Entwickler einige neue Funktionen spendiert. Von neuen Werkzeugen über eine verbesserte Videofunktion bis hin zu neuen Möglichkeiten bei der Entwicklung von Flash-Inhalten für Mobiltelefone. Einige dieser Funktionen hat sich macmagazin.de angeschaut und fasst zehn Neuerungen im zweiten Teil der CS5-Serie zusammen.

Flash

Im ersten Teil haben wir uns übrigens das Programm Illustrator CS5 einmal näher angesehen und zehn neue Funktionen vorgestellt.

Deko-Werkzeuge

Deko-Werkzeuge

Mithilfe neuer Pinsel lassen sich innerhalb kurzer Zeit in Flash Professional CS5* dekorative Animationseffekte erstellen. Neben Pinsel für das schnelle Erschaffen von Häusern, gehen auch Pflanzen, Bäume, Blitze und Flammen leicht von der Hand. Naturanimationen sorgen für realistische Effekte beispielsweise bei Rauch und Feuer.

Verbesserte Videofunktionen

Video
Flash hat zwar nicht ganz so vielfältige Neuerungen erfahren bei Illustrator, einige Bereiche der Software haben die Entwickler aber merklich weiterentwickelt. So auch den Umgang mit Videos: Sie lassen sich einfacher in Projekte einbinden. Außerdem hilft ein neuer Inspektor, die Eigenschaften von Cue-Points übersichtlicher zu verwalten. Cue-Points sind Markierungen in Flash, an denen bestimmte Aktionen ausgeführt werden. Man definiert sie mit ActionScript.

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Adobe Device Central

Angekündigt hatten die Entwickler die Funktion, in CS5 aus Flash-Code iPhone Apps zu erstellen. Nutzen kann sie jedoch niemand, Apple hat die Richtlinien für das iPhone SDK 4 geändert und verbietet das Konvertieren von „Fremd“-Code in ein iPhone-Programm. Adobe hat mittlerweile bekannt gegeben, die Funktion zwar nicht zu entfernen, ihre Weiterentwicklung jedoch einzustellen (wir berichteten). Android-Handys wie das Google Nexus One hingegen sind Flash-fähig: Sie können Flash-Applikationen ausführen. Adobe AIR macht aus Flash-Projekten Desktop-Programme. In Adobe Device Central können Entwickler ihre Projekte schon im Voraus testen.

Neue Attribute für das Bone-Werkzeug

Ein Haupteinsatzzweck für Flash sind Animationen. Das Bone-Werkzeug, mit dem man beispielsweise Gelenke simulieren kann, ist nun mit neuen Attributen wie „Sprungfeder“ ausgestattet. Ein Video der video2brain-Serie zeigt, wie man mithilfe von virtuellen Federn und der Einstellung unterschiedlicher Feder-Härten realistisch wirkende Animationen erzeugt.

Code-Fragmente

Code-Snippets.

Die Entwickler haben Flash Professional ein neues Bedienfeld spendiert: Anwender können hier aus zahlreichen vorgefertigten ActionScript-Fragmenten auswählen, um noch schneller ans Ziel zu gelangen. Die Cobe-Vorlagen helfen unter anderem dabei, eine schnelle Navigation durch ein Flash-Projekt zu erstellen. Im Bild sieht man beispielsweise Befehle, um zum nächsten, vorigen und beliebigen Frame zu gelangen und dieses abzuspielen. Ergänzen muss man je nach Code-Auswahl lediglich den Namen eines Frames, sofern keine Reihenfolge vorhanden ist. Auch Animationsbeispiele finden sich in den Code-Fragmenten.

Neue Text-Engine

Text Engine TLF

Typographie in Druckqualität, das verspricht Adobe in Flash Professional CS5. Ein neues „Text Layout Framework“, kurz TLF, soll dies ermöglichen. Texte lassen sich in mehrere Spalten aufteilen, Textabstände zum Rand  einer Textbox festlegen. Ähnlich wie in Pages kann man mehrere Textboxen miteinander verbinden. Zu langer Text fließt automatisch in die nächste, verbundene Textbox. Auch Ligaturen für ein ästhetischeres Erscheinungsbild der Texte lassen sich hinzufügen.

Erweiterter ActionScript-Editor

AS-Editor

ActionScript ist Adobes Programmiersprache, die in Flash, AIR und Plex zum Einsatz kommt. Mit ihr lassen sich auch komplexere Programme erstellen, die über das Darstellen von Inhalten hinausgehen. In Flash der CS5 haben die Entwickler einen neuen Editor integriert: Er vervollständigt Code bei der Eingabe und liefert Hinweise zu benutzerdefinierten Klassen.

Integration mit Adobe Flash Builder

FB und FP
Mit ActionScript hat auch eine weitere Neuerung zu tun: Adobes Flash Builder lässt sich nun als Schaltzentrale für ActionScript nutzen, der Import zwischen Flash Professional und dem Flash Builder ist nun effizienter als zuvor. Mithilfe des Flex-Frameworks kann man sogenannte Rich Internet Applications, also Web-Programme entwickeln und dabei Projekte aus anderen CS5-Programmen wie Flash Professional miteinbeziehen.

XML-basierte FLA-Quelldateien (XFL)

Mit dem Export von Flash-Projekten als XML-basierte Quelldateien im FLX-Format erleichtert Adobe die Versionskontrolle mit Versionskontrollsystemen. Außerdem soll dadurch die Zusammenarbeit an Quelldateien effizienter sein. Auch der Export in Flash-Projekte für die CS 4 ist vorhanden.

Integration innerhalb der Creative Suite 5

Insgesamt hat Adobe das Zusammenarbeiten aller CS5 Programme verbessert, Import und Export untereinander erleichtert. So ist auch Flash Professional enger an andere Adobe-Programme gekoppelt. Beispielsweise lassen sich laut Adobe auch Projekte aus Photoshop und Illustrator in Flash Professional für eine Weiterbearbeitung importieren.

Weitere Informationen zu Flash Professional CS5* findet man auf den Hersteller-Webseiten. Die Creative Suite 5 soll ab Mitte Mai im Handel erhältlich sein und setzt als Minimum Mac OS X 10.5.7 voraus.
Die Adobe Creative Suite 5 Master Collection* wird 3688 Euro kosten, die Adobe Creative Suite 5 Design Premium* 2736 Euro, die Adobe Creative Suite 5 Web Premium* 2379 Euro, die Adobe Creative Suite 5 Production Premium* 2498 Euro und die Adobe Creative Suite 5 Design Standard* 2022 Euro.

Externe Links

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