Abgefahren oder gruselig? Dieses Headset liest deine Gedanken

Johann Philipp

Eindeutig gruselig, was Forscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelt haben. Das Headset mit Namen „AlterEgo“ erkennt Wörter, bevor man sie ausspricht und redet mit dem Träger, ohne dass ein anderer etwas mitbekommt.

Headset misst Signale im Kiefer und erkennt Wörter

Irgendwann musste dieser Tag ja kommen. Der Tag, an dem Maschinen unsere Gedanken lesen. Ganz so weit sind wir zum Glück zwar noch nicht – aber nah dran: Forscher am renommierten MIT stellen eine Klammer vor, die Signale im Kiefer misst und damit weiß, was man sagen möchte, schon bevor man es ausspricht. Wie funktioniert das?

Wenn man einen Satz im Kopf formuliert, sendet das Gehirn Signale an Mund und Kiefer. Diese Signale kann das Headset interpretieren und in Wörter umwandeln. In einem ersten Test mit zehn Probanden erkannte das Gerät die Wörter mit einer Genauigkeit von 92 Prozent.

Doch damit nicht genug, die weiße Klammer kann auch mit dem Träger kommunizieren, ohne dass jemand etwas mitbekommt. Diese Technik ist zwar nicht ganz so neu, aber trotzdem beeindruckend: Über Schwingungen der Knochen im Gesicht leitet das Headset Geräusche ans Ohr weiter. Man kann ohne einen klassischen Lautsprecher alles verstehen, eine Person, die direkt neben einem steht, hört nichts.

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Den Fernseher mit seinen Gedanken steuern

Die Einsatzmöglichkeiten für dieses Headset sind unbegrenzt. Kann man seinen Fernseher mit den Gedanken steuern? Ja! Oder auch beim Einkaufen die Preise zusammenrechnen, beim Schach betrügen und für die nächste Klausur wäre das Ding bestimmt auch hilfreich. Telefonieren soll auch möglich sein, ohne das jemand zuhört – wie praktisch. Es könnte einem den Namen des alten Schulfreundes verraten, den man gerade seit langer Zeit wiedersieht und Menschen mit Sprachstörungen helfen. Ob das Headset die nötige Verbindung zum Internet mit einem verbundenen Smartphone herstellt oder auch autark funktioniert, ist bisher nicht bekannt.

„Das Ziel von AlterEgo ist es, Menschen kognitiv zu erweitern“, schreibt das MIT. „Die Art und Weise, wie Menschen miteinander kommunizieren, zu verändern und einen diskreten Zugang zu Informationen zu ermöglichen.“

Der nächste Schritt zur vollständigen Gedankenkontrolle scheint nicht mehr weit. Würdet ihr so ein Gerät ausprobieren?

Quelle: MIT

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