Cyborg-Forschung: Diese Roboterarme sollen deinen Körper erweitern

Stefan Bubeck

Japanische Forscher haben ein extremes Wearable vorgestellt, das den Träger mit zwei zusätzlichen Armen zu Dr. Octopus macht. Ist das komplett verrückt oder vielleicht doch ein Ausblick auf die Menschheit der Zukunft?

Wie sieht der Mensch in Zukunft aus? Werden wir eine Mischung aus Lebewesen und Maschine, ausgestattet mit Superkräften, Super-Blick und Super-Intelligenz? Oder bleiben wir, wie wir sind – stecken aber komplett in technischer Ausrüstung wie Iron Man? Auf der Technologiemesse SIGGRAPH 2017 in Los Angeles haben nun japanische Forscher des Inami Hiyama Laboratory ein Wearable namens MetaLimbs vorgestellt. Was wir im Video demonstriert bekommen, erinnert stark an Dr. Octopus (gespielt von Alfred Molina) aus dem Film Spiderman 2 (2004).

Metalimbs: Die Extra-Arme werden mit den Füßen gesteuert

Statt auf eine Hirn-Computer-Schnittstelle setzen die Entwickler bei der Steuerung der Metalimbs auf Sensoren an den Füßen und Knien des Trägers.

Die Bewegungen des Beins, des Fußes und der Zehen werden erfasst und mit dem jeweiligen Cyborg-Arm gemappt. So lassen sich Greifbewegungen ausführen, indem man die Zehen rollt. Um das Erlebnis perfekt zumachen, wurde auch an Force Feedback gedacht: Sensoren übersetzen Berührungen an den künstlichen Greifern in haptische Impulse am Fuß des Trägers. Natürlich lassen sich die Greifer auch durch Werkzeuge ersetzen, so kann statt einer künstlichen Hand auch ein Lötkolben angebracht werden.

Die Forscher versprechen, dass sich die Metalimbs-Benutzer an das neue „Body-Schema“ gewöhnen werden. Anders ausgedrückt: Das fühlt sich nach einiger Zeit nicht mehr so seltsam an.

Quellen: The Verge, SIGGRAPH Emerging Technologies

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