Smartphone auf dem Tisch, Konzentration im Eimer

Stefan Bubeck 4

Du musst lernen? Dein Prof will eine 20-seitige Hausarbeit bis morgen? Dann leg lieber das Smartphone weg, am besten gleich in einen anderen Raum. Forscher der University of Texas haben herausgefunden: Das Ding lenkt dich ab – auch wenn es nicht benutzt wird.

Alcatel A5 mit LED-Rückseite im Hands-On-Video.

In unseren Smartphones bündelt sich unser digitales Leben. Kamera, Fotos, Musik, Kontakte, WhatsApp und andere Messenger, das Wissen der Welt (Wikipedia), die neuesten Techniknachrichten (GIGA TECH) und vieles mehr: Ein einziges Stück Hardware vereint unzählige Funktionen im handlichen Format. Kein Wunder, dass wir es selten aus der Hand legen wollen. Sind wir alle handysüchtige Smombies? Kann schon sein, kommt wohl auf die Definition an. Was aber nun außer Frage steht, ist, dass Smartphones einen „kognitiven Kostenfaktor“ darstellen. Sie kosten uns Konzentration und Leistungsfähigkeit.

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Smartphone auf dem Tisch: Die geistige Leistung sinkt

Die Forscher haben 800 Smartphone-Besitzer knifflige Aufgaben lösen lassen. Zuvor wurden sie gebeten, ihr Handy entweder auf den Tisch zu legen (Display nach unten), in eine Tasche zu verstauen oder im Nebenraum abzulegen. Nach dem Test war klar: Die Gruppe mit Smartphone auf dem Tisch lieferte die schlechtesten Ergebnisse ab. Die Konzentration und geistige Leistungsfähigkeit wird offenbar durch das Gerät beeinträchtigt, dazu muss man es nicht einmal in der Hand halten. Die bloße sichtbare Anwesenheit des Smartphones hat bereits einen negativen Effekt.


Fazit der Wissenschaftler: „Die Anwesenheit des Smartphones bietet jederzeit den Zugriff auf Informationen, Unterhaltung, soziale Stimulation und mehr. Allerdings weisen unsere Forschungsergebnisse darauf hin, dass diese Vorteile und die Abhängigkeiten, die sie erzeugen, einen kognitiven Kostenfaktor mit sich bringen.“

Quellen: University of Texas via t3n

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