Wie in Star Wars: „No-Logram“ ist eine beeindruckende 3D-Videoprojektion

Johann Philipp

Der französische Künstler Joanie Lemercier arbeitet an einer Videoprojektion, die aussieht wie ein frei schwebendes Hologramm. Ein abgefahrenes Video zeigt die Technik in Aktion. Wie funktioniert das?

Filme wie Star Wars und I,Robot machen es vor: 3D-Hologramme von Menschen in Lebensgröße, die direkt vor uns stehen. Alles nur ferne Zukunft? Nicht unbedingt: Einem französischen Künstler ist es gelungen ein 3D-Modell frei im Raum schweben zu lassen. Das Ergebnis überzeugt.

Projektion passt sich Blickwinkel an

Die Technik basiert auf mehreren Hochleistungsbeamern und einem Motion-Tracking-System. Kameras und Sensoren sind an den Wänden und der Decke installiert und erkennen die Bewegungen des Betrachters. Die Beamer projizieren dabei nur ein 2D-Modell in den Raum und die Software verändert den Ausschnitt je nach Betrachtungswinkel der Person. Das System funktioniert so nahtlos und ohne Fehler, dass der Betrachter denkt, er hätte ein 3D-Modell vor sich.

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Künstler ist besessen von Projektion

Joanie Lemercier ist Künstler und zeigt seine Projektionen auf Festivals. Er sagt über sich selbst: „Ich bin besessen von Videoprojektionen seitdem ich das Hologramm von Prinzessin Leia (Hologramm im ersten Star Wars Film) das erste Mal gesehen habe“. Sein neues Projekt kommt seinem Vorbild ziemlich nah.

Eine große Schwäche bleibt jedoch

Das Video von den scheinbar frei schwebenden Objekten ist sehr beeindruckend, doch die Technik bringt einen entscheidenden Nachteil: Es kann sich immer nur eine Person gleichzeitig das Objekt ansehen. Die Sensoren erfassen nur diese Person und richten die Projektion nach ihr aus. Sobald mehrere Personen im Raum sind, funktioniert die Illusion nicht mehr.

Keine AR-Brille und kein Bildschirm notwendig

Lemercier ist es sehr wichtig, zwischen Hologramm und Projektion zu unterscheiden. Sein Projekt ist eine Projektion, weil neben den Beamern keine zusätzliche Hardware wie eine AR-Brille oder ein Bildschirm zum Betrachten notwendig ist. Das Objekt scheint frei im Raum zu schweben. Bei einem Hologramm werden einzelne Standbilder mit einem Laser auf einer Fotoplatte dargestellt.

Die Idee des Künstler ist sehr beeindruckend. Es bleibt abzuwarten, ob Lemercier bald eine neue Projektion vorstellt, die dann mehrere Personen gleichzeitig bestaunen können.

Quelle: Joanie Lemercier via: Engadget

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