Bester Prozessor: Kaufberatung CPUs für Gaming, Office & Co.

Johannes Kneussel 2

Welches ist der aktuell beste verfügbare Prozessor? Diese Frage lässt sich nicht so einfach beantworten, ist doch vor allem der Anwendungsbereich entscheidend für die richtige Wahl der CPU. Soll es ein Gaming-PC werden - oder nur einfache Textbearbeitung erledigt werden? Im Artikel findet ihr Tipps und Wissenswertes rund um den Prozessor-Kauf.

Bester Prozessor: Kaufberatung CPUs für Gaming, Office & Co.

Bester Prozessor: Den „einen“ besten Prozessor gibt es nicht

Den einen besten Prozessor für alle Anwendungsgebiete gibt es so sicherlich nicht. Je nachdem, was man mit einem Computer anstellen möchte, macht es Sinn, auf ein anderes Modell zurückzugreifen. Möchte man beispielsweise nur E-Mails schreiben und etwas surfen, kann man auf ein Einsteigermodell zurückgreifen - und auch auf die generell sehr günstigen AMD-CPUs. Möchte man hingegen sehr viel spielen und wenn möglich auch noch etwas übertakten, dann wird man um ein höher preisiges Model von Intel aktuell kaum herumkommen.

Noch mehr Kaufberatung findet ihr hier: Gaming-PC selbst zusammenstellen: Computer von 500 - 5.000 Euro

Schnell und Einfach: AMD oder Intel?

Die aktuelle i7-Generation von Intel

  • Bei den Intel-Prozessoren empfiehlt es sich, auf die aktuellste Version zu setzen. Das liegt daran, dass diese nicht nur (leicht) schneller als die Vorgänge sind, sondern auch energieeffizienter arbeiten, DDR4 unterstützen und einen generalüberholten Chipsatz mitbringen.
  • intel-cpu
    Intels aktuellste CPU-Generation setzt auf den Sockel 1151, für den aktuell zahlreiche verschiedene Modelle verfügbar sind.
  • Zu beachten sind hier neben der Anzahl der Kerne (zwei oder vier) auch die Suffixe K und T. Während K für einen freien Multiplikator steht und damit das Übertakten stark gegenüber Modell mit festem Multiplikator vereinfacht ist, sind Modell mit T auf einen besonderes niedrigen Stromverbrauch ausgelegt.
  • Zwei Kerne reichen für einfache Office-Aufgaben meist vollkommen aus, sind hier also die beste Wahl, während viele Spiele mittlerweile bereits Vorteile aus vier Prozessor-Kernen ziehen. Auch viele Multi-Media-Anwendungen profitieren von mehr Kernen. 
  • Möchte man also übertakten, bietet sich ein Modell mit dem K im Namen an, ist die jährliche Stromrechnung zu hoch, dann kann man zu einem T-Modell greifen. 

Und was ist mit AMD?

  • AMDs aktuelle Konkurrenz-Plattform arbeitet mit dem Sockel FM2+.
  • Die Modelle des einzigen großen Intel-Konkurrenten können allerdings in Sachen Leistung nicht mit Intels Varianten mithalten - sie sind (ganz grob) mit Intels i3-Varianten vergleichbar, also dem Einsteigersegment. 
  • Dafür weisen sie aber auch einen deutlich niedrigeren Preis auf.
  • Generell gilt, dass AMD aktuell nur für das absolute Einsteiger-Segment in Frage kommt.
  • Zwar gibt es auch Modelle mit bis zu acht Kernen und höheren Taktraten, die diese CPUs für Multimedia-Anwender interessant machen könnten, hier hat AMD allerdings mit der hohen Wärmeentwicklung zu kämpfen. Diese gehen teilweise über 200 Watt hinaus, deswegen können wir diese Modelle aktuell nicht empfehlen.
  • Interessant: Vor allem, wenn man nur ab und zu spielen will - ohne eine dedizierte Grafikkarte zu erwerben - sind AMDs CPUs teilweise die bessere Wahl, da sie generell über eine stärkere integrierte Grafikeinheit verfügen.

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Grundsätzlich gilt beim Kauf einer CPU übrigens immer: Kauft die Boxed-Version, keine Tray-Varianten. Sonst lauft ihr Gefahr, einen Rückläufer zu erwerben - oder später Probleme mit der Garantie zu bekommen. Außerdem ist bei den Boxed-Varianten auch meist ein (sehr einfach gehaltener) Kühler inklusive bereits aufgetragener Wärmeleitpaste dabei. 

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Kaufberatung CPUs für Gaming, Office & Co.

  • Im Bereich bis einhundert Euro findet man bei Intel die Pentium-G400-Reihe, das günstigste Modell G4400 , bringt aber genügend Leistung für Office und einige nicht ganz so anspruchsvolle Games mit, zwei Kerne mit je 3,3 GHz Takt sind in dieser Variante der Intel-Skylake-Generation verbaut.
  • Hat man etwas mehr Geld zur Verfügung, kann man auch die beiden Modelle G4500 und G4520 in Erwägung ziehen, die über etwas mehr Takt verfügen.

  • Im AMD-Lager ist in diesem Preissegment das Modell Athlon X4 860K interessant, welches für .
  • Soll es etwas mehr Takt für flüssigeres Spielen sein, dann kann man auf die Core-i3-Modelle von Intel zurückgreifen. Die Kosten belaufen sich auf 100 bis 180 Euro, je nach gewähltem Takt. Das Modell 6320 taktet so beispielsweise mit sehr schnellen 3,9 GHz. und . Mit nur zwei Kernen ist man hier für die Zukunft aber dennoch nicht allzu gut gerüstet - also vielleicht nicht die beste Wahl, wenn man auch in zwei Jahren noch aktuelle Titel spielen möchte.
  • Bei AMD gibt es in diesem Preisbereich . Der Takt ist ebenfalls recht hoch, dafür ist die Pro-Takt-Leistung deutlich schlechter als bei Intel. Hinzu kommt die höhere Wärmeabgabe.
  • Erst mit Core i5 gibt es die ersten Quad-Core-Prozessoren von Intel. Los geht der Spaß bei knapp 200 Euro. Wir empfehlen hier den i5-6500 mit vier Kernen, die jeweils mit 3,2 GHz arbeiten. Damit steht dem flüssigen Spielen von Games mit High-End-Grafik (die richtige Grafikkarte vorausgesetzt) auch nichts mehr im Wege. Kostenpunkt: .
  • Möchte man übertakten und das letzte Megahertz aus seinem Prozessor herauskitzeln, kann man je nach Geldbeutel auf die beiden K-Varianten der Skylake-Plattform zurückgreifen: Vom Preisleistungsverhältnis ist sicherlich der i5-6600k die beste Wahl: Er bringt vier Kerne mit je 3,5 GHz mit und , der i7-6700k stellt die aktuelle Speerspitze von Intel im Mainstream-Segment dar, ist allerdings mit einer UVP von 350 US-Dollar auch deutlich teurer - vor allem, da sich der tatsächliche Preis wegen der aktuellen Knappheit auf über 400 Euro eingependelt hat.
Schnell und Einfach: Übertakten.

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