E-Zigarette explodiert: Wie gefährlich sind elektrische Zigaretten? Neue Fälle

Christin Richter 14

E-Zigaretten schmecken nach Erdbeeren oder sogar Pizza und haben das Image, gesünder als Tabak zu sein. Nachdem auch in Deutschland eine E-Zigarette in einem E-Zigaretten-Shop explodierte, fragen sich immer mehr Verbraucher, wie gesundheitsschädlich Verdampfer und E-Liquid sind. Im nachfolgenden Ratgeber widmen wir uns diesem Thema und zeigen, welche Fälle es von detonierenden Elektro-Zigaretten gab.

E-Zigarette explodiert: Das sind die Schlagzeilen

In verschiedenen Medien wird von explodierenden E-Zigaretten berichtet und die Angst geschürt. Nicht nur in den USA und Kanada explodieren E-Zigaretten und stecken im Fall eines Mannes aus Florida sogar das Haus in Brand. Ein 20-jähriger Kölner erlitt im Januar 2016 schwere Brandverletzungen, nachdem er in einem Tabakgeschäft einen neuen Akku und Verdampfungskopf an sein Mittelstück der E-Zigarette gebaut hatte. Auch acht Zähne wurden Opfer der Detonation. Die Produkte seien legal verkauft worden, bei dem Mittelteil des Kunden handelte es sich allerdings um ein Plagiat. Billigprodukte aus China locken viele Raucher – da Originalprodukte über 100 Euro kosten können. Dies sollte in Relation betrachtet werden, denn hierbei handelt es sich bislang um den einzigen Fall in Deutschland und es sterben 110.000 Menschen jährlich an den direkten Folgen des Rauchens (Tabak).

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Auf diesem YouTube-Video befasst sich der Gesundheitsunternehmer und Apotheker Steffen Kuhnert ebenfalls mit dem Diskurs um die E-Zigaretten:

Mann verliert sieben Zähne, weil seine E-Zigarette explodiert

Laut Daily Mail kam es jetzt zu einem weiteren Vorfall, mit einem explodierenden „Vape Pen“. Dieser brachte den 30-jährigen Autoverkäufer Andrew Hall aus Idaho in die Notaufnahme. Die explodierende E-Zigarette verursachte Verbrennungen zweiten Grades, als sie ohne Vorwarnung in seinem Mund detonierte. Fotos des Opfers auf Facebook zeigen das zerstörte Eckteil des Keramik-Waschbeckens, Blutspritzer und Rußflecken in seinem Badezimmer. Hall möchte mit seinen Fotos andere Nutzer warnen und auf die Folgen aufmerksam machen. In der Regel sind überhitzte Akkus oft Ursache für solche Explosionen. In diesem Fall vermuten Dampfer hierzulande, „dass die Ausgasung das Verbindungsstück zum Tröpfler (ist auch abgebildet) zum Geschoss werden ließ, und das Ding landete dann in seinem Mund.“

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Ist eine E-Zigarette auch schädlich, wenn sie nicht explodiert?

In E-Zigaretten ist nikotinhaltiges Liquid optional, das bedeutet, sie funktionieren auch ohne Nikotin, hauptsächlich mit Propylenglykol, das als Nebel in Discotheken bekannt ist. Es gibt zahlreiche Studien zum Thema E-Zigarette, die unterschiedliche Ansätze verfolgten und verschiedene Ergebnisse lieferten. Nachfolgend tragen wir ein paar Fakten für euch zusammen:

  • Ein Beispiel ist eine amerikanische Studie aus dem Jahr 2012, in der kurzzeitige Auswirkungen von E-Zigaretten untersucht wurden. Das Ergebnis: E-Zigaretten hatten in diesem Experiment nach 5 Minuten des Rauchens ähnlich negative Auswirkungen wie Tabakzigaretten. Die Atemwege wurden eingeengt.
  • Weiterhin ist bekannt, dass Mundraum und Rachen gereizt werden. Die langfristigen Auswirkungen des Konsums von E-Zigaretten sind bislang nur unzureichend untersucht.
  • Gerade unbekannte Hersteller könnten unbekannte Bestandteile in ihren Liquids verwenden, von denen nicht gesagt werden kann, wie gesundheitsschädlich sie sind.
  • Auch wenn E-Zigaretten gern genutzt werden, um sich das Rauchen mit Nikotin abzugewöhnen, geht auch von ihnen genau wie bei Zigaretten auch ein Suchtpotenzial aus, das nicht unterschätzt werden sollte.
  • Klaas Franzen vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) stellte fest, dass auch E-Zigaretten das Absterben von Zellen bewirken. Wie bei Nikotinzigaretten werden Blutdruck und Herzfrequenz beeinflusst. Der Dampf einer elektronischen Zigarette gelange tiefer in die Lunge als Zigarettenqualm. Er mutmaßt, dass elektrische Zigaretten ebenso krebserregend sein könnten, wie ihr nikotinhaltiges Pendant.

Hierbei fragt man sich auch, wer diese Studien in Auftrag gegeben hat und ob die Ergebnisse zugunsten des Auftraggebers ausgefallen sind. Schließlich ist auch die Tabaklobby nicht zu unterschätzen. Letztendlich muss vor illegalen Billigprodukten bei E-Zigaretten genauso gewarnt werden wie vor verunreinigtem Tabak.

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Quellen: NDR, Welt, drogenbeauftragte.de
Bildquellen: Diego Cervo via Shutterstock

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