Smart Lock für Passwörter: Google stellt plattformübergreifenden Passwortmanager vor [I/O 2015]

Tuan Le

Googles Smart Lock wird um eine waschechte Passwortmanager-Funktion erweitert. In Zukunft soll der mit dem Google-Account verknüpfte Dienst plattformübergreifend Passwörter verwalten und die ständige Neueingabe obsolet machen. Dies soll unabhängig davon funktionieren, ob man das Passwort am PC, Tablet oder Smartphone erstmals abspeichert.

Smart Lock für Passwörter: Google stellt plattformübergreifenden Passwortmanager vor [I/O 2015]

Update 29. Mai: Inzwischen ist mit passwords.google.com die entsprechende Webseite für Smart Lock von Google online gegangen. Dort kann man sich mit seinem Google-Account anmelden und Einsicht über alle derzeit abgespeicherten Konten und Passwörter erhalten. Es ist sogar möglich, sich die Passwörter anzeigen zu lassen. Zur Nutzung auf dem Smartphone sind die Google Play Dienste 7.5 erforderlich.

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Eine der größten Herausforderungen im Alltag eines durchschnittlichen Internet-Nutzers ist vermutlich das Erstellen von neuen Accounts und insbesondere neuer Passwörter. Aufgrund recht hoher Sicherheitsanforderungen vieler Dienste werden die Passwörter zum Teil derart komplex, dass man sie sich notieren muss, um sie irgendwann verinnerlichen zu können – eine denkbar schlechte Lösung. Passwortmanager schaffen hier seit jeher Abhilfe und Google möchte Smart Lock in Zukunft als genau solchen ausbauen.

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Smart Lock soll Passworteingabe überflüssig machen

Der Dreh- und Angelpunkt ist hierbei der eigene Google-Account: Sofern man den Chrome-Browser mit diesem verbunden hat, werden alle abgespeicherten Konto-Daten mit dem Google-Konto verknüpft und können plattformübergreifend abgerufen werden. Meldet man sich etwa am PC über Chrome bei Netflix an, so wird nicht nur in der Chrome-App auf dem Smartphone eine Anmeldung automatisch vorgenommen, sondern auch in der dazugehörigen App. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass die Entwickler die entsprechende Schnittstelle in ihrer App integriert haben. Bislang ist dies bei Eventbrite, Orbitz, Netflix, Instacart, The New York Times und in Kürze LinkedIn der Fall, weitere Entwickler werden in Zukunft dem Beispiel folgen.

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Google Identity Toolkit: Sichere, komfortable Authentifizierung

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Für Google ist die virtuelle Identität eines jeden Nutzers wichtig: Mit Google Sign-In will man eine sichere und zugleich komfortable Möglichkeit für Nutzer bieten, sich überall im Netz auszuweisen und somit die lästige Erstellung neuer Accounts zu vermeiden. Auch für die Anbieter von Diensten hat dies eine positive Wirkung, da man eine höhere Rate von Registrierungen verzeichnen kann. Vereinfacht man schließlich das Prozedere der Anmeldung sind auch viel mehr Nutzer gewillt dies durchzuführen.

Das für die Entwickler gedachte Identity Toolkit soll neben der Anmeldung mit E-Mail und Passwort auch die Registrierung über gängige Dienste wie Facebook und natürlich Google+ erlauben. Erfreulich: Nicht nur unter Android M, sondern auch unter Android 2.3 Gingerbread und neuer wird diese Funktion laut Google Einzug halten. Weiterhin findet der Nutzer an anderer Stelle unter Smart Lock verschiedene Entsperrmethoden vor, die den Alltag des Nutzers erleichtern sollen. Aktuell hat Google den Namen demnach doppelt belegt, was man in Zukunft sicherlich ändern wird.

Quelle: Google Developers Blog via Android Police

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