Hautkrebs durch Handylicht? Das steckt hinter der neuen Gefahr

Simon Stich 2

Begünstigt Handylicht die Heranbildung von Hautkrebs? HEV-Strahlung kann die Haut tatsächlich altern lassen, sagt eine Münchner Dermatologin. Müssen wir jetzt unsere Smartphones wegwerfen?

Hautkrebs durch Handylicht? Das steckt hinter der neuen Gefahr
Bildquelle: GIGA (Bild zeigt Huawei P20 Pro, Galaxy S9, S9 Plus und iPhone X).

Vorzeitige Hautalterung durch HEV-Licht des Smartphones

Smartphones und PCs sind so tief in unseren Alltag integriert, dass wir kaum noch über die Nutzung nachdenken. Warum auch? Schließlich hat mittlerweile jeder mindestens ein Smartphone in der Tasche, bei der Arbeit sitzen auch viele die meiste Zeit vor einem PC, der kontinuierlich das blaue HEV-Licht (High Energy Visible) ausstrahlt. Die Gefahr durch diese Art von Licht wurde lange Zeit unterschätzt, da der Fokus eher bei der UV-Strahlung lag. Dagegen helfen Sonnencremes, doch „HEV-Cremes“ sind bislang nicht auf dem Markt.

Das Handylicht kann unsere Haut tatsächlich künstlich altern lassen, sagt Dr. Miriam Rehbein, eine Dermatologin aus München: „HEV-Strahlung von Smartphones und Computer-Bildschirmen dringt noch tiefer als UVA-Strahlung in die Haut ein und verursacht dort oxidativen Stress.“ Warum ist das problematisch? „In der Haut entstehen dabei freie Radikale, die die Zellen schädigen können und zu einer vorzeitigen Hautalterung führen. Das ist wissenschaftlich belegt.“ Ob HEV-Licht auch Hautkrebs auslösen kann, sei dagegen noch nicht zweifelsfrei belegt.

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Wie sollte man sich vor Handylicht schützen?

Die beste Methode, um sich vor Handylicht zu schützen, liegt auf der Hand – weniger Zeit mit dem Smartphone verbringen. Schließlich ist die beste Methode gegen einen Kater, gar nicht erst Alkohol zu trinken.

Wer nicht auf den Smartphone-Konsum verzichten möchte, der kann sich zumindest mit klassischer Sonnencreme mit angemessenem UV-Filter schützen. So wird zumindest ein Teil des Lichts daran gehindert, in tiefere Hautschichten vorzudringen. Die Bildung von freien Radikalen lässt sich auch mit guter Ernährung eindämmen – viel Obst und Gemüse hilft dabei. Noch mehr Tipps gibt es in unserem Speical zum Thema: Ist Handystrahlung schädlich oder ungefährlich?

Quelle: InStyle

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