"Pokémon Go wird kostenpflichtig im August: Testphase vorbei" - Vorsicht Fake!

Selim Baykara 11

„Pokémon Go wird kostenpflichtig: Ab August soll die Augmented-Reality-App Geld kosten und wird dann nicht mehr gratis erhältlich sein.“ So heißt es zumindest Gerüchten zufolge, die derzeit auf Facebook verbreitet werden. Zahlreiche Spieler der Gratis-App sind massiv verunsichert: Muss man ab nächsten Monat tatsächlich echtes Geld zahlen, um die Taschen-Monster zu fangen oder ist das Ganze nur ein Hoax?

Pokémon GO: Profi-Tipps.
Pokémon Go ist die Hype-App der Stunde: Bereit seit mehreren Wochen scheint sich im Netz fast alles um die Augmented-Reality-App zu drehen, bei der Smartphone-User um die Ecken ziehen und auf Monsterjagd gehen. Wie bei vielen erfolgreichen Apps setzen auch die Entwickler Niantic auf das Freemium
-Modell: Das Spiel selbst ist kostenlos - ihr könnt euch aber per In-App-Purchase weiter Items kaufen wie hier beschrieben: Pokémon GO - Mikrotransaktionen und Kosten im Detail. Glaubt man einem Gerücht, das derzeit auf Facebook verbreitet wird, war das aber alles nur eine Testphase - demnach soll Pokémon Go ab nächsten Monat Geld kosten.

 

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Facebook-Hoaxes: Diese 10 Falschmeldungen sind so dumm, dass wir weinen müssen

Pokémon Go kostenpflichtig ab August: Fake-Meldung auf Facebook verunsichert Nutzer

Dem Gerücht zufolge soll Pokémon Go ab dem 6. August 2016 12,99 Euro pro Monat kosten - zu diesem Zeitpunkt läuft demnach die einmonatige Testphase aus, während der man Pokémon Go gratis spielen kann. Wer sich das Mobile-Game nach dem 6. August auf sein Smartphone herunterladen will, muss also bares Geld zahlen.

  • Angeblich will das Entwickler-Studio Niantic mit diesem Preis die Kosten für Server, Wartung und Entwicklung wieder reinholen.
  • Bestehende Nutzer müssten nichts weiter tun: Der fällige Betrag würde automatisch von ihrem jeweiligen App-Store-Konto abgebucht.
  • Wer nicht bezahlen will, müsse die App vor dem 19. Juli 2016 vom Smartphone gelöscht haben, außerdem gelte es, die dreimonatige Kündigungsfrist einzuhalten.
  • Die Entwickler gingen davon aus, dass trotz der Kosten „die überwältigende Mehrheit dem Spiel treubleiben wird.“
  • Niantic wird mit diesen Worten zitiert: „Wir glauben, dass dieser Preis den Wert von Pokémon Go gut widerspiegelt.“

Pokémon Go ist derzeit auf Millionen von Smartphones installiert - viele dieser Nutzer sind auch auf Facebook aktiv, schnappen dort die neuesten Gerüchte auf und teilen diese dann mit ihren Freunden und Bekannten. Auf diese Weise konnte sich auch die Falschmeldung verbreiten, dass Pokémon Go demnächst kostenpflichtig werde - denn genau darum handelt es sich hierbei.

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Pokémon Go bleibt auch weiter kostenlos - Vorsicht vor Fake-Meldungen auf Facebook und Co.

Problem: Viele Nutzer der sozialen Medien lesen Beiträge nicht zu Ende, sondern teilen Nachrichten auch wenn sie teilweise nur die Überschrift oder den Aufmacher gelesen haben. Genau das ist auch im Fall der jüngsten Pokémon -Meldung passiert: Urheber der Nachricht ist nämlich das Satire-Portal „Der Postillon„, die in der Vergangenheit schon öfter für Aufsehen sorgten und im Internet extrem erfolgreich sind. Im FAQ der Seite wird noch einmal unmissverständlich dargelegt, dass alle Nachrichten frei erfunden sind:

Stimmt das, was im Postillon steht?

Nein, alles, was im Postillon steht, ist Satire und somit dreist zusammengelogen. Alle auftauchenden Charaktere sind fiktional, Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig. Das sollte eigentlich offensichtlich sein, obwohl zahlreiche Kommentare darauf hinweisen, dass vieles hier für bare Münze genommen wird.

Auf Facebook wird der Postillon als Urheber aber meist gar nicht mehr genannt. In den Gruppen liest man dann nur noch, dass Pokémon Geld kosten würde, weil ein Freund das gesagt hat, der es irgendwo gelesen habe etc.  Am Ende kann dann niemand mehr genau sagen, woher die Nachricht ursprünglich stammt - ein Muster, das man bei zahlreichen Hoax-Meldungen beobachten kann.

Facebook Thumbs Down Banner

Checkt daher immer:

  1. Ob seriöse Medien darüber berichten.
  2. Ob es in der Vergangenheit schon ähnliche Meldungen gegeben hat, die sich im Nachhinein als falsch herausstellten.
  3. Wer die Quelle der vermeintlichen Sensations-Nachricht.

Auf GIGA berichten wir ebenfalls zeitnah über aktuelle Hoaxes und Falschmeldungen - weitere Tipps zu Pokémon findet ihr übrigens hier:

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