Psychische Krankheiten sind für Unbetroffene oft schwer nachzuvollziehen. Daher ist der Ansatz, sie in Videospielen zu thematisieren, sehr interessant. Nach Hellblade: Senua's Sacrifice behandelt nun auch das Indie-Spiel Anamorphine posttraumatische Belastungsstörungen. Einer von vielen Unterschieden ist die Darstellung über Virtual Reality.

 

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Facts 

In Anamorphine schlüpfst du in die Rolle von Tyler, einem jungen Mann, der unter einer posttraumatischen Belastungsstörung leidet. Diese Krankheit wirkt sich massiv auf seine Wahrnehmung aus. Seine Gegenwart verschwimmt immerzu mit Erinnerungen aus seiner Vergangenheit. Das Trauma, das diese Krankheit auslöste, war der Unfall seiner Frau Elena. Seit diesem nimmt sie nicht mehr richtig am Leben teil. Doch was der Unfall ihr vor allem genommen hat, ist die Fähigkeit, ihrer größten Leidenschaft nachzugehen, nämlich Cello zu spielen. Tyler gibt sich die Schuld für den Unfall und den Zerfall ihres gemeinsamen Lebens.

Irgendwie ist es wunderschön und gleichzeitig absolut beängstigend. Was fühlst du bei diesem Trailer?

Anamorphine - Trailer

Laut Entwickler kommt das Spiel komplett ohne Kämpfe oder Dialoge aus. Als Spieler sollst du damit genügend Zeit und Freiraum bekommen, alles zu erkunden und zu entdecken. Der Zugang über Virtual Reality wird dabei im Gegensatz zum gewöhnlichen Bildschirm nicht nur ein intensiveres Erlebnis bieten. Er wird vermutlich auch ein tieferes Verständnis für diese spezielle Krankheit vermitteln können. Als Walking-Game legt Anamorphine einen starken Fokus auf die Geschichte, die durch die Spielwelt vermittelt wird.

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Anamorphine erscheint voraussichtlich im Winter 2017 für PlayStation 4 und PC. Es kann mit PlayStation VR, HTC Vive und Oculus Rift gespielt werden.

Was denkst du, würdest du dir dieses Spiel zulegen? Und welche Erfahrungen hast du mit ähnlich psychologischen Spielen gemacht?