Tücken der Spielebranche: Indie-Entwickler vor dem Ruin

André Linken 2

Wer bisher immer geglaubt hat, dass die Entwicklung von Indie-Spielen stets reibungslos verläuft und viel Geld einbringt, wird jetzt eines Besseren belehrt.

Indie-Spiele sind in aller Munde – aber kein Wundermittel.

Indie Arena Booth 2017 Trailer.

Der Indie-Entwickler Constantin Bacioiu hat jetzt bei Gamasutra überraschend offen über seinen Fehlschlag im Bereich der Indie-Entwicklung berichtet und will damit ein warnendes Beispiel für all diejenigen abgeben, die mit dem Gedanken spielen, mit Indie-Spielen schnell ans große Geld zu kommen. Denn seinen Erfahrungen nach kann verdammt schnell das Gegenteil eintreten – der finanzielle Ruin.

Eigentlich fing alles recht gut an: Constantin Bacioiu hatte sich nach jahrelanger Erfahrung in der Branche dazu entschlossen, seine Anstellung zu kündigen, um auf eigene Faust ein neues Spiel zu entwickeln. Es handelte sich dabei um ein klassisches Rollenspiel namens Ebony Spire: Heresy, das er nach der Fertigstellung auf Steam verkaufen wollte. Zuvor hatte er sich genügend Geld beiseite geschafft, um zirka vier Monate davon leben zu können.

Die Arbeiten an dem Spiel verliefen ziemlich gut, dem Release bei Steam stand nichts mehr im Weg. Seinen Kalkulationen zufolge musste er nur 700 Exemplare zu verkaufen, um im Geschäft zu bleiben. Kurz nach dem Release sah alles noch recht positiv aus, innerhalb von wenigen Stunden waren bereits 50 Einheiten an den Mann beziehungsweise die Frau gebracht. Entsprechend positiv war Bacioiu zunächst gestimmt.

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Doch in den Tagen und Wochen darauf kam der Verkauf beinahe zum Erliegen – gerade mal etwas mehr als 160 Exemplare sind es bis heute. Hinzu kommen einige zuvor nicht kalkulierte Kosten, so dass Bacioiu mittlerweile vor dem finanziellen Ruin steht. Steam sei ein hartes Pflaster und die Indie-Entwicklung bei weitem nicht so einfach wie es für viele den Anschein macht.

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