The Bard's Tale 4: Wenn Hearthstone ein Rollenspiel wäre

Alexander Gehlsdorf

The Bard’s Tale 4: Barrows Deep ist im Kern ein klassischer Dungeon Crawler, der bei genauerem Hinsehen jedoch an Kartenspiele wie Hearthstone und Magic The Gathering erinnert. Wie passt das zusammen?

The Bard's Tale 4 - Trailer.
Bard’s Tale, war das nicht dieses Action-Rollenspiel, das 2004 für die erste Xbox erschienen ist? Ja und nein, denn die mittlerweile 14 Jahre alte Neuauflage hat nur wenig mit der originalen Trilogie zu tun, die von 1985 bis 1988 für durchgezockte Nächte gesorgt haben.

Damals wie heute bist du Mitglied der Adventurers‘ Guild. Mit bis zu fünf weiteren Abenteurern erkundest du als solches die zahlreichen Dungeons der Spielwelten, um im Nachhinein mit deinen Heldentaten zu prahlen — daher auch der namensgebende Barde.

Alt trifft neu

Damals ist mittlerweile allerdings ganze 150 Jahre her. In dieser Zeit hat sich eine Menge in der Welt von Bard’s Tale getan. Allen voran sorgen die Fatherites für Ärger und verfolgen Mitglieder der alten Rassen sowie alles Fremde.

Wer in den achtziger Jahren die Originale gespielt hat, wird jedoch auch immer wieder auf bekannte Elemente stoßen. Die Stadt Skara Brae etwa existierte bereits im aller ersten Bard’s Tale im Jahr 1985. Im vierten Teil hingegen ist die ursprüngliche Stadt unter der Erde verschwunden. Erkunden kannst du sie trotzdem — in Form eines Dungeons.

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Dungeon ist auch das richtige Stichwort, denn im Herzen ist Bard’s Tale noch immer ein Dungeon Crawler: Gegner besiegen, Loot einsacken, stärkere Monster besiegen. Und was hat das jetzt mit Hearthstone zu tun?

20 Prozent Rollenspiel, 80 Prozent Kämpfe

In The Bard’s Tale 4 stehen dir zu Beginn vier unterschiedliche Klassen zur Auswahl. Allerdings lassen sich diese in jeweils vier bis fünf Subklassen spezialisieren und können obendrein aus 60 bis 70 unterschiedlichen Skills auswählen.

Daraus entsteht eine enorme taktische Tiefe, denn dein Team aus sechs Abenteurern hauen nicht einfach so lange auf deine Gegner, bis diese zu Boden gehen. Stattdessen wird jeder der Rundenkämpfe zur strategischen Herausforderung.

Pro Zug stehen dir nur eine begrenzte Anzahl Aktionen zur Verfügung, etwa eine Bewegung, ein Schlag, ein Zauber oder die Vorbereitung auf einen besonders starken Angriff. Gibst du deinen Zug ab, ist folglich dein Gegner an der Reihe seine Aktionspunkte einzusetzen.

Dementsprechend will jede einzelne Aktion wohl überlegt sein und durch die so vielfältige Skillung und Spezialisierung fühlt sich jede Abenteurer-Gruppe an wie ein Karteneck aus Hearthstone oder Magic The Gathering. Bist du auf eine agressive Strategie spezialisiert, versuchst du das Spielfeld zu kontrollieren oder gewinnst du durch überraschende Kombo-Maneuver? In The Bard’s Tale 4 ist alles möglich.

Wer also bereits in Hearthstone und Magic The Gathering Stunden damit verbringen kann, immer neue Decks zu entwickeln, neue Strategien zu testen und sich in immer neue Duelle zu werfen, der kann in The Bard’s Tale 4 genau diese Faszination ausleben — nur eben eingebettet in ein klassisches Rollenspiel voller Dungeon, Rätsel und einer 30 Stunden umfassenden, voll vertonten Story.

Ausprobieren kannst du das ab dem 18. September 2018, wenn The Bard’s Tale 4 für den PC erscheint. Konsolen-Versionen für die PlayStation 4 und Xbox One sollen ebenfalls folgen.

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