Airpnp: Wie Airbnb, nur für Toiletten

Kamal Nicholas 1

Ihr kennt sicherlich das Angebot von Airbnb. Dort können Privatpersonen ihre Wohnungen oder Zimmer an andere Personen untervermieten und so ein wenig Geld machen, wenn sie selbst nicht zuhause sind. Dem gleichen Prinzip folgt nun das Projekt Airpnp, mit dessen  Hilfe ihr eure Toilette vermieten könnt.

Airpnp: Wie Airbnb, nur für Toiletten

Wahrscheinlich war jeder von euch schon in der Situation, dass er unterwegs dringend auf’s Klo musste, ein solches sich aber einfach nicht auffinden lies. Als Mann findet sich im Notfall schnell mal eine dunkle Ecke, in die man sich verkriechen kann (oder auch einfach keine dunkle Ecke, sondern ein gut beleuchtete Straßenlaterne), für Frauen ist die ganze Angelegenheit oftmals aber etwas komplizierter. Dazu kommt, dass öffentliches Urnieren in einigen Städten illegal ist und somit eine Strafe droht. Tja, und manchmal muss man ja auch nicht nur Nummer 1.

Airpnp: Das private Klo wird offen

Das experimentelle Projekt Airpnp versucht nun, dieses Problem zu lösen und so können Privatleute und Unternehmen ihre eigenen Toiletten an „bedürftige“ Personen in der Nähe vermieten.

Mit Hilfe einer für Mobilfunkgeräte optimierten Webseite können so Toiletten in der Nähe gefunden oder auch eigene „stille Örtchen“ angeboten werden, um mit diesen etwas Geld zu verdienen. Und wie auch bei Airbnb können Toiletten bei Airpnp von den Nutzern bewertet werden. Um ein „Entrepeeneur“ zu werden, müsst ihr nur folgende tun

  • Besucht die Seite Airpnp
  • Loggt euch mit eurem Facebook-Profil ein
  • Klickt auf „Add a restroom“
  • Schreibt einen cleveren Titel für euer famoses Klo, fügt eine Beschreibung und einen Preis hinzu
  • Macht ein paar „epische“ Bilder
  • Fügt eure Adresse ein

Ja, und so macht ihr euer privates Klo ganz schnell zu einer öffentlichen Toilette. Ist doch super. Während einige Toiletten kostenlos sind, lassen sich einige Anbieter (z.B. Hotels) den Stuhlgang teuer bezahlen (bis zu 10 Dollar).

airpnp-toilet

Die Idee zu einem Angebot wie Airpnp ist dadurch entstanden, dass die beiden Gründer in New Orleans aufgewachsen sind und während Mardi Gras immer wieder das Problem hatten, nirgendwo legal aufs Klo gehen zu können. Entscheidet man sich dort für das Urinieren in freier Wildbahn, winkt ein Wochenende im Gefängnis. Trotzdem hält das viele nicht davon ab, sich von ihrer Last zu befreien. Ein ganz klarer Zeichen für das Bedürfnis nach mehr zugänglichen Toiletten.

Und auch wir haben natürlich zahlreiche Stadtfeste und andere öffentliche Veranstaltungen, bei denen eine Toiletten in der Nähe oft Gold wert wäre, diese sich aber einfach nicht finden lässt.

In Deutschland habe ich bisher noch kein privates Klo auf Airpnp gefunden, vielleicht ändert sich das ja aber demnächst.

Quelle: Airpnp via The Next Web, Artikelbild: Blue Cheddar

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung