Top 10 Web-Fonts: Neue Typo-Designs aus dem Google-Fundus

Marco Kratzenberg

Dank der Möglichkeit, Web-Fonts einzubinden, sind die Zeiten der Schriftfehler in Webseiten zum Glück vorbei. Wir stellen Euch 10 richtig schicke Google-Web-Fonts vor und erklären, wie man sie einbindet.

Top 10 Web-Fonts: Neue Typo-Designs aus dem Google-Fundus

Mit den Web-Fonts von Google sorgen wir dafür, dass jeder Besucher eine Webseite so sehen kann, wie er soll. Bis zur komfortablem Einbindung von Web-Fonts war jeder Webdesigner darauf angewiesen, dass die angegebenen Schriftarten auf dem Computer des Besuchers auch enthalten waren. Web-Fonts werden in Echtzeit von einer zentralen Stelle geladen und versetzen jeden Website-Gast in die Lage, alles so zu sehen wie er soll. Und dank der Google Font API ist das Einbinden dieser Schriften ein Kinderspiel. Und anders als bei vielen downloadbaren Fonts, können wir uns bei Google darauf verlassen, dass die Umlaute richtig funktionieren und auch das Euro-Zeichen vorhanden ist.

Google-Web-Fonts: Die 10 interessantesten neuen Schriften

Interessant ist natürlich immer Geschmackssache, auch bei Web-Fonts. Darum stellen wir hier ein paar Schriften vor, die aktuell häufiger in Web, Print und TV zu sehen sind und die Sehgewohnheiten der Betrachter bedienen. Und alternativ dazu auch Fonts, die zeitlos und universal einsetzbar sind. Natürlich könnt Ihr auch jederzeit selbst durch die rund 645 Schriften bei Google Fonts stöbern und Eure Lieblings-Schriften selber wählen!

Scribble-Web-Fonts: Fredericka the Great

Schriften dieser Art sieht man derzeit überall. Im Tchibo-Katalog, in der TV-Werbung für einen Mobilfunkanbieter… Fredericka the Great sieht aus, wie am Notizblock mit dem Kuli entworfen – und dann in der Rohversion genutzt.

Eine Outline mit Serifen wird von einer dahingekritzelten Strichfüllung gefüllt. Aber eben nicht vollständig. Der Hintergrund scheint hindurch. Die Schrift wirkt leicht, absichtlich unexakt und locker. Sie kann allerdings nicht wirklich gut für Fließtexte benutzt werden. Für farbige Headlines ist sie jedoch sehr gut verwendbar,

Kinder-Web-Fonts: Butterfly Kids

Wer jemals vor dem Problem stand, einen anständig lesbaren und dennoch verspielten Font für eine Kinderseite zu finden, wird die Probleme kennen. Viele dieser Schriften sind verspielt, aber im Textfluss sehr anstrengend. Oder es fehlen elementare Zeichen.

Unter den Web-Fonts für Kinderseiten sticht die Handschrift Butterfly Kids heraus. Trotz der Kringel und der unterschiedlichen Höhen, ist dieser Font sehr gut zu lesen. Er dürfte also weder Kindern noch Erwachsenen beim lesen Probleme bereiten und kann auch im Fließtext eingesetzt werden.

 

Headline-Web-Fonts: Julius Sans One

Niemand will Kapitälchen in einem Fließtext lesen. Aber in Überschriften lassen sie sich hervorragend einsetzen. Julius Sans One ist, wie der Name schon nahelegt, ein serifenloser Web-Font, der nur aus Großbuchstaben besteht. Nur sind hier eben die eigentlichen Kleinbuchstaben „kleinere Großbuchstaben“.

Die Wirkung dieser Schrift ist interessant, weil sie trotz unterschiedlicher Buchstabenbreiten gut lesbar bleibt, ohne langweilig zu werden. Die Einsatzmöglichkeiten beschränken sich vermutlich in erster Linie auf nicht zu lange Überschriften.

Serifenlose Web-Fonts: Der Spitzenreiter Open Sans

Unter den Web-font aus der Google Schmiede erfreut sich insbesondere die serifenlose Schrift Open Sans größter Beliebtheit – und das zu Recht! Die Schrift ist hervorragend lesbar und liegt in 10 verschiedenen Stilen vor. Open Sans ist relativ weit laufen. Eine breite Schrift mit runden Formen. In Fließtexten ist sie gut lesbar und bringt Ruhe in den Text.

Sie macht sich insbesondere als Unterstützung klarer Seiten gut, auf denen klare Konzepte und helle Farben beispielsweis die Präsentation von Design unterstützen sollen.

Display-Web-Fonts

Unter dem Begriff Display werden bei Google Web-Fonts zusammengefasst, die definitiv nicht für Fließtexte geeignet sind. Üblicherweise findet man sie eher in markanten Texte und Grafiken. Umso überraschender wird es dann für den Webseiten-besucher sein, wenn er feststellt, dass die Überschriften oder Links eben keine Grafiken sind, sondern echter Text! Über 200 solcher ungewöhnlicher Fonts gibt es bei Google. Oben habe ich ja schon den Font Fredericka vorgestellt.

Der Name des Fonts Shojumaru deutet es schon an. Hier bekommen wir eine asiatisch anmutende Großbuchstaben-Schrift. Sie wirkt massiv und beindruckend. Sicher nicht für jeden Zweck zu gebrauchen, aber sehr beeindruckend.

UnifrakturMaguntia ist eine Frakturschrift. Die Fette Fraktur bieten wir ja als TrueType zum direkten Download an. Hier bekommen wir eine Fraktur als Web-Font. Schwer lesbar in kleinen Fließtexten, hat diese Fraktur eine tolle Wirkung in größeren Texte und Headlines.

Ältere Computernutzer werden diese pixeligen Schriften noch aus Spielen kennen. Press Start P2 führt uns zurück zu den Zeiten, als Leisure Suite Larry die Spielewelt unsicher machte. Hier bilden Schrägen noch Treppchen!

Ein Font aus Bambusstäben? Hanalei macht’s möglich. Natürlich ist auch diese Schrift für Fließtext gänzlich ungeeignet – wenn man seine Besucher nicht ärgern will. Hanalei eignet sich insbesondere für sehr große Texte.

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Web-Fonts mit Serifen

Im Buchdruck gelten Serifen-Fonts immer noch als die am besten lesbaren Schriften. Außerdem sehen sie zumeist einfach edler aus, als die sachlichen Serifenlosen. Sie sind nicht jedermanns Sache, aber können eine Webseite zweifellos aufwerten. Hier sind zwei Schriften aus der Familie Playfair interessant.

Playfair Display ist bestens geeignet für edel aussehende, gut lesbare Fließtexte. Der Web-Font hat sechs verschiedene Stile und kann universal eingesetzt werden. Er korrespondiert bestens mit Playfair Display SC, einer Kapitälchen-Schrift im gleichen Schnitt, die ebenfalls sechs Stile umfasst. Sie ist gut für Überschriften zu nutzen, die Absätze in Playfair Display-Fließtext umfassen.

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