Ein gerade angemeldetes Patent könnte Apple die Monetarisierung der bei iPhone- und iPad-Nutzern beliebten Podcasts ermöglichen – mit massgeschneiderten Werbeunterbrechungen, die über die iAd-Plattform geschaltet werden.

 

iTunes

Facts 

Apple beherrscht den Markt für Podcasts: alleine in den USA finden mehr als 80 Prozent der populären Audio-Abrufe vom iPhone statt, obwohl der iOS-Marktanteil insgesamt eigentlich  deutlich unter 50 Prozent liegt. Doch mit iTunes bzw. dem iTunes Store hat Apple eine zentrale Anlaufstelle für alle Podcast-Hörer geschaffen, den etwa die Android-Welt so nicht besitzt.

Das Quasi-Monopol in punkto Podcasts könnte Apple zukünftig dazu verleiten, die kostenlos unter die Leute gebrachten Audio-Inhalte durch Werbeeinblendungen zu monetarisieren. Auch wenn das aktuell wohl genauso wenig zur Debatte steht, wie andere clevere Reklametechniken, die notwendigen technischen Grundlagen sind gelegt. Ein gerade angemeldetes Apple-Patent beschreibt unter dem Titel „Technologies for inserting dynamic content into podcast episodes“, wie personalisierte Werbeschaltungen funktionieren würden:

Das System identifiziert während des Playbacks eine Stelle zum Einfügen des Werbecontents („Content Insertion Point“) in der Podcast-Folge. Dann setzt es dynamisch das Content-Element an dieser Stelle ein, während das Playback der Podcast-Folge angehalten wird.

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Die Stellen, an denen das Abspielen von Werbung erlaubt ist, sollen von den Podcast-Produzenten selbst festgelegt werden. Um die Werbeblöcke auf den jeweiligen Hörer abzustimmen, würde Apple bei diesem Modell offenbar auf anonymisierte Daten aus dem iTunes-Profil zurückgreifen. Neben Audio-Werbung sind in der Patentschrift alternativ auch Multimedia-Elemente wie etwa Videos erwähnt, die auf dem Display von iPhone, iPad oder iPod Touch abgespielt werden könnten.

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