Chinesische Regierung schließt iTunes-Film- und iBookstore

Florian Matthey

Seit letzter Woche sind der Film-Bereich des iTunes Store sowie der iBookstore nicht mehr in China erreichbar. Dahinter steckt die chinesische Regierung, die die Schließung angeordnet hat. Allerdings ist völlig unklar, warum.

Die New York Times berichtet, dass die chinesische Regierung die Schließung der beiden Portale angeordnet hat, weswegen sie in der letzten Woche vom Netz gingen. Eine Apple-Sprecherin bestätigte dies und erklärte, dass Apple hoffe, die Angebote chinesischen Kunden bald wieder zugänglich zu machen.

Ein Grund für die Schließung ist noch nicht bekannt – denkbar wären bestimmte Inhalte, die der chinesischen Regierung nicht gefallen; darüber ist aber nichts bekannt. Die New York Times glaubt, dass Apple anders als ind en letzten Jahren einfach nicht mehr „immun“ gegenüber dem allgemein harten Umgang der chinesischen Regierung mit US-Unternehmen ist. Der chinesische Präsident Xi Jinping, der erst seit 2013 im Amt ist, wünsche sich eine stärkere Unabhängigkeit von amerikanischen Firmen und möchte heimische Unternehmen wie Huawei oder Alibaba stärken.

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Apple könnte die chinesische Regierung auch dadurch verärgert haben, dass sich das Unternehmen in den letzten Jahren mehrmals weigerte weigerte, der chinesischen Regierung Quellcode zu eigenen Produkten bereitzustellen. Die Regierung hatte dies mehrfach verlangt.

Sollte der Grund für die Schließung tatsächlich im chinesischen Protektionismus begründet sein, könnte dies weitere Folgen für Apples Geschäft in dem Land haben: Auch andere Apple-Angebote konkurrieren direkt mit chinesischen Anbietern; beispielsweise gibt es ähnliche Bezahldienste wie Apple Pay auch von Alibaba und Tencent, wie die New York Times bemerkt.

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