iTunes Store verliert massiv Marktanteile bei Film-Downloads

Florian Matthey 5

Apple will weniger abhängig von Hardware-Verkaufszahlen werden und mehr mit Dienstleistungen verdienen. In einem Bereich hinkt das Unternehmen aber hinterher: Der Marktanteil des iTunes Store soll bei Filmen massiv geschrumpft sein.

iTunes Store verliert massiv Marktanteile bei Film-Downloads

Das Wall Street Journal berichtet, dass Apples Marktanteil beim Verkaufen und Verleihen digitaler Filme massiv zurückgegangen sei. Vor fünf Jahren habe Apple hier noch mehr als 50 Prozent des Umsatzes generiert, mittlerweile liege der Marktanteil nur noch bei 20 bis 35 Prozent. Genaue Zahlen hierzu gebe es nicht; allerdings hätten mehrere Vertreter von Filmstudios eine entsprechende Tendenz bestätigt.

Auf eine Anfrage der Zeitung hat Apple diesen Trend auch gar nicht abgestritten: Einer Sprecherin zufolge liege Apples Fokus mittlerweile darauf, Kunden mit dem App Store eine Plattform für Abonnement-Dienste wie Netflix zu bieten. Außerdem sei der Umsatz mit Filmen im iTunes Store im letzten Jahr höher gewesen als je zuvor. Allerdings dürfte das wiederum daran liegen, dass der Markt im Allgemeinen wächst – Apples Umsatz also auch bei schrumpfenden Marktanteilen zunimmt.

Apps für Apple TV.

Wichtige Konkurrenten für Apple seien Amazon mit seinem Prime-Angebot und (in den USA) Comcast. Die beiden Unternehmen hätten massiv an Marktanteilen hinzugewonnen. Apple sei wiederum führend bei Independent-Filmen, für die Apple sich teilweise Exklusivrechte gesichert habe. Die großen Blockbuster kaufen oder mieten Kunden aber offenbar mittlerweile in erster Linie bei anderen Anbietern.

Auch wenn Apple darauf verweist, auch eine Plattform für Netflix und Co. zu sein – das kann dem Anspruch des Unternehmens eigentlich nicht gerecht werden. Dementsprechend soll Apple Pläne haben, das iTunes-Store-Angebot attraktiver zu machen: Ende letzten Jahres hieß es beispielsweise, dass Apple daran arbeitet, Filme im iTunes Store schon kurz nach dem Kinostart anbieten zu können – für einen entsprechenden Premium-Preis zwischen 25 und 50 US-Dollar. Bisher ist aus diesen Plänen aber offenbar noch nichts geworden.

Quelle: Wall Street Journal via 9to5Mac

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