Jailbreak-Gate: 225.000 iPhone-Nutzer von Datenklau durch Malware betroffen

Ansgar Warner 25

Fast eine viertel Million Apple-Accounts sind kompromittiert: Schuld ist KeyRaider, eine Malware, die via Jailbreak auf’s iPhone gelangte. Betroffen sind Nutzer in bis zu 18 Ländern, vor allem aus China.

Es gibt viele Gründe, die gegen Jailbreaking sprechen – wie wichtig darunter das Malware-Argument ist, zeigt das aktuelle Jailbreak-Gate: eine Schadsoftware namens KeyRaider soll Palo Alto Networks zufolge bei mehr als 225.000 entsperrten iPhones den iTunes-Datenverkehr abgeschnorchelt haben. Auf diesem Weg gelangten u.a. Usernamen, Passwörter und Device-IDs in falsche Hände.

Die Opfer hatten zunächst einen Jailbreak durchgeführt, und anschließend Apps aus dem alternativen App Store „Cydia“ auf ihr iPhone geladen. Entdeckt wurden die Malware-Attacken von der studentischen AG WeipTech an der chinesischen Yangzhou-Universität, als sich Berichte über nicht autorisierte Bezahlvorgänge häuften, die über Apple-Accounts abgewickelt wurden.

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Betroffen sind Nutzer in bis zu 18 Ländern, darunter den USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland, vor allem aber in China, Singapur und Korea, von chinesischen Servern aus wurde KeyRaider in Umlauf gebracht. „Es handelt sich unsere Ansicht nach um den größten Account-Diebstahl bei Apple, der jemals von Schadsoftware verursacht wurde“, so Claud Xiao von Palo Alto Networks. Insgesamt wird aber nur ein sehr geringer Prozentsatz aller iPhones überhaupt gejailbreakt, somit bleibt die Zahl der potentiellen Opfer begrenzt.

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