Kaufberatung für Fernseher 2018 : So findet ihr den richtigen TV

Selim Baykara

OLED, QLED oder doch lieber LCD? 4K oder Full HD? Und wie groß sollte der TV eigentlich sein? Wer sich eine neue Flimmerkiste kaufen möchte, hat es nicht gerade leicht. Mit unserer Kaufberatung für Fernseher stellen wir euch einige empfehlenswerte Modelle vor, erklären die wichtigsten Fachbegriffe und zeigen euch, worauf ihr 2018 achten müsst.

Die Technik ändert sich zwar ständig, aber ansonsten läuft der Kauf eines neuen Fernsehers auch 2018 noch genauso ab, wie man das kennt. Mit anderen Worten: Es ist immer noch viel komplizierter als es eigentlich sein müsste. Zwischen den Preisen und der Ausstattung der einzelnen Modelle liegen Welten. Die Hersteller werfen mit unverständlichen Abkürzungen und neuen Technologien nur so um sich. Dazu kommen maßlos übertriebene Behauptungen über die angebliche Bildqualität der neuesten Spitzenmodelle. Und wie immer ist das Internet voll von widersprüchlichen Aussagen.

Genau  da kommt unser Ratgeber ins Spiel. Ziel dieser Kaufberatung ist es, euch so viel wie möglich einfach verständliche Informationen an die Hand zu geben. Damit könnt ihr dann selbst eine fundierte Entscheidung beim Kauf eines neuen Fernsehers treffen. Wahrscheinlich werden wir nicht alle Fragen beantworten, die ihr habt. Aber wenn ihr diesen Artikel fertig gelesen habt, habt ihr ein solides Verständnis der Grundlagen. Alle weiteren Fragen könnt ihr selbstverständlich im Kommentarbereich stellen!

Inhaltsverzeichnis:

Wenn ihr nur schnell einige Tipps zu einzelnen TV-Geräten wollt, hier unsere Kaufempfehlungen für Fernseher, mit denen ihr auf absehbare Zeit nichts falsch macht. 

Kategorie Modell Warum?
Beste Bildqualität, wenn Geld keine Rolle spielt Teuer, aber ein überragendes Bild, das seinesgleichen sucht.
Beste Bildqualität zum Sparpreis Hervorragendes Bild, schickes Design, guter Sound.
Bester Fernseher Klein (40 Zoll und kleiner) Sehr guter Zweitfernseher, der unschlagbar günstig ist.
Bester Fernseher Medium (43 bis 55 Zoll) Gewohnt gute Sony-Bildqualität, Preis-Leistungsverhältnis stimmt.
Bester Fernseher Groß (60 Zoll und größer) Spitzenbildqualität, schönes Design, klarer Sound

Solche Empfehlungen sind natürlich immer ein bisschen schwierig, da jeder ein wenig andere Anforderungen hat. Selbst an scheinbar objektiven Kriterien wie der Bildqualität scheiden sich manchmal die Geister. Mit den folgenden Tipps zeigen wir euch daher einige Kriterien, mit denen ihr selbst einschätzen könnt, ob sich der Kauf eines bestimmten Modells lohnt.

Kaufberatung für Fernseher: LED, LCD, OLED, QLED erklärt

Bei Fernseh-Displays gibt es derzeit mehrere Schlagworte, die ihr auch in den Produktbeschreibungen der Fernseher findet.

LED und LCD

Aus Marketinggründen werden die vermeintlich „alten“ LCD-Displays gegen die neueren LED-Modelle in Stellung gebracht. Das ist aber nur bedingt richtig. LED-Fernseher nutzen nämlich ebenfalls einen LCD-Bildschirm. Die Abkürzung „LCD“ stammt aus dem Englischen und heißt „Liquid Crystal Display“. Gemeint sind damit Flüssigkristalle, die die Farben auf dem Display erzeugen. Dazu ist eine Hintergrundbeleuchtung nötig. Bei älteren LCD-Geräten war diese meist in Form von Leuchtstoffröhren vorhanden.

Nahezu alle modernen Fernseher setzen stattdessen auf die LED-Technik. LED steht dabei für „Licht emittierende Diode“. Da die Dioden deutlich kleiner sind, können auch die Fernseher deutlich platzsparender gebaut werden. Dazu kommen ein geringerer Stromverbrauch und eine hohe Lebensdauer von bis zu 100.000 Stunden. Bei LED-Displays wird der Bild-Hintergrund zudem dynamisch angesteuert. Dadurch kommen deutlich bessere Schwarzwerte zustande. Ergebnis: Schärfere Kontraste und ein knackiges Display.

LED-Fernseher gibt es in zwei unterschiedlichen Varianten: Edge-LED und Direct-/Full-LED-Backlight. Bei Edge-LED-TVs befinden sich die Leuchtdioden am Rand des Bildschirms. Daher hat diese Variante eine sehr geringe Tiefe, was eventuell Platz sparen kann. Dafür gibt es bei machen dieser Fernseher Probleme mit Clouding, also einer etwa unregelmäßigen Beleuchtung.

Genau dieses Problem versuchen die Direct- oder Full-LED-Backlight-TVs zu vermeiden. Die Leuchtdioden sitzen hierbei direkt hinter dem Display. Daher ist die Beleuchtung des Displays deutlich gleichmäßiger. Der Preis dafür ist die etwas größere Bautiefe der Fernseher.

Vereinzelt werden im Handel (und natürlich auch auf eBay und Co.) noch LCD-Fernseher mit der klassischen Beleuchtung in Form von Leuchtstoffröhren angeboten. Diese TVs sind meist sperriger als moderne Fernseher, dafür ist die Beleuchtung sehr gleichmäßig.

Unser Tipp: Für die meisten Nutzer reicht ein LED-TV völlig aus – vor allem dann, wenn ihr nicht zu viel Geld ausgeben wollt und keine übertriebenen Anforderungen habt. Gute LED-Einsteigermodelle sind heutzutage schon ziemlich preiswert erhältlich. Der empfehlenswerte  hat alle wichtigen Smart-Funktionen und dank 4K-Auflösung sowie HDR-Support ein sehr gutes Bild. Kostenpunkt: gerade mal knapp 500 Euro. 

OLED und QLED

OLED-Displays sind eine Weiterentwicklung und benötigen überhaupt keine Hintergrundbeleuchtung mehr, da die Pixel selbst leuchten. Dadurch können die Hersteller bei OLED-TVs noch höhere Kontraste und noch sattere Schwarzwerte erreichen. Das Bild wirkt also noch plastischer. Da die Hintergrundbeleuchtung wegfällt, ist auch der Stromverbrauch von OLEDs etwas geringer. Ein weiterer Vorteil sind außerdem die hohen Refresh-Raten von OLED-Fernsehern. Das ist vor allem für Gamer interessant, die ihre Konsole oder den PC an den TV anschließen und Bildverzögerungen (Input-Lag) vermeiden wollen.

Natürlich gibt es auch Kritikpunkte: Die Pixel bei OLEDs können einbrennen, wenn über mehrere Stunden das gleiche Bild gezeigt wird. Außerdem ist die Lebensdauer mit etwa 20.000 Stunden nicht so hoch wie bei regulären LED-TVs. Nach ein paar Jahren verlieren OLEDs daher an Leuchtkraft und haben aufgrund des Verschleißes ein deutlich matteres Bild. Hauptnachteil ist allerdings der (noch) recht hohe Preis. Wenn ihr ein OLED-Modell wollt, solltet ihr euch den  ansehen. Das Gerät ist in der 55-Zoll-Variante derzeit schon für knapp 1700 Euro erhältlich. 

Lest zum Thema:

OLED vs. LED: Vergleich der TV-Technologien – was ist besser?

QLED ist ein Marketingbegriff, den Samsung benutzt. Es handelt sich dabei um modifizierte OLED-Displays, bei denen sogenannte Quantum Dots zum Einsatz kommen. Dadurch wird eine bessere Farbwiedergabe und eine höhere Helligkeit erzielt. Im Prinzip ist QLED von der Bildqualität nahezu identisch zu einem regulären OLED-Displays. Auch hier ist der Preis recht hoch. Ein empfehlenswertes Einsteiger-Modell ist der . Wenn Geld keine Rolle spielt, lohnt ein Blick auf die Premium-SUHD-Modelle, beispielsweise den .

Hier gibt’s noch mehr Infos zu QLED-Displays:

QLED vs. OLED – Unterschiede und Empfehlung

Was ist mit Plasma-TVs?

Plasma-Fernseher waren vor einigen Jahren noch der letzte Schrei und galten als das Non-Plus-Ultra bei Fernseh-Displays. Bei diesen Geräten werden die Bilder auf dem Display durch Gas erzeugt. Das Gas wird ionisiert und durch Plasma-Entladungen zum Strahlen gebracht. Auch hier ist keine Hintergrundbeleuchtung vorhanden. Schwarz entsteht einfach dadurch, dass das Gas nicht gezündet wird.

Aufgrund der besseren Schwarzwerte, war der Kontrast bei Plasma-TVs früher daher besser als bei LCD-Modellen. Inzwischen hat sich das relativiert und es bestehen kaum noch Unterschiede zwischen Plasma- und LCD-Displays. Am Markt spielen Plasma-Fernseher heute fast keine Rolle mehr.

Bild: imago /Shutter Stock.

Wie groß muss der Fernseher sein?

Die Größe eures neuen Fernsehers ist vermutlich eine der ersten Fragen, die ihr euch stellt. Allerdings gibt es darauf keine allgemeingültige Antwort, da es vor allem auf die folgenden beiden Punkte ankommt:

  • Wie hoch ist euer Budget und wieviel seid ihr bereit, dafür auszugeben?
  • Wieviel Platz steht euch zur Verfügung?

Diese Fragen müsst ihr selbst beantworten. Die Angaben der Hersteller helfen euch aber dabei, zu bestimmen, wie gut der Fernseher in euer Zimmer passt. Die Größe wird bei den meisten Modellen in Zoll angegeben und bezieht sich auf die Bildschirmdiagonale. Werft einen Blick in die folgende Tabelle, um zu sehen wie groß der Fernseher ungefähr in Zentimeter ist.

Größe in Zoll Größe in Zentimeter Ungefähre Höhe und Breite
32 Zoll 81,28 cm 39,8 x 70,0 cm
40 Zoll 101,60 cm 49,8 x 88,6 cm
43 Zoll 109,22 cm 53,5 x 95,2 cm
49 Zoll 124,46 cm 61 x 108,5
50 Zoll 127,00 cm 62,3 x 110,7 cm
55 Zoll 139,70 cm 68,5 x 121,8 cm
60 Zoll 152,40 cm 74,7 x 132,8 cm
65 Zoll 165,10 cm 80,9 x 143,9 cm
70 Zoll 177,80 cm 87,2 x 155 cm

Große Fernseher sind in der Regel teurer, allerdings haben sich Preise inzwischen selbst bei 4K-Ultra-HD-Modellen relativiert. Der 65 Zoll große, 4K-fähige  kostet beispielsweise nur noch knapp 1000 Euro – ein Preis, der vor einigen Jahren noch undenkbar war.

Ihr könnt auch mit dem Handy fernsehen. In unserer Bildergalerie zeigen wir euch, wie das geht:

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Was ist mit dem Sitzabstand?

Eine alte Faustregel besagt, dass der Abstand zum Fernseher ungefähr 2.1-mal so lang wie die Bildschirmdiagonale sein sollte, um den optimalen Sitzabstand herzustellen. Das ist nur noch bedingt richtig. Die Regel basiert auf der Annahme, dass man die Pixel auf dem Display besser erkennt, je näher man dran sitzt. Die neuen 4K-Modelle haben allerdings eine so hohe Auflösung, dass das Bild schon ab ungefähr eineinhalb Meter gestochen scharf wirkt.

Im Prinzip kommt es bei neuen TVs also fast nur noch auf eure Vorlieben und den vorhandenen Platz an. Ganz vergessen sollte man den Sitzabstand aber doch nicht. Schließlich wird der Bildausschnitt, den ihr seht, immer kleiner, je näher ihr vor dem Fernseher sitzt. Generell solltet ihr in jedem Fall eure Räumlichkeiten im Hinterkopf behalten und nicht einfach den größtmöglichen Fernseher kaufen, nur weil ihr es könnt.

Viele neuere Fernseher bieten bereits ab Werk die Möglichkeit zur Wandaufhängung. Falls ihr mit dem Gedanken spielt, auf diese Weise Platz zu sparen, geben wir euch in diesem Artikel Tipps zur optimalen Höhe, Kabeln und Co.

4K, UHD, HDR, Full-HD: Was braucht man wirklich?

Wer schon einen Fernseher hat, besitzt oft noch ein Full-HD-Modell. Full-HD-Fernseher geben das Bild in einer Auflösung von 1920 × 1080 Pixeln wieder (1080p) und sind immer noch sehr verbreitet. Allerdings etabliert sich die Auflösung 4K (3840 x 2160 Pixel) zunehmend als neuer Standard. Anfangs waren die Geräte noch wahnsinnig teuer, außerdem gab es so gut wie keine Inhalte, die den Kauf rechtfertigten.

Das ändert sich: Sowohl mit Netflix als auch Amazon Prime Video kann man inzwischen Inhalte in 4K-Auflösung streamen, wobei Netflix hinsichtlich des Angebots ein wenig die Nase vorn hat. Außerdem erscheinen auch immer mehr neue Filme auf Blu-ray in der hohen Auflösung, Spielekonsolen wie die oder die /Xbox One X ermöglichen zudem Gaming in 4K.

Inzwischen sind daher so gut wie alle Hersteller auf den 4K-Standard umgeschwenkt. Wenn ihr noch Geräte mit Full-HD im Handel findet, handelt es sich dabei meist um Restbestände. Die Frage „4K oder Full-HD?“ stellt sich beim Kauf eines neuen Fernsehers also eigentlich nicht mehr. Wenn ihr vor einer Neuanschaffung steht, solltet ihr auf jeden Fall zu einem 4K-Modell greifen. Dabei gibt es allerdings einige Punkte zu beachten.

Was bedeutet 4K eigentlich?

Der Begriff 4K wird häufig synonym mit Ultra HD verwendet, was zwar technisch nicht ganz richtig ist, praktisch aber keine große Rolle spielt. Gemeint ist damit die vierfache Full-HD-Auflösung, also 3840 x 2160 Pixel. „Echtes 4K“ liegt noch einmal ein Stück darüber und hat eine Auflösung von 4096 x 2160 Pixeln.

Mit Upscaling Inhalte hochrechnen

4K äußert sich in schärferen Bildern und brillianteren Farben und lohnt sich selbst dann, wenn ihr etwa aufgrund schlechter Internetverbindung keine 4K-Inhalte streamen könnt oder die Fernsehsender keine hochauflösenden Programme anbieten. Grund dafür ist das sogenannte 4K-Upscaling. SD- (720 x 576) , HD ready- (1280 x 720) und Full HD-Inhalte werden dabei auf Ultra HD-Auflösung (3840 x 2160) hochgerechnet. Das Bild wird dadurch schärfer, auch wenn es an ein echtes natives 4K-Bild nicht herankommt.

Da wir uns immer noch in der Übergangsphase von Full-HD zu 4K befinden, solltet ihr beim beim UHD-Fernsehkauf auf eine gute Upscaling-Technologie achten. Ein empfehlenswertes und preiswertes 65-Zoll-Einsteigermodell mit guten Upscaling-Ergebnissen ist beispielsweise der 

Was ist mit HDR?

Die Abkürzung HDR steht für High Dynamic Range und ist seit einiger Zeit ein Trendthema bei TVs und beim Gaming in 4K. Fernseher mit HDR-Unterstützung bieten bessere Kontraste und einen höheren Dynamikumfang. Dadurch werden Helligkeitsunterschiede sehr detailliert wiedergegeben. Bei Bildinhalten, die besonders hell oder dunkel sind, seht ihr also mehr als gewohnt. Fast alle neuen Fernseher und auch die 4K-fähigen Spielekonsolen von Sony und Microsoft unterstützen die Technik – achtet im Zweifelsfall aber trotzdem darauf, dass euer TV das Feature beherrscht.

Diese Funktionen muss euer 4K-Fernseher haben

Wenn ihr euch die technischen Spezifikationen zu einem 4K-Fernseher durchlest, solltet ihr darauf achten, dass das Gerät die folgenden Minimal-Anforderungen erfüllt.

HDMI 2.0 

Der ältere Standard HDMI 1.4 ist mit einer Datenübertragungsrate von maximal 10,2 Gbit/s schlicht zu langsam für die 4K-Auflösung. Wenn überhaupt, werden Ultra-HD-Inhalte nur mit 30 Bildern pro Sekunde (30 FPS) übertragen. Das macht sich vor allem bei schnellen Action-Szenen negativ bemerkbar. HDMI 2.0 schafft 18 Gbit/s und erlaubt flüssige 60 Bilder pro Sekunde.

HDCP 2.2 Kopierschutz

Ohne den HDCP 2.2 Kopierschutz lassen sich keine Inhalte in 4K-Auflösung wiedergeben. Problem: Der Kopierschutz kann nicht einfach per Software-Update nachgereicht werden. Achtet in der Produktbeschreibung daher darauf, dass der Fernseher den Standard HDCP 2.2 im Mainboard verbaut hat.

HEVC / H.265 – Codec

Das High Efficiency Video Codec (HEVC) ist ein Kompressionsverfahren, das für ultra-hochauflösende Inhalte entwickelt wurde. Ultra-HD-Inhalte, die per Stream, Satellit oder Kabel übertragen werden, werden mit dem H.265 Codec so stark komprimiert, dass sie bei gleichbleibender Qualität deutlich kleiner sind. Das Codec ist zudem zwingend erforderlich, um DVB T2 HD (siehe unten) zu empfangen.

Die folgenden drei 4K-Fernseher sind empfehlenswerte Mittelklasse-Modelle, die alle oben genannten Features enthalten und damit zukunftssicher sind:

Generell solltet ihr beim Kauf eines 4K-Fernsehers Abstand von Billig-Modellen nehmen. Diese Fernseher haben nicht nur Schwächen in der Bedienung und der Bildqualität, sondern verfügen teilweise nicht über die notwendigen Komponenten, um sie zukunftssicher zu machen. Haltet euch daher an die renommierten Hersteller wie LG, Samsung, Sony, Panasonic oder Philips.

Welche Anschlüsse muss der Fernseher haben?

Bei den TV-Anschlüssen kann man heute eigentlich nicht viel falsch machen, da für so gut wie alles ein HDMI-Kabel verwendet wird.  HDMI ist das Standard-Format, mit dem sich Audio- und Bild-Signale kombiniert übertragen lassen. Fast alle externen Geräte, z.B. Blu-Ray-Player, Receiver, Spiele-Konsolen, Amazon Fire-TV, etc. werden per HDMI mit dem Fernseher verbunden. Zählt daher einfach die Geräte, die ihr anschließen wollt und stellt sicher, dass der TV genauso viele HDMI-Ports hat (eventuell 1-2 Extra-Anschlüsse, wenn ihr in Zukunft erweitern wollt).

Wenn ihr ein Surround-System oder eine Soundbar anschließen wollt, solltet ihr darauf achten, welcher Anschluss dafür benötigt wird. Teilweise läuft das nicht über HDMI sondern über den optischen Digital-Ausgang (Toslink). Der Fernseher muss dann auch einen solchen Anschluss haben, was heute aber ebenfalls zum Standard zählt.

Mit einer könnt ihr Filme oder Serien aus dem Fernsehprogramm wie bei einem Videorekorder aufnehmen. Dafür benötigt ihr einen USB-Anschluss am TV. Bei UHD-TVs solltet ihr aufgrund der höheren Geschwindigkeit sicherstellen, dass es sich hierbei um USB 3.0 handelt. Nicht mehr benötigt wird der alte Standard SCART, außer ihr wollt eure alte Nintendo-Spielkonsole anschließen;) Seit dem Aufkommen von HDMI wird SCART nicht mehr verwendet.

3D-Fernseher spielen 2018 keine Rolle mehr

3D-Fernseher sind praktisch tot. Der große Renner waren sie nie, auch wenn sie vor einigen Jahren noch als das nächste große Ding dargestellt wurden. Inzwischen spielen sie keine Rolle mehr. Sony und LG, die letzten beiden Hersteller, die 3D noch unterstützen, verabschiedeten sich 2017 von der Technik. Grund war das mangelnde Interesse der Kunden.

Anders als im Kino wird 3D im Home-Entertainment-Bereich also wohl in den nächsten Jahren aussterben (vielleicht abgesehen von einigen ausgewählten Premium-Modellen). Falls ihr unbedingt einen 3D-fähigen Fernseher wollt, solltet ihr also zuschlagen, solange noch Modelle am Markt erhältlich sind. Ein auch 2018 noch empfehlenswerter 3D-Fernseher ist der 65 Zoll große .

Triple-Tuner vs. Twin-Tuner: Unterschied beim Fernsehkauf beachten!

Fernsehprogramme könnt ihr auf drei Arten empfangen:

  • Kabel (DVB-C)
  • Satellit (DVB-S)
  • Antenne (DVB-T2)

Mit einem Triple Tuner könnt ihr all diese Möglichkeiten zum Empfang nutzen und benötigt kein externes Gerät mehr. Wichtig: Der alte Standard DVB-T ist seit März 2017 von DVB-T2 abgelöst. Achtet also in jedem Fall darauf, dass der Fernseher DVB-T2 unterstützt, wenn ihr per Antenne empfangen wollt (mehr Infos dazu im nächsten Absatz).

Triple Tuner sind heute eigentlich Standard und werden in allen modernen Fernseh-Geräten verbaut. Ältere Modelle verfügen stattdessen nur über den sogenannten Dual-Tuner, mit dem man nur DVB-S und DVB-T empfangen kann. Nicht zu verwechseln ist das mit einem Twin-Tuner. Dieses Gerät ermöglich euch, gleichzeitig ein Programm aufzuzeichnen, während ihr ein anderes anschaut. Das funktioniert aber nur innerhalb einer der drei Signalquellen: Ihr könnt mit einem Twin-Tuner also nicht DVB-T2 aufnehmen und gleichzeitig Kabel anschauen. 

DVB-T2-Abschaltung seit Anfang 2017

Wenn ihr vorhabt, das Fernsehprogramm mit einer Zimmer-Antenne zu empfangen, müsst ihr in jedem Fall beachten, dass das Gerät den neuen Standard DVB-T2 beherrscht. Dieser ist leistungsfähiger als das alte DVB-T und ermöglicht zudem die Ausstrahlung von TV-Programmen in HD-Auflösung. Getestet wird DVB-T2 seit Mai 2016, in den Ballungsräumen geht der Standard ab Ende März stufenweise den Regelbetrieb über, das alte DVB-T wird dann jeweils abgeschaltet.

Wenn euer Fernseher den neuen DVB-T2-Standard nicht beherrscht, müsst ihr einen externen TV-Receiver kaufen. Außerdem ist ein sogenanntes CI+ Modul notwendig, wenn ihr weiterhin alle bisher empfangenen Programme per Antenne sehen wollt. Zusätzlich zu den DVB-T2-Kosten für die neue Hardware kommen künftig auch Gebühren hinzu, die ihr an den Anbieter Freenet TV entrichten müsst. Die öffentlich-rechtlichen HD-Programme bleiben weiterhin frei empfangbar, für Privatsender wird in Zukunft eine Gebühr von 69 Euro pro Jahr fällig.

4K-Monitor, Fernseher, Beamer und Co: Habt ihr schon einen?

Habt ihr schon einen 4k-Fernseher oder wollt ihr euch demnächst einen anschaffen? Was haltet ihr von der (inzwischen nicht mehr ganz so) neuen Technologie? Und wird sich 4K eurer Meinung nach durchsetzen? In unserer Umfrage zum Thema, könnt ihr abstimmen - wir (und die anderen Leser) sind auf eure Meinung gespannt!

Habt ihr noch Fragen oder Anregungen? Weitere Tipps und Hinweise, die anderen Lesern, den Kauf eines Fernsehers erleichtern? Schreibt sie in die Kommentare, wir freuen uns über eure Beteiligung und werden eure Fragen bestmöglich beantworten!

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