Staubsauger-ohne-Beutel-Test: Das solltet ihr beim Staubsaugerkauf beachten

Christin Richter

Viele von uns fragen sich, was man bei einem Staubsaugerkauf beachten sollte. Schließlich gibt man nicht täglich sein Geld für einen beutellosen Bodenstaubsauger aus. In unserem Staubsauger-ohne-Beutel-Test 2017 verraten wir euch Tipps rund um Leistung, Tierhaare, Düsen, Energieeffizienz, mit denen ihr euren beutellosen Staubsauger-Testsieger finden könnt.

Im Dschungel der Geräte wie Handstaubsauger, Staubsauger-Roboter und dem klassischen Bodenstaubsauger übertrumpfen sich Hersteller wie AEG, Miele oder Siemens mit Angeboten in der Werbung. Ob ein Sauger wirklich hält was er verspricht und beispielsweise die Düse für Tierhaare auch effizient genug ist, sieht man ihm auf den ersten Blick leider nicht an. Dank Motor baut der elektronische Staubsauger einen Unterdruck auf, durch den Staub, Flusen, kleine Steinchen und Haare zuverlässig eingesaugt werden.

Vorteile und Nachteile von Staubsauger ohne Beutel

  • Bei einem Staubsauger mit Beutel müssen diese rechtzeitig nachgekauft werden und kosten regelmäßig Geld.
  • Ein Staubsauger ohne Beutel besitzt eine Staubbox bzw. einen Sammelbehälter, der einfach entleert werden kann.
  • Beutellose Staubsauger werden als lauter empfunden als Staubsauger mit Beutel.

Staubsaugern ohne Beutel: Die Hersteller

Denkt man an Staubsauger, fallen einem sofort die Staubsauger von Vorwerk ein, die von Vertretern an die Hausfrauen und Hausmänner gebracht wurden. Vorwerk-Staubsauger sind wie die Modelle von Kärcher häufig eher spezielle Nass- und Trockensauger und für härtere Fälle als eine Studentenbude geeignet. Staubsauger mit Beutel wie von Siemens, Bosch, AEG, Grundig und Miele finden sich in vielen Haushalten. Staubsauger ohne Beutel bieten beispielsweise Dyson, Rowenta, aber auch AEG und Philips an. Die Technik der beutellosen Staubsauger hat allerdings James Dyson erfunden. Der Dyson Dirt Devil gehört zu den bekanntesten Beutellosen Staubsaugern.

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Leistung

Staubsauger-Testsieger wird nicht unbedingt der Sauger mit der höchsten Wattangabe. Die Leistung ist nicht von Watt abhängig sondern auch davon, wie der Staubsauger ohne Beutel aufgebaut ist und wie die Komponenten wie Motor, Saugrohr und Düse zusammenarbeiten. Die angegebene Leistung ist allerdings ein gutes Indiz für den Stromverbrauch. Zu beachten gilt außerdem: Je praller der Saugbehälter oder der Staubbeutel, desto schwächer ist oftmals die Saugleistung. Auch das Gewicht spielt eine Rolle: Der Sauger sollte sich nicht wie ein Stein hinter dem Rohr hinterherziehen lassen. Hierfür sollten die Rollen möglichst leichtgängig sein.

Staubsauger ohne Beutel im Test

Philips PowerPro Compact FC8477/91 Dirt Devil DD 5551-3 Infinity rebel Dyson DC33c Origin Bomann BS 9012 CB
Philips-PowerPro Compact FC8477-91
DirtDevil-DD 5551-3 Infinity rebel
Dyson DC33c Origin
Bomann BS 9012 CB
Leistung 650 W 900 W 750 W 1.000 W
Jährlicher Energieverbrauch 33,8 kWh 28,4 kWh 27 kWh 32,2 kWh
Energieeffizienz-
klasse
B B A B
Lautstärke 79 dB 78 dB 77 dB 82,5 dB
Gewicht 4,5 kg 5 kg 7 kg 4,5 kg
Aktionsradius 8 m 9 m 10 m ca. 7 m
Staubaufnahme-
kapazität
1,5 Liter 2,5 Liter 2 Liter Keine Angabe
Vorteile
  • Inkl. Hartbodendüse
  • Läuft leicht
  • Vergleichsweise handlich
  • Inkl. Hartbodendüse
  • Starke Saugleistung
  • Inkl. Polsterdüse und Kombi-Zubehördüse (sehr gelenkig, flasch, stabile Borsten)
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Gute Saugleistung
  • Einfach zu entleerender Staubbehälter
  • Inkl. Hartbodendüse
  • Leicht zu reinigen
  • Vergleichsweise kompakt und wendig
Nachteile
  • Saugrohr sitzt etwas locker
  • Kabel könnte etwas länger sein
  • Behälter zur Entleerung nur klappbar (nicht abnehmbar)
  • Borsten der Bodendüse könnten länger sein
  • Rollen nicht gummiert und lassen sich schwer ziehen
  • Nicht für Tierhaare geeignet
  • Könnte etwas leiser sein
  • Saugt sich manchmal an Teppichen fest
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Staubbox und Radius

Je größer der Sammelbehälter, desto länger kann man dem Putzwahn fröhnen, ohne den Behälter leeren zu müssen. Geleert werden sollte der Auffangbehälter, wenn der maximale Füllstand erreicht ist. Dieser wird zumeist durch eine MAX-Linie auf dem Gehäuse gekennzeichnet. Einige Boxen lassen sich komplett demontieren und direkt über dem Mülleimer leeren, andere nur aufkippen, was etwas umständlich sein kann. Der Saugradius wird von Saugrohr und Kabellänge beeinflusst. Hierbei stören sich einige Putzteufel, wenn das Staubsaugerkabel zu kurz ist. Achtet beim Staubsaugerkaufen einfach auf die angeggebenen Werte der Hersteller.

Energieeffizienz

Einen Blick auf die Energieeffizienzklassen zu werfen, ist allgemein ein guter Rat. Da ein Staubsauger von Dyson oder Miele zu den Elektrogeräten zählt, wird er vom Hersteller mit diesem Energie-Label ausgestattet. Hierbei soll dem Verbraucher aufgezeigt werden, wie das Verhältnis von Stromverbrauch zur Saugleistung ist. Dabei steht die Klasse A+++ für die höchste Energieeffizienz, Klasse G für die schlechteste.

Zum Thema:

A+++ bei Kühlschrank, Fernseher und Co: Leicht erklärt

Zubehör

Es gibt verschiedene Düsen und Aufsätze, mit denen Steinchen und Haare keine Chance haben. Ein Staubsauger für Parkett kann durch Austauschen der Düse also auch Teppiche reinigen; ein Staubsauger für Laminat ebenso. Besonders wichtig bei den Düsen sind:

  • leichtgängige, gummierte Laufrollen
  • feste Borsten
  • hohe Wendigkeit der Düse durch ein Kipp- und Drehgelenk
  • sie sollten möglichst flach sein, um unter Möbel zu gelangen
  • die Saugfläche der Düse: je größer, desto schneller kann man große Flächen reinigen

Im Lieferumfang ist zumeist noch mindestens eine Extra-Düse enthalten. Eine Hartbodendüse – auch Parkett- oder Hard-Floor Düse genannt – eignet sich, um Tierhaare von glattem Boden zu saugen. Parkett lässt sich schwerer pflegen und ist weniger robust als Laminat. Letzteres kann bei Kratzern jedoch nicht wieder abgeschliffen werden. Eine spezielle, schonende Parkett-Düse ist zumeist eine lohnenswerte Investition.

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Staubsauger ohne Beutel: Die Filter

Damit sich Feinstaub nicht in der Raumluft verteilt, gibt es Filtersysteme. Diese Staubsaugerfilter sollen die Luft reinigen, bevor sie den Staubsauger wieder verlässt. Grundsätzlich befinden sich in jedem Staubsauger schon Filter unterschiedlicher Feinheiten und mit unterschiedlichen Funktionen.

  • Beispielsweise gibt es einen Motorschutzfilter und Microfilter.
  • Ein „High Efficiency Particulate Airfilter“ ist in vielen Staubsaugern integriert und filtert kleine Staubpartikel. Er filtert Schwebstoffe aus der Luft und in ihm bleiben so beispielsweise Pollen, Rauchpartikel und Milbenausscheidungen hängen. HEPA-Filter werden besonders für Allergiker empfohlen.

Lautstärke

Der Schallleistungspegel unserer beutellosen Staubsauger im Test liegt zwischen 75 und 85 Dezibel. Das ist für einen gewöhnlichen Staubsauger ein normales Mittelmaß, je nach Frequenz empfindet jeder Mensch den Sauger-Sound als unterschiedlich unangenehm. Hier gilt leider: Probehören.

Staubsauger ohne Beutel: Der Testsieger bei Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest prüft regelmäßig Staubsauger auf Herz und Nieren. In der Kategorie Staubsauger mit Staubbox wurde der

  • Bosch BGS6ALL Testsieger, gefolgt vom
  • Dirt Devil DD 2220 und dem
  • Dyson DC37C Allergy

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Bis auf den Dirt Devil befinden sich diese allerdings im Preis deutlich über 200 Euro. Wenn ihr euch fragt, wo ihr Staubsauger günstig kaufen könnt, gibt es Staubsauger regelmäßig bei LIDL und ALDI. Natürlich könnt ihr auch in einem Online Shop euren persönlichen Staubsauger-ohne-Beutel-Testsieger finden. Hier ist die Auswahl am größten und der beutellose Bodenstaubsauger wird direkt bis zu euch nach Hause geliefert.

Auch wenn viele Nutzer mit dem Dirt Devil zufrieden sind: An die versprochene Saugleistung in diesem lustigen Spot kommt er sicherlich nicht ganz heran:

Weitere Kaufberatungen und Tests:

Bildquellen: ©Philips, ©Dyson, ©Bomann, Gunnar PippelObak via Shutterstock

Staubsauger-Test
Christin Richter
17. Februar 2017
4.8/5 stars

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