Garmin-Vivoactive-Test: Die GPS-Uhr mit Smartwatch-Ambitionen

Norman Volkmann

Smartwatches und Fitness-Tracker liegen aktuell voll im Trend. Auch Garmin ist sich diesem Hype bewusst und schickt sich mit der Garmin Vivoactive an, Fitness-Uhr und Smartwatch zu verbinden. Wir verraten euch im Test, ob das klappt und welche Figur die Uhr insgesamt macht.

Garmin-Vivoactive-Test: Die GPS-Uhr mit Smartwatch-Ambitionen

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Entgegen der Entwicklung im Segment der Fitness-Tracker, ist die Garmin Vicoactive eher eine klassische GPS-Uhr mit Smartwatch- und Fitness-Armband-Anleihen. Speziell ambitionierte Läufer und Radfahrer werden mit der Uhr ihren Spaß haben – dank eingebautem GPS-Sensor weiß die Uhr nämlich innerhalb von wenigen Sekunden auf den Meter genau, wo sich ihr Träger befindet.

Garmin Vivoactive: Ein Blick auf die Funktionen

Auf den ersten Blick kommt die Garmin Vivoactive recht unscheinbar daher: In unaufgeregtem Schwarz (oder alternativ Weiß) gehalten, unterscheidet sie sich vor allem durch ihre Schlichtheit von der Fitness-Tracker-Konkurrenz. Zudem ist sie recht unterschiedlich, was ihre Funktionialität angeht: Statt primär als Schrittzähler zu dienen, misst die Uhr mit eingebautem GPS-Sensor vor allem zurückgelegte Strecken beim Laufen, Joggen, Wandern oder Radfahren. Zudem könnt ihr eine aus acht möglichen Sportarten auswählen, bei denen euch die Uhr begleiten soll.
Eine kurze Übersicht aller Features:

  • Eigener GPS Sensor
  • Farb-Touchscreen
  • Akkulaufzeit: 3 Wochen/10 Stunden bei eingeschalteter GPS-Funktion
  • Vorinstallierte Sport-Apps für acht verschiedene Sportarten
  • Tagesziele festlegen
  • Smart Notifications über eingehende Anrufe, E-Mails und Nachrichten
  • (optionaler) Brustgurt zur Aufzeichnung der Herzfrequenz
  • Wasserdicht bis fünf ATM
  • Per App mit für iOS und Android synchronisierbar
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Garmin Vivoactive: Konkurrenz für Jawbone, Fitbit und Co?

Allerdings hat die Uhr auch typische Fitness-Tracker-Features: So könnt ihr ganz problemlos jeden Tag einfach eure Aktivität tracken lassen. Bewegt ihr euch über einen längeren Zeitraum nicht, erinnert euch die Uhr per Vibrationsalarm daran und fordert euch auf, euch die Beine zu vertreten oder anders aktiv zu werden. Der Zeitraum bis zum nächsten Inaktivitätsalarm wird dadurch entsprechend zurückgesetzt. Des Weiteren protokolliert die Garmin vivoactive auch euren Schlaf und analysiert wie häufig ihr euch im Schlaf bewegt und wie erholsam euer Schlaf im Gesamten war. Außerdem ist die Uhr wasserdicht und hebt sich allein damit von der Konkurrenz vieler normaler Fitness-Tracker ab. Die Smartwatch-Funktionalitäten sind recht rudimentär und lassen wenig Möglichkeiten zur Interaktion mit Nachrichten oder Mails. Das ist schade, denn im Grunde hätte man solche Features auch einfach weglassen können.

Garmin-Vivoactive-Test: Bildergalerie

Garmin Vivoactive Fazit

Mir gefällt die Vivoactive vor allem, weil sie wenig prätentiös ist: Statt nach einem Designer-Stück sieht die Uhr ganz einfach nach einem Sport-Gadget aus, das nur wenige Oberflächlichkeiten beinhaltet. Stattdessen bietet Garmin eine gute Mischung aus täglich nützlichen Nebenfunktionen (Schrittzähler, Inaktivitätsalarm) und praktischen Funktionen bei der Ausübung tatsächlicher Sportarten. Für eine genaue Messung der Herzfrequenz auch bei höherer Intensität lege ich aber lieber den Brustgurt um, auch wenn dieser inzwischen schon etwas aus der Mode gekommen ist. Dass kein Pulsmesser für das Handgelenk verbaut wurde, begrüße ich eher, als dass ich es verteufle. Hinzu kommt die praktische Garmin-connect-App, die sehr übersichtlich und funktionell ist. Wer lediglich Features möchte, um sich täglich zur Aktivität auffordern zu lassen, der ist vermutlich eher mit einem „normalen“ Fitness-Armband von Fitbit oder Jawbone gut beraten. Dennoch ist auch die Vivoactive ein ganz klares Einsteigermodell. Die Polar V800 oder die Forerunner-Serie von Garmin gehen mit vielen Funktionen noch weiter in die Tiefe – entfernen sich damit aber noch weiter vom Markt der populären Fitness-Tracker und richten sich vornehmlich an (Hobby)-Sportler.

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