Mit der Polar M400 ermöglicht Polar den Einstieg für Sportler in das Segment der GPS-Uhren. Auch wenn einige Eigenschaften der Uhr an viele moderne Fitness-Tracker erinnern und eben diese Zielgruppe ansprechen sollen – ihre wirklich Stärke zeigt sie vor allem beim Joggen und Laufen. Wir erklären euch, was die Uhr ausmacht und für wen sich die Anschaffung lohnt.

 

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Die Möglichkeit seinen Fortschritt beim Sport zu verfolgen und sich dadurch zu verbessern, war in der Vergangenheit nicht so einfach wie heutzutage. Einfach eine Uhr oder ein Armband um das Handgelenk geschnallt und schon wird man rank und schlank und lebt gesünder. Fast. Zumindest preislich reiht sich das M400 von Polar in die Kategorie vieler bekannter Fitness-Tracker und –Armbänder auf dem Markt ein. Wer allerdings nur seine Aktivitäten im Alltag getrackt wissen will, sollte vielleicht zu einem anderen Gerät greifen. Mit eigenem GPS-Sensor verfügt die Uhr vor allem auf diesem Feld über ein wichtiges Feature.

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Polar M400 Test: Funktionsumfang und Key-Features

Für Sportler und insbesondere Läufer mit Sicherheit das wichtigste Feature: GPS. Wer seine gelaufenen Strecken später auf in der Polar-App oder auf der zugehörigen Webseite nachvollziehen will, braucht den eigenen GPS-Sensor, den die M400 verbaut hat – vor allem wenn man für eine solche Streckenaufzeichnung nicht zwingend das Smartphone mit dabei haben muss. Der Akku hält dabei bei eingeschalteter GPS-Funktion ca. 8 Stunden – für Läufer optimal. Alle wichtigen Funktionen haben wir im Folgenden im Überblick:

  • Display: schwarz/weiß Display, 128x128 Pixel
  • Kompatibilität: App für iOS und Android, Synchronisierung per Bluetooth Smart, Polar Webservies
  • Akkulaufzeit: 3 Wochen im Uhren-/Activity-Modus – 8 Stunden im GPS-Modus
  • Smart Notifications: SMS, Mail, Anrufe, Kalendereinträge
  • Smart Coaching: Motivationsfeatures – Berechnet anhand des Lauftempos die Wahrscheinlichkeit der Brechung eines persönlichen Rekords.
  • Weitere Features: wasserdicht bis 30 Meter, Activity Tracker (Schrittzähler und Schlafanalyse)

Polar M400: Der Unterschied zu Fitness-Trackern

Im Gegensatz zu den Fitness-Armbändern von Fitbit oder Jawbone legt das Polar M400 nicht das Hauptaugenmerk auf Schrittzähler und Schlafanalyse-Features. Vielmehr sind sie eine Dreingabe, um vielleicht auch Unentschlossene davon zu überzeugen, die Uhr im Einsteiger-Preissegment zu wählen. Dementsprechend ist der Schrittzähler auch nicht besonders genau, sondern wird auch bei normalen Armbewegungen häufiger aktiviert. Vergebens such man zudem die Möglichkeit, Herzfrequenz oder Puls über das Handgelenk ermitteln zu lassen. Entsprechende Sensoren sind bei der M400 nicht verbaut. Während sportlicher Aktivitäten empfiehlt Polar dafür den eigenen Brustgurt zur Messung. Auch wenn dieser nicht ganz so bequem ist, wie eine Messung am Handgelenk – genauer ist die Messung gerade bei höherer Intensität allemal. Wer die Uhr vor allem zum Laufen nutzen will und sich sowieso immer erst in die Lauf-Kluft werfen muss, für den müsste der Brustgurt auch keinen Nachteil sein. Gerade unerfahrenen Läufern wird das Training mit Brustgurt nicht zu Unrecht empfohlen.

GPS und Einsatzgebiet des Polar M400

Die Suche nach dem Satelliten und dem richtigen Standort des Nutzers passiert über GPSFix. Die Suche sollte in der Regel nur einige Sekunden dauern – Polar empfiehlt, dass man dabei still steht und dadurch die genaue Standortfreigabe erfolgen kann. Währenddessen kann man zumindest die Sportart einstellen und die Verbindung mit dem Brustgurt aktivieren. Ist die GPS-Suche zu 100% abgeschlossen, kann die Aktivität bereits beginnen. Praktisch, wenn ihr euch in einer fremden Umgebung einmal nicht sicher seid, in welche Richtung ihr zurücklaufen müsst, übernimmt das die Uhr für euch und leitet euch den Weg zurück, den ihr gekommen seid. Das ist ein Feature, das die Polar M400 in dieser Preisklasse etwas hervorstechen lässt.

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Neben dem Laufen, der ganz klaren Stärke des Geräts, können aber auch noch andere Aktivitäten mit der Uhr verfolgt werden. Über den Webservice „Flow“ können weitere Sportarten auf die Uhr übertragen und vor Start der Sporteinheit ausgewählt werden. Schwimmen, Radfahren (indoor und outdoor) und weitere Sportarten lassen sich damit festhalten. Aufgrund des Fehlens von Geschwindigkeits- oder Trittfrequenzmessern ist das Tracken von Radtouren allerdings wohl eher für Gelegenheitsfahrer spannend. Auf diesem Gebiet erfüllt die M400 nicht alle Bedürfnisse. Unter Wasser wird die Funktionalität noch weiter eingeschränkt, denn dort funktioniert weder die Messung der Distanz noch die Erfassung der Herzfrequenz. Ambitionierte Schwimmer sollten dabei vermutlich auf die deutlich teurere Version Polar V800 umsteigen.

Polar M400 Test: Fazit

Auch wenn die Polar M400 kein klassischer Fitness-Tracker ist: Als GPS- und Sportuhr macht das Gerät eine weitaus bessere Figur als viele der Aktivitäts-Armbänder. Statt sich nur auf den täglichen Verbrauch von Kalorien zu beschränken, könnt ihr mit der M400 ein Trainingsprogramm planen, Bestzeiten herausfordern und über die App und Webseite alle möglichen Statistiken miteinander vergleichen. Wirklich optimalen Nutzen erreicht das Gerät aber vor allem beim Einsatz während des Laufens. Für viele andere Sportarten funktioniert das Tracking zwar auch, allerdings bei weitem nicht so tief und zufriedenstellend – solltet ihr zum Beispiel ambitionierte Fahrradfahrer oder Schwimmer sein.

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