Die besten Filme 2012 - alle Kino-Highlights im Überblick

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Womit wir auch schon bei „Haywire“ wären, einem Actionfilm von Steven Soderbergh, in dem Michael Fassbender tatsächlich schon wieder auftaucht. Als Prügelknabe im Smoking. Der zusammen mit Hauptdarstellerin Gina Carano ein schickes Hotelzimmer demoliert und dabei nachhaltig Werbung macht für Actionthrills, die gerade durch die Reduktion filmischer Gestaltung satte Ausrufezeichen setzen. Keine ausufernden SloMo-Attacken in Zocker-Ästhetik, sondern windschnittige Digital-Hiebe. Wenn Carano zuschlägt, dann sind andere Argumente definitiv überflüssig!



Auch bei „Die Tribute von Panem“ bleiben Argumente weitgehend fruchtlos, weil hier der „Twilight“-Faktor ins Spiel kommt. Auf einem glücklicherweise klar höheren Niveau als bei „Eeeeeedward!“, was immerhin dafür sorgt, dass Teenager nicht mehr automatisch mit kreischenden Fangirls gleichgesetzt werden. Und dieser Film durchaus Hoffnung macht auf die weiteren Teile, selbst wenn die minderjährigen Grenzen der Dystopie nach wie vor voll kritische Schwarz/Weiß-Malereien und verwackelte Ausreden statt saftiger Kills prognostizieren.



Eine ganz andere Hausnummer wiederum ist „“, der erneut die Fahne des amerikanischen Indie-Kinos ausrollt und dabei eine kriechende Intensität erreicht, die erst durch das plakative Ende einen Dämpfer erfährt. Zuvor jedoch darf Michael Shannon mal wieder beweisen, dass sein Spitzname, „El Creepo“, nicht ganz unberechtigt ist und dass selbst laaange Großaufnahmen seinem Gesicht keine Abnutzungserscheinungen verpassen. Ein Mann zwischen Wahnsinn und Apokalypse; das ländliche Amerika als schweißhaltiger Brutherd verdammt tief sitzender Stirnfurchen. „Die besten Filme 2012“ heißt zum Glück AUCH Sperrigkeit & Mut.



Und gleich nochmal Wahnsinn, richtig gut und überraschend: „Die Frau in Schwarz“ ziert zwar eines der beknacktesten Poster des Jahres, doch der Film selbst ist über die meisten Zweifel erhaben. Glorreicher Gothic Horror in bester Hammer-Tradition, inszeniert auf dem goldenen Mittelweg zwischen klassischen Türknarzern und verflucht zupackenden Schocks. Monsieur Radcliffe, BRAVO für solch einen mutigen Abschied vom „“-Gedöns!



April

Gleich Anfang April erfreute einer der längeren Internet-Witze der letzten Jahre in voller Kino-Montur, nämlich das Nazis-auf-dem-Mond-Kuriosum namens „Iron Sky“. Die Hakenkreuz-Party durfte durchaus steigen, selbst wenn die verabreichte Mixtur zuweilen etwas unentschlossen zwischen Effekte-Bombast und halbgaren Trash-Anläufen knirscht. In Teil zwei taucht dann „“ auf, okay?



Wesentlich geschlossener und ernster präsentierte sich eine Woche später „The Grey“, der Liam „her mit dem Scheck“ Neeson gegen Schnee und fiese Wölfe antreten lässt. Und dabei ein so intensives und spannendes Kinoerlebnis ermöglicht, dass man kaum glauben kann, dass a) Joe „“ Carnahan hier Regie führt und b) der Film ein ziemlicher Flop an den deutschen Kinokassen war. Was’n los, Leute, setzt jetzt endlich die große Neeson-Müdigkeit ein?



Auf die große Marvel-Müdigkeit müssen wir ganz sicher noch etwas warten, denn „The Avengers“ ist erwartungsgemäß eingeschlagen wie eine Bombe – selbst wenn das Dingens einfach nicht die Summe seiner Teile ergeben möchte. Und trotzdem so, oh SO beliebt ist, dass er in dieser „die besten Filme 2012“-Liste einfach nicht fehlen darf. Denn „The Avengers“ präsentiert einfach PERFEKTES Blockbuster-Kino! Oder zumindest eine völlig überfrachtete Vorstellung davon – die nur dann WIRKLICH funktioniert, wenn man dazu Kommentare wie „der Mann hat keine Ahnung von COMIC-Verfilmungen“ aus dem Mittelfinger schüttelt.



Mai

Oder auch: Der Monat vor „äääääääye, DEUTSCHLAND VOR!“ In den es zumindest noch ein paar spannende Zuckungen der Verleiher geschafft haben – wie z.B. der neueste Tim-Burton-Film, „Dark Shadows“. Der zwar unter seinen Möglichkeiten bleibt, doch trotzdem immer noch genügend epische „Kookiness“ bietet. Und natürlich die Rückkehr von Michelle Pfeiffer. Und ebenso natürlich Johnny Depp, dessen Langzähne erst unter einer Disco-Kugel besonders schön schimmern können.



Quasi ideal dazu passt dann der neue Film von Wes Anderson, ““, der mal wieder eine ausgesucht drapierte Puppenstube befremdlicher Skurrilitäten auffährt und dazu eine imposante Latte sympathischer A-Stars begrüßt. Ab dem nächsten Film könnte diese Mixtur eventuell als Masche tituliert werden, doch jetzt reicht es noch für „hach, ist das schööön“!



Und damit wären wir bereits bei “Snow White & the Huntsman“, dem letzten Eintrag in dieser launigen Liste…und einem Film, der mal wieder die Modernisierung eines Märchens versucht…und dabei tatsächlich nicht baden geht. Trotz der Vorlage „Schneewittchen“. Und „“. Und Kristen Stewart – die erwartungsgemäß ihr Bella-G’schau aufsetzt, doch dabei glücklicherweise umgeben ist von satter Fantasy-Filme-Action und Charlize Theron.



Juni

Oder auch: Das große Nichts. Dank der Fußball-EM wurden so heiß erwartete Filme wie Prometheus einfach hierzulande auf später verschoben. Als Highlight kann der Reboot der „Spider-Man“-Reihe gelten, der trotz des Corporate-Ausverkauf-Beigeschmacks ziemlich viel Spaß macht.

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