Linux Kernel 4.7: Versions-Update, neue Hardware-Unterstützung & mehr

Thomas Kolkmann

Mit der wachsenden Beliebtheit von verschiedenen Linux-Distributionen wie Mint, Ubuntu, Debian & Co. und der Suche nach einer Alternative zu Windows 10, wollen wir euch mit diesem Ratgeber hier eine Anlaufstelle bieten, um die wichtigsten Neuerungen am Linux Kernel erfahren zu können. Dazu gehören beispielsweise Unterstützung neuer Hardware, wichtige Fehlerbehebungen und allgemeine Systemverbesserungen.

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Zweieinhalb Monate nach der Veröffentlichung von Linux 4.6 erschien nun am 24. Juli das stabile Kernel 4.7, welches die bisher aktuellste Version 4.6.4 ablöst. Die wahrscheinlich größte Neuerung ist die Unterstützung der neuen AMD Grafikkarten mit Polaris-Architektur wie die Radeon RX 480.

Wie Linus Torvalds selbst beschreibt, ist die Entwicklung und der Release von 4.7 relativ ruhig verlaufen, da sich die Neuerungen in der Zwischenzeit aber auch im Rahmen gehalten haben.

Ich mache dafür zum Teil den Sommer in der nördlichen Hemisphäre verantwortlich.

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Linux Kernel 4.7 – Die Treiber

Linux Kernel
Den größten Teil der Anpassungen in 4.7 haben die oben erwähnten AMD-Treiber in Anspruch genommen, wobei hier auch noch einige Zeilen an Code für den fehlenden Display Abstraction Layer (DAL) für AMDGPU bei Carrizo und Tonga weiterhin für Kernel 4.8 ausstehen.

Neben der Unterstützung der Polaris-Architektur nahmen weitere Treiber für GPUs sowie die Unterstützung weiterer Hardware einen Großteil der Änderungen ein. So wurden einige Fehler der Unterstützung von Intels Onboard-Grafiklösungen Skylake GT3 und GT4 behoben. Dazu werden beispielsweise ab sofort der Xbox One Elite Controller, einige Thunderbold-Controller bei Macs und Intels WLAN-Chip 9260 unterstützt.

Auch die Unterstützung von ARM-Prozessoren wird mit Treibern für den MediaTek MT8173, Allwinner A13, ARC PGU und HiSilicon Kirin erweitert.

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Linux 4.7 – Verbesserungen des Systems

Ein weiterer wichtiger Punkt des Kernels 4.7 ist die Fehlerbereinigung und Optimierung der Verarbeitung von Netzwerkpaketen. Bei sehr großer Anzahl konnte es bei den vergangenen Versionen häufig aufgrund von Latenzspitzen zu Wartzeiten kommen. Durch die Änderungen am TCP-Code, welcher dem Kernel einen erweiterten Zugriff auf die Unterbrechung von Netzwerkpaketen erlaubt, können nun andere Prozesse ohne ins Stocken zu geraten besser weiterlaufen.

Darüber hinaus wurde die parallele Verzeichnisabfrage durch einige Änderungen am Caching des Virtual File Systems verbessert. Dadurch werden Leistungseinbrüche verhindert, welche aufgetreten sind, wenn mehrere Prozesse auf dasselbe Verzeichnis zugegriffen haben.

Bildquellen: 3Dalia via Shutterstock

Welches Betriebssystem findest du am besten? (Desktop)

Ich habe mit Windows 3.1 angefangen und finde Windows 7 immer noch sehr gut. Mittlerweile ist Linux Mint (Cinnamon) mein Favorit, da Windows 10 Wege geht, die ich nicht immer gut finde. Welches Betriebssystem findet ihr heute am besten?

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