Obduktion eines Dreißigjährigen: Teardown des originalen Macintoshs

Sven Kaulfuss

Zur Feier des Tages – 30 Jahre Mac – zerlegen die Kollegen von iFixit und Cult of Mac einen originalen Macintosh 128K aus dem Jahre 1984. Ein Retro-Teardown der ganz besonderen Art – sehenswert.

Obduktion eines Dreißigjährigen: Teardown des originalen Macintoshs

Im Gegensatz zu modernen Macs lässt sich der erste Macintosh von Apple noch verhältnismäßig einfach auseinandernehmen – nichts ist verklebt, allein es muss geschraubt werden. Nicht fehlen darf natürlich ein Blick ins Innere des Gehäuses. Dort erblicken die Bastler die legendären Innschriften des gesamten Mac-Teams, nebst Steve Jobs und Konsorten. Was man nicht sieht? Einen Lüfter! Der 68K-Prozessor verzichtet gänzlich auf eine aktive Ventilation. Bei heutigen CPUs undenkbar. Der letzte Mac ohne Gebläse war übrigens der Power Mac G4 Cube – ist auch schon beinahe 14 Jahre her.

Teardown Mac

Ein echtes Ungetüm der alten Schule erkennen die Schrauber im 3,5-Zoll-Diskettenlaufwerk. Apple fertigte das einzige Speichermedium des Macs nicht selbst. Federführend in der Entwicklung war damals der japanische Elektronikpionier Sony.

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Das Ergebnis: Mac 128K schlägt den aktuellen iMac

Am Ende erringt der originale Macintosh 7 von 10 Punkten auf der Reparatur-Skala von iFixit. Ein gutes Ergebnis. Zum Vergleich: Der heutige Nachfolger des originalen Macintoshs (iMac mit 21,5-Zoll-Display) bekommt lediglich 2 von 10 Zählern – so betrachtet ein Rückschritt in der Entwicklung. Eine negative Gemeinsamkeit mit einer Vielzahl heutiger Macs (MacBooks) gibt es dennoch: Der Arbeitsspeicher ist fest mit dem Motherboard verlötete und kann nicht getauscht werden.

Teardown Mac: Komplett

Sehenswert ist auch das folgende Video zum Retro-Teardown. Ganz gehalten im Stil der achtziger Jahre. Mein Gott, sahen wir damals wirklich so besch… cool aus?

Quelle: iFixit und Cult of Mac

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