Platz 4: Offene Türen

Sven Kaulfuss 13

Power Macintosh G3 (Blue & White): Der iMac unter den Power Macs

Power Mac G3: Offen
Trotz seiner Kurzlebigkeit (nur acht Monate) zählt der Power Macintosh G3 (Blue & White) für uns zu den besten Macs aller Zeiten. Gegensätzlich zur ersten Generation des Power Mac G3, der sein Äußeres wiederum von der vorherigen Power-Mac-Generation erbte, entwickelte Apple für ihn ein vollkommen neues und zukunftsweisendes Gehäuse im Stile des Jahr zuvor eingeführten iMacs. Der Hersteller spendierte dem Rechner zudem USB-Anschlüsse und führte erstmals den eigens entwickelten FireWire-Bus ein.

Revolutionär war seine leichte Zugänglichkeit. Ohne auch nur ein einziges Werkzeug zu benutzen, öffnete man die „Seitentür“ des Power Macintosh G3 (Blue & White) mit einer Hand. Darauf befand sich das Motherboard mit den Erweiterungssteckplätzen (PCI) und RAM-Slots, Festplatten und CD-ROM wiederum fanden sich innerhalb von einfach zu erreichenden Laufwerkskäfigen im Inneren des Rechners. Nie zuvor konnte man einen Mac – von den PCs nicht zu reden – so unkompliziert erweitern. Für Apple Grund genug, dieses Alleinstellungsmerkmal in einem extra produzierten Werbespot der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Wenige Monate nach seiner Einführung wurde der Power Mac G3 (Blue & White) durch den Power Macintosh G4 ersetzt. Allerdings vermachte er seinem Nachfolger bereitwillig sein geniales Gehäusekonzept. Auch der darauffolgende Power Mac G5 (2003) und Mac Pro (2006) übernahmen die herausragende Idee in leicht abgewandelter Form. Ergo: Der Power Macintosh G3 (Blue & White) war ein echter Trendsetter und prägte das Erscheinungsbild der „großen Macs“ über Jahre hinweg.

Bauzeit: Januar 1999 bis August 1999
Preis: ab 1.599 Dollar

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